Fügeteile aus Edelstahl. Edelstähle lassen sich in der Regel nur mit mäßigen Festigkeiten und Beständigkeiten kleben.
Foto: Innovent e.V.

Fügen + Verbinden

Gelingen hochbeständige Klebverbunde mit Edelstahl?

Beim Innovent e.V. startet das Anwenderprojekt "Hochbeständiges Kleben von Edelstählen – Vorbehandlung und klebtechnische Verbindung korrosionsträger Stähle".

In INNovativen Anwender-Projekten (INNAP) bündelt die gemeinnützige Forschungseinrichtung Innovent e.V. Entwicklungsarbeiten zu neuartigen Themen und Technologien der Oberflächenbehandlung, Verbundproblematik oder Beschichtungstechnik für interessierte Unternehmen. Gemeinsam mit den teilnehmenden Firmen stimmt Innovent die jeweiligen Projektarbeitspläne ab und bezieht dabei firmenrelevante Fragestellungen mit ein. Innovent übernimmt die komplette Projektabwicklung, versuchstechnische Durchführung und Dokumentation. Teilnehmende Firmen erhalten hierdurch zügig, unkompliziert und exklusiv Zugang zu innovativen Technologien, wissenschaftlich-technischem Know-how und neuen methodischen Ansätzen.

Hintergrund: Verkleben von Edelstahl

Edelstähle finden aufgrund ihrer vorteilhaften Eigenschaften vielfältigen Einsatz in der Technik. Zur Verbindung mit anderen Materialien – wie beispielsweise in der Sensor- oder Medizintechnik – ist oder wäre eine Verklebung oft die Methode der Wahl. Aufgrund ihrer partiell inerten Eigenschaften lassen sich allerdings Edelstähle „normalerweise“ nur mit mäßigen Festigkeiten und Beständigkeiten kleben. Erfahrungen haben gezeigt, dass sich Verbundfestigkeiten und insbesondere auch die Beständigkeit gegenüber Medienbelastung durch Silikatisierungen in Verbindung mit Haftsilanen deutlich verbessern lassen. Klebstoff und Prozessparameter haben ebenfalls entscheidenden Einfluss auf die Verbundeigenschaften.

Der Startschuss für das Projekt steht kurz bevor

In Kürze startet das Projekt zum Thema "Hochbeständiges Kleben von Edelstählen – Vorbehandlung und klebtechnische Verbindung korrosionsträger Stähle". Das Projekt richtet sich an Unternehmen, die Klebverbunde mit korrosionsträgen Stählen („Edelstähle“) herstellen wollen, welche gegenüber hohen thermischen und Feuchte-Belastungen beständig sind. Ziel ist das Schaffen einer breiten Datenbasis durch Versuchsreihen zur Vorbehandlung und Klebung von korrosionsträgen Stählen an verschiedenen Materialien mit unterschiedlichen Methoden und Parameterkombinationen.

Im Rahmen des Projektes unterstützt Innovent interessierte Firmen mit dem vorhandenen Know-how einschließlich der Anlagen- und Gerätetechnik (Gasphasen-, Flammen-, elektrochemische und Laser- Silikatisierung) bei Untersuchungen zum robusten Kleben von Edelstählen. Die Startveranstaltung zum Projekt findet am 20. Februar 2019 statt.
Weitere Details zur Teilnahme, Anmeldung und Projektgestaltung finden Sie unter https://www.Innovent-jena.de/innap/.

Über Innovent

Die Industrieforschungseinrichtung Innovent e.V. analysiert, forscht und entwickelt seit fast 25 Jahren auf den Gebieten Oberflächentechnik, Verbunde, magnetische und optische Systeme sowie Biomaterialen. Das Jenaer Institut beschäftigt etwa 130 Mitarbeiter, leitet verschiedene Netzwerke und führt bundesweit Fachtagungen durch. Innovent ist Gründungsmitglied der Deutschen Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse.

Profile

Präzise Rollformtechnik für Teleskopauszüge

Schock Metall hat die Rollformtechnik als Kernkompetenz weiterentwickelt. Erfolgreiche Anwendungen der „Schock Rollformtechnik“ sind die patentierte Air-Motion- und Clean Slide-Kugelführung.

Werkstoffe

Tube 2018: Stappert präsentiert sich mit Gruppenstand

Verstärkte Präsenz des Rohrbereichs und die Digitalisierung stehen beim Edelstahlhändler Stappert auf der Tube 2018 im Vordergrund.

Lager

Vernetzte Zukunft mit Lager

Ein automatisches Stopa Compact II Blechlager bildet bei Binder, Spezialist für Simulationsschränke, die Basis für eine automatisierte Blechfertigung.

Werkstoffe

Duplex: nachhaltige Stahllösungen

Outokumpu, der weltweit größte Hersteller von Duplex-Edelstählen, ist ein wichtiger Anbieter auf dem Weltmarkt. Das Unternehmen hat bereits im Jahr 1931 handelsüblichen Duplexstahl hergestellt hat.