Die Alois Auer GmbH schaffte sich eine sechs Jahre alte Schneidanlage der Mastercut-Baureihe an. Auf einer Bearbeitungsfläche von 6.000 x 2.000 mm kann der Schlosser- und Stahlbaubetrieb unterschiedliche Materialien und Stärken präzise bearbeiten.
Foto: Alois Auer

Plasmaschneiden

Eigene Schneidmaschine löst Probleme im Stahlbaubetrieb

Mit einer gebrauchten Schneidmaschine von Microstep wurde dieser Schlosser- und Stahlbaubetrieb erheblich flexibler und schneller in der Fertigung.

Produktioneinschränkungen durch Lieferzeiten von bis zu vier Wochen für Plasma- und Laserteile, das war für einen wachsenden Schlosserei- und Stahlbaubetrieb ein nicht mehr tragbarer Zustand – und so entschied man sich bei der Alois Auer GmbH & Co. KG für den Kauf einer eigenen Schneidanlage. Unabhängiger vom Lohnschneider sowie flexibler und schlagkräftiger wollte Geschäftsführer Wolfgang Aue mit einem hausinternen Schneidsystem werden. Die Lösung kam dann als gebrauchte Plasmaschneidanlage von Microstep ins Haus – für Auer definitiv ein Gewinn: „Ich hätte die Anlage lieber fünf Jahre früher gehabt.“

Oberpfälzer Stahlbau für die Region

Produzierende Industrie, Baugewerbe, Öffentliche Hand und Privatkunden: die Branchen, die auf die Dienstleistungen der im oberpfälzischen Ebermannsdorf ansässigen Alois Auer GmbH & Co. KG zurückgreifen, sind vielfältig. Der Schlosserei- und Stahlbaubetrieb ist vorwiegend regional tätig im Raum Nürnberg, Bayreuth und Regensburg – für Kunden rund 100 Kilometer um den Firmensitz entfernt werden Stahlkonstruktionen, Treppen, Geländer, Balkone, Carports oder Aufzugschächte gefertigt. „Die Flexibilität ist unsere Stärke, wir können schnell reagieren. Von der Manpower her und unseren Technologien“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Auer.

Wachstum erfordert Investitionen

1967 wurde das Unternehmen von Alois Auer in der eigenen Garage gegründet, es wuchs seitdem stetig. Mit der Übergabe an Sohn Wolfgang 2005 wurde noch mehr in Modernisierung und Ausbau investiert. Heute kümmern sich mehr als 25 Mitarbeiter auf über 1.000 qm um Aufmaß, statische Berechnung, Konstruktion, Fertigung und Montage von Stahl sowie Verglasungs- und Spenglerarbeiten. Ein zusätzlicher Anbau wurde erst vor drei Jahren realisiert. Hier findet sich eine noch junge Technologie im Unternehmen: das Plasmaschneiden.

Foto: Alois Auer
Von der heimischen Garage in die eigene Halle: Die Firma Alois Auer ist inzwischen auf mehr als 25 Mitarbeiter angewachsen und fertigt auf über 1.000 m² Fläche.

"Second Hand"-Schneidanlage mit Plasma- und Brennschneidtechnologie

Denn seit September 2019 verrichtet im Anbau eine gebrauchte Plasmaschneidanlage der Firma Microstep ihre Arbeit. Die Gebrauchtmaschine war zuvor sechs Jahre im Einsatz für einen anderen Metallbaubetrieb.

„Die Maschine ist wirklich toll. Ich würde mich genauso wieder entscheiden. Es funktioniert einfach“, sagt Wolfgang Auer. Er investierte im vergangenen Jahr in ein Master-Cut-System zum Plasma- und Autogenschneiden. Vergessen war damit die Episode, als der Stahlbaubetrieb Monate zuvor von einem Lüftungsbauer eine andere Plasmaschneidmaschine für Dünnbleche gekauft hatte. Entgegen anders lautender Aussagen des Herstellers ließ sich die CNC-Maschine nicht für dickere Blechstärken aufrüsten. Ein großes Ärgernis und ein Grund für einen schnellen Wechsel.

„Die Schnittqualität ist für den Stahlbau perfekt"

Hier kam die Firma RST-Connect ins Spiel. RST-Connect ist spezialisiert auf Gebrauchtmaschinen für Metall- und Rohrbearbeitung, binnen 14 Tagen wurde eine Vor-Ort-Besichtigung der Master Cut vermittelt. „Die Maschine war zwar schon sechs Jahre alt, aber sehr gepflegt. Der Preis war auch in Ordnung“, blickt Wolfgang Auer zurück. Schnell waren Montage und Schulung durch Micro Step durchgeführt und die Maschine ging in die laufende Produktion. Zwei Tage die Woche ist sie im Durchschnitt in Betrieb, Stahlbleche (Baustahl ST 235) von 4 bis 30 mm werden in der Regel mit Plasmatechnologie geschnitten. Ab 40 mm setzt man auf Brennschneidtechnologie. „Die Schnittqualität ist für den Stahlbau perfekt. Ich bin begeistert. Ich kann die Maschine wärmstens weiterempfehlen“, so Wolfgang Auer.

Microstep-System löst Problem mit Wartezeiten

Mit der Investition in die gebrauchte CNC-Maschine hat er ein echtes Problem im Haus gelöst: Die Wartezeit auf zugekaufte Schneidteile vom Lohnschneider. Mit einem Berufskollegen hatte er sich bereits vor mehreren Jahren darüber ausgetauscht. Dieser schwärmte ihm von einer Schneidanlage im eigenen Haus vor, mit der er viel Zeit und Geld spare. „Ich habe dann selbst geschaut: Wir haben 60.000 bis 100.000 Euro jährlich für Laser- und Plasmateile ausgegeben. Die Summe war dabei nicht das Problem – aber die Lieferzeiten von ein bis vier Wochen waren nicht tragbar.“ Somit war für Auer klar: Wir brauchen eine Plasmaschneidmaschine, damit man flexibel und schlagkräftig ist.

Eigene Schneidanlage schafft Kapazitäten für Lohnaufträge

Und das ist nun gelungen. Aktuell läuft die Anlage ausschließlich für die eigene Produktion – Kapazitäten für Lohnschneidaufträge sind aber durchaus vorhanden und Anfragen gerne willkommen. Zu 40 % ist die CNC-Anlage ausgelastet, mit zwei Tagen Betrieb wöchentlich ist sie auch gerechnet. Beinahe 40 Tonnen Blech wurden bereits im ersten halben Jahr geschnitten. Eine Anschaffung, die der Firma ein enormes Plus an Flexibilität gebracht hat. Auch die Zusammenarbeit mit Microstep läuft für die Alois Auer GmbH & Co. KG gut. „Mit Microstep sind wir sehr zufrieden, da ist man gut aufgehoben.“

Foto: Walter GmbH

Trenntechnik

Hier lohnt die Schneidanlage zur 3D-Bearbeitung doppelt

Warum die neue Geschäftsführung der Walter GmbH in eine Master-Cut-Schneidanlage zur 3D-Bearbeitung von Flachmaterial, Rohren und Profilen investiert hat.

Foto: MicroStep

Trenntechnik

Plasmaschneiden im Stahlbaubetrieb

Seinen Wachstums- und Modernisierungskurs setzt der Stahlbauer T+CA Metallbau mit einer Plasmaschneidanlage Master Cut Eco von Microstep fort.

Foto: Microstep Europa GmbH

Laserschneiden

Über den Schiffsbau zur Laserschneidanlage gekommen

Um vom Lohnschneidsektor unabhängiger zu sein, investierte die Rytz AG in ein Faserlasersystem mit Laserrotator und Scanner zur Blech-, Rohr- und Profilbearbeitung.

Foto: Microstep

Plasmaschneiden

Plasmaschneidsystem plus Brennschneidtechnologie

Max Schmid Fahrzeugbau setzt zur Fertigung von LKW-Aufbauten auf ein Plasmaschneidsystem mit zusätzlicher Brennschneidtechnologie von Microstep.