Die Sealpac GmbH investierte in eine flexible Laserschneidanlage der MSF-Baureihe von MicroStep. Diese vereint Technologieoptionen zur Rohr-, Profil- und Blechbearbeitung mit einem hohen Automationsgrad zur Be- und Entladung des Materials.
Foto: Microstep Europa GmbH

Trenntechnik

Mit dem Faserlaser fast viermal schneller

Warum Sealpac, weltweit agierender Hersteller von automatischen Systemen zur Lebensmittelverpackung, in einen multifunktionalen 3D-Faserlaser investiert.

Um in der Produktion Kapazitäten zu schaffen und die Flexibilität zu erhöhen, investierte die niedersächsische Unternehmen Sealpac GmbH in eine Faserlaser-Schneidanlage der MSF-Baureihe von Microstep. Dabei spielte das vielfältige Technologieangebot in nur einem System eine große Rolle, denn der neue multifunktionale 3D-Laser verfügt über einen hohen Automationsgrad. Mittels Laserrotator können Bleche, Rohre und Profile bearbeitet werden – Materialhandling-Technologien inklusive.
Bei bestimmten Bauteilen ist das Unternehmen bereits in den ersten Wochen nach der Inbetriebnahme viermal schneller in der Produktion.

Innovativer Mittelständler

Beim täglichen Gang in den Supermarkt kommt man zumindest indirekt mit den Präzisionsmaschinen der in Niedersachsen ansässigen Firma Sealpac GmbH in Kontakt. Denn das weltweit tätige Hightech-Unternehmen aus Oldenburg entwickelt und fertigt Systeme zur Lebensmittelverpackung. Dabei verfolgen die Mitarbeiter von Sealpac die Maxime, neue Maßstäbe in der automatisierten Lebensmittelproduktion zu setzen und immer die beste Lösung anzubieten.
Vor mehr als 33 Jahren setzte man den Startschuss in der heimischen Garage, heute arbeiten allein am Standort Oldenburg 250 Mitarbeiter, weltweit sind die Produkte in mehr als 60 Ländern erhältlich. Branchengrößen wie Edeka, Wiesenhof oder die Tönnies Unternehmensgruppe setzen auf Sealpac-Anlagen, aber auch kleine Metzgereien, Bäckereien und Lebensmittelverarbeiter für Fleisch, Backwaren, Obst, Gemüse und mehr. Im Oktober 2018 wurde das nachhaltige und materialschonende Flatskin-System mit dem ECMA-Award (European Carton Makers Association) in der Rubrik "Save the Planet" ausgezeichnet.

Selbständiges Personal an den Anlagen, Praxiserfahrung in der Führung

„Neben dem gut ausgebildeten Personal ist die Menschlichkeit im Unternehmen eine unseren Stärken. Jeder kennt sich mit Vornamen, die Dienstwege sind sehr kurz, die Hierarchien sehr flach“, sagt Samir Ramadan. Er ist in der Arbeitsvorbereitung bei Sealpac tätig und hat wie Produktionsleiter Sascha Westphal als Maschinenbediener begonnen. „Unsere Führungskräfte kommen alle aus der Praxis. Das hilft bei allen Herausforderungen. Unsere Leute programmieren selbst; wir haben gut geschultes und selbständiges Personal“, so Ramadan.

Auf den tausendstel Millimeter genau

Und das wird auch benötigt, denn oftmals müssen die Systeme den Anforderungen der Kunden individuell angepasst werden – dabei geht es um Genauigkeiten im tausendstel Millimeter Bereich. Dementsprechend ist der Maschinenpark aufgestellt, laufend wird in moderne Systeme investiert, Anschaffungen müssen den Ansprüchen der Produktion auch für die längerfristige Zukunft genügen.

Für den Zuschnitt von Rohren und Profilen machten sich Geschäftsführer Jörg von Seggern sowie Sascha Westphal und Samir Ramadan 2017 auf die Suche nach einer geeigneten Laserschneidlösung. Fräsanlagen und weitere Technologien sollten für anderen Aufgaben frei gemacht und die Abhängigkeit vom Lohnschneider reduziert werden.

Marktanalyse

Die Entscheidungsträger nahmen sich Zeit bei der Analyse der auf dem Markt in Frage kommenden Laserschneidsysteme. „Die Grundidee war ein reiner Rohr- und Profillaser. Wir haben viele angeschaut, dabei ist die Idee entstanden auch die Bearbeitung von Flachmaterial hinzuzunehmen. Vorrangig bearbeiten wir aber Rohre und Profile“, sagt Ramadan.
Nach Abwägung aller Parameter und Vergleich der angebotenen Lasersysteme fiel die Entscheidung auf eine multifunktionale Lösung von Microstep mit hohem Automationsgrad. Grund: die vielfältigen Technologieoptionen und die daraus resultierende Flexibilität für die Entwicklung und Herstellung des aktuellen aber auch künftigen Produktportfolios.

Ein multifunktionaler Faserlaser zieht ein

Der multifunktionale Laser der MSF Baureihe wurde im September 2019 in Betrieb genommen. Die CNC-Anlage mit Laserrotator und Scantechnologie zur 3D-Bearbeitung von Blechen, Rohren und Profilen inklusive Handlingsystem zur automatischen Be- und Entladung des Materials verrichtet seinen Dienst ausschließlich für die hauseigene Produktion der Sealpac GmbH, aufgebaut ist er in einer hinzugekauften Halle nur wenige Fahrminuten vom Hauptstandort entfernt.

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Deutlich schneller und flexibler mit neuer Laserschneidlösung

Der automatisierte CNC-Faserlaser bietet Optionen zur Bearbeitung von Blechen auf einer Arbeitsfläche von 6.000 x 2.000 mm, Rohre bis 200 mm Durchmesser und Profile bis 140 mm Kantenlänge mit 6 m Länge können automatisch in die Kabine gefördert, geklemmt, positioniert, geschnitten und wieder ausgegeben werden. „Wir haben Schneidaufträge, wie zum Beispiel die Bearbeitung von Knochenprofilen, da brauchen wir jetzt 8 statt 35 Minuten“, sagt Samir Ramadan, der auch für die Bedienung des Schneidsystems zuständig ist.

Sealpac bearbeitet mit dem Laser ausschließlich Edelstahl, darunter sind Einzelstücke, aber auch Serien bis Losgröße 400. Flachmaterial wird im Standard bis 10 mm Blechstärke bearbeitet, Rohre und Profile mit einer Wandung von 2 bis 6 mm.

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