Der LBR iiwa ist der erste in Serie gefertigte sensitive – und damit MRK-fähige – Roboter. Wie er beim Retten und Bergen verunglückter Personen helfen können, zeigt Kuka auf dem European Robotics Forum 2020 in Malaga.
Foto: Kuka

Robotik

Wie Roboter bei der Bergung von Menschen helfen können

Auf dem European Robotics Forum in Malaga stellt Kuka ein Forschungsprojekt für Search-and-Rescue-Einsätze vor. Die Hauptrolle spielt ein Leichtbauroboter.

In Kooperation mit der Universidad de Málaga hat Kuka ein Forschungsprojekt durchgeführt, das sich mit dem Thema Personenrettung und -bergung beschäftigt und dabei auf Roboter-Unterstützung setzt. Gezeigt wird die daraus enstandene Applikation vom 3. bis 5. März auf dem European Robotics Forum (ERF), dem einflussreichsten Treffen der europäischen Robotik-Community.

Kuka-Roboter als Helfer in der Not

  • Meist lassen sich Verschüttete nur aus der Ferne lokalisieren. Ohne Berührung sind Lebenszeichen jedoch nur schwer feststellbar. Das Forschungsprojekt der Universität beschäftigt sich mit Lösungsansätzen für dieses Problem.
  • In der Applikation greift ein Kuka Leichtbauroboter LBR iiwa nach dem Handgelenk eines Verschütteten – simuliert durch eine menschlichen Puppe. Mittels eines speziell trainierten neuronalen Netzes erkennt die Anwendung das Handgelenk auch in einem chaotischen Umfeld.
  • Mit der Kombination aus nachgiebigem Roboterarm und intelligenter Bildverarbeitung kann der Robotergreifer entweder direkt Vitalfunktionen wie Puls oder Blutdruck messen oder ein spezielles Armband am Handgelenk platzieren, über das mit dem Verschütteten Kontakt aufgenommen werden kann, um ihn für eine Bergung vorzubereiten.

Foto: Kuka
Als Leichtgewicht mit hochperformanter Regelung ist der LBR iiwa von Kuka nicht nur für Aufgaben in der Industrie geeignet - sondern auch für den Einsatz am Menschen.

Wenn sich mehr als 1.000 Robotik-Experten in Spanien treffen

Das 11. European Robotics Forum wird in diesem Jahr im Palacio de Ferias de Málaga ausgerichtet. In rund 50 Workshops tauschen sich führende Experten aus Industrie, Wirtschaft und Forschung sowie Vertreter der europäischen Politik rund um neue Technologien aus. Auf der begleitenden Ausstellung haben Unternehmen, Universitäten und Institute die Möglichkeit, einen Einblick in die aktuelle Forschung und Projekte zu geben. Initiiert wird die Veranstaltung vom europäischen Roboterverband euRobotics aisbl, in dem Kuka eine führende Rolle einnimmt.

Zudem werden beim ERF renommierte Preise, unter anderem der euRobotics Entrepreneurship Award für das vielversprechendste Robotik-Start-up, der euRobotics Techtransfer Award für das beste Ergebnis einer Kooperation von Forschung und Industrie und der euRobotics George Giralt PhD Award für beste europäische Dissertation verliehen. Unabhängige Jurys mit Vertretern aus Forschung und Wirtschaft wählen die Finalisten aus einer Vielzahl an Bewerbungen aus.