Abgestimmt auf die industriellen Bedürfnisse, beinhaltet die neue Anlagengeneration von Messer Cutting Systems zahlreiche technologische Weiterentwicklungen.
Foto: Frank Blümler, Frankfurt

Trenntechnik

Technologietage bei Messer mit zahlreichen Neuheiten

Technologietage von Messer Cutting Systems zeigen vernetzte Fertigungssysteme samt passender modularer Sofware, innovativer Anlagentechnologie und HMI.

Auf den Technologietage von Messer Cutting Systems wurde einmal mehr deutlich, dass in modernen Produktionsstätten längst nicht mehr allein die reine Maschinenleistung über die Fertigungseffizienz und -qualität entscheidet. Vielmehr ist es die Vernetzung modularer Softwaresysteme, leistungsstarker Anlagentechnologie und anwenderorientierter Human-Machine-Interfaces (HMI). Die Messer Cutting Systems GmbH aus Groß-Umstadt hat auf der Hausmesse ihre Losumngsen in diesem Bereicht vorgestellt.

Auf dem dreitägigen "Technology Days" Ende Oktober präsentierte Messe eine komplett neu entwickelte Schneidlösung, passend dazu die aktuelle Generation der Maschinensteuerung „Global Control“ ebenso wie zwei kompakte Schneidsysteme, Terra Blade D und Smart Blade. Da Software und Vernetzung bei Messer auf der gleichen Ebene wie Anlagenentwicklungen stehen, richtet das Unternehmen auch dort die Weichen mit neuen Anwendungen.

Neue Technologie, smart gesteuert

Manchmal reicht eine kosmetische MoPF (Modellpflege) nicht aus, da muss ein innovatives Konzept her, um den Kunden für sich zu gewinnen. „Daher haben wir eine zeitgemäße Anlagengeneration geschaffen, die unseren Kunden nun noch mehr Optionen bietet, jegliche Schneidprozesse genau auf ihre individuellen Anforderungen hin anzupassen“, unterstreicht Oliver Friz, Geschäftsführer der Messer Cutting Systems GmbH in Groß-Umstadt. Obendrein steckt neuste Technologie in sämtlichen Komponenten – für erhöhte Produktivität, verbesserte Schnittqualität und kürzere Zykluszeiten.

Wesentlichen Einfluss auf diese Funktionalitäten hat dabei das Human-Machine-Interface. Da Smartphones und andere gestengesteuerte Endgeräte buchstäblich in aller Hände sind, lag es für die Entwickler nahe, deren Bedienungsphilosophie in die neue Generation der Maschinensteuerung „Global Control“ zu integrieren. „Ziel war es, den gesamten Schneidvorgang einfacher und reproduzierbarer zu gestalten. Wer bereits mit der vorigen Global Control gearbeitet hat, wird sich sofort im neuen HMI zurechtfinden. Gleichzeitig werden viele Neuerungen mitgeliefert, die die gesamte Bedienung intuitiver und prozesssicherer gestalten und somit auch dem Erstnutzer einen schnellen Einstieg ermöglichen. Unter anderem packen wir den vollständigen Produktionsauftrag von der Bestellung über den Produktionsprozess bis hin zur Qualitätssicherung in die Bedienung hinein, ohne die Benutzeroberfläche zu überfrachten oder den Nutzer zu überfordern“, erläutert Ingo Göller, CTO Global bei Messer Cutting Systems.

Kompakt abschneiden mal zwei

Wer nicht viel Platz in seiner Produktionshalle hat, aber dennoch nicht auf die Vorteile von Messer-Schneidanlagen verzichten möchte, dem wird mit gleich zwei aktuellen Modellen geholfen: Terra Blade D und Smart Blade eignen sich dank ihrer kompakten Bauform für kleinere Betriebe, die mit Plasma- oder Autogentechnologie bzw. mit beidem kombiniert arbeiten möchten – und zwar bei minimalem Wartungsaufwand und perfekter Schneidleistung. „Mit der Terra Blade D möchten wir den Einstieg in unsere Schneidtechnologie noch attraktiver machen. Denn schon mit minimalem Kapitaleinsatz und bei niedrigen Betriebskosten bahnt die neue Terra Blade D den Weg hin zu niedrigen Schnittkosten pro Bauteil“, ergänzt Abraham Balendran, Produktmanager MCS Europa.

Wem reine Plasmaanwendungen ausreichen und wer genau geschnittene, unter Umständen sogar komplexe Konturen liefern muss, für den ist die Smart Blade die richtige Wahl. Auch dort liegt der Fokus auf kompakter, platzsparender Bauweise, ohne effizienzfördernde Tugenden wie Anti-Kollisionseinrichtungen oder die verlängerte Lebensdauer von Verschleißteilen außer Acht zu lassen.

Alles digital, alles im Fluss

Um die Maschinen reibungslos in den Workflow des Kunden zu integrieren, bietet Messer eine modulare Softwarelösung, die sich gezielt auf jegliche Anforderungen konfigurieren lässt. „Unser Software-Portfolio ermöglicht einen komplett digitalisierten Fertigungsprozess, bis hin zur Maschine und zurück. Das schafft Transparenz und steigert die Produktivität“, so Roger Kilian-Kehr, CDO Global bei Messer Cutting Systems.

Die enge Verknüpfung von ERP-Systemen und der CAD/CAM-Lösung der Messer-Schneidanlagen erleichtert dem Nutzer durch ein Plus an Transparenz seine gesamte Produktivität zu erhöhen. „Und zwar dank verwertbarer Daten, durch die sich die Gesamtproduktivität objektiv bewerten lässt. So kann gegebenenfalls umgehend an entsprechenden Stellschrauben gedreht werden, um die Produktion stets auf höchstem Level zu halten. Wo früher das Bauchgefühl entschied, eröffnen heute qualifizierte Daten den meisten Unternehmen enormes Optimierungspotenzial“, ergänzt Roger Kilian-Kehr.

Be- und Entladen vollautomatisiert

Wirtschaftlichkeit hängt nicht nur von der Schneidleistung einer Maschine ab: Gerade die Umrüstzeiten sägen oftmals an der Effizienz eines Prozesses. „Um die verfügbare Brennkapazität optimal zu nutzen, muss der Workflow mit der Zufuhr des Rohmaterials von der einen sowie der Abfuhr des geschnittenen Nests zur anderen Seite optimiert werden. Unsere Plasma Flex, die vollautomatische Be- und Entladeeinrichtung für Plasmaschneidanlagen, macht genau das, indem sie Produktionsabläufe vereinfacht und somit die Produktivität steigert“, so Ingo Staudinger, Produktmanager Material Handling & Laser bei MCS. Zudem ist das System modular aufgebaut und kann mit steigenden Anforderungen ebenfalls mitwachsen – ob mit Lagerturm, Mehrmaschinenversorgung oder automatisiertem Absortieren und Stapeln von Einzelteilen.

Service per App

Sollte doch mal eine Maschine ausfallen, ist schnelle Hilfe gefordert. Dafür bietet Messer den „Visual Service“: Mittels App und auf Wunsch mit einer Remote-Brille lässt sich manche Service-Frage in Echtzeit klären und im Idealfall das Problem direkt „live“ beheben. „Das Zusammenspiel all unserer Technologien, Soft- und Hardwarelösungen sowie Services schafft unseren Kunden den entscheidenden Mehrwert, um sich im hart umkämpften Markt einen festen Platz zu sichern“, so Oliver Friz. Die Chance darauf nutzten an den drei Technologietagen auch insgesamt mehr als 400 Besucher aus ganz Europa.

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