Nicola Leibinger-Kammueller, Vorsitzende der Trumpf-Gruppengeschäftsführung
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Trumpf: Umsatz steigt auf 3,1 Mrd. Euro

Trumpf Gruppe legt Bilanz für das Geschäftsjahr 2016/17 vor: Umsatz wächst auf 3,1 Mrd. Euro. Die Investitionen steigen deutlich .

Die Trumpf Gruppe verbucht zum Abschluss des Geschäftsjahrs 2016/17 am 30. Juni 2017 eine Steigerung des Ergebnis vor Steuern gegenüber dem Vorjahr auf 337,2 Mio. Euro (nach 303,1 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2015/16). Das gibt die Trumpf Gruppe in einer Pressemitteilung bekannt. Dies entspricht einer Steigerung von 11,3 %. Die Umsatzrendite betrug wie im Vorjahr 10,8 %.

Der Umsatz stieg um 10,8 % und damit erstmals in der Firmengeschichte auf über 3 Mrd. Euro (3,1 Mrd. Euro, im Geschäftsjahr 2015/16: 2,8 Mrd. Euro). Der Auftragseingang legte auf 3,4 Mrd. Euro zu (Geschäftsjahr 2015/16: 2,8 Mrd. Euro). Das entspricht einem Plus von 21,0 %.

Nach Deutschland (622 Mio. Euro Umsatz) waren die USA (421 Mio. Euro Umsatz) erneut der zweitstärkste Einzelmarkt für Trumpf, gefolgt von China (404 Mio. Euro). Positiv entwickelten sich die Geschäfte auch in Südkorea. Hier stieg der Umsatz um 58 % auf 211 Mio. Euro. Südkorea war im abgelaufenen Geschäftsjahr damit der viertgrößte Einzelmarkt für Trumpf weltweit. Positiv entwickelten sich die Märkte in Westeuropa. Vor allem Italien (+28 % gegenüber Vorjahr) und die Niederlande (+55 %) erzielten hohe Einzelumsätze.

Mitarbeiterzahl gewachsen

Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gruppenweit wuchs auf 11.883. Davon waren 6.023 in Deutschland beschäftigt (3.457 am Stammsitz in Ditzingen/Gerlingen), was einem Plus von 7 % gegenüber Vorjahr entspricht. Die Zahl der Auszubildenden in Deutschland betrug zum Geschäftsjahresende 297, weltweit waren es 427. Mittlerweile hat Trumpf die Schwelle von 12.000 Mitarbeitern überschritten. – Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 318,3 Mio. Euro. Dies entspricht einer Steigerung um 7,5 % gegenüber Vorjahr. Die FuE-Quote von Trumpf betrug 10,2 %.

Gute Weltkonjunktur als Grund für Umsatzplus

Als Gründe für das Umsatzplus der Gruppe nannte das Unternehmen eine starke Weltkonjunktur. Trumpf Chefin Nicola Leibinger-Kammüller sagte, dass die politischen Entwicklungen weltweit bislang kaum Auswirkungen auf das Geschäft in Europa, Asien und Amerika zeigten. „Die gegenwärtige Stärke der Weltkonjunktur verdeckt die investitionsfeindlichen Signale durch die Ankündigung protektionistischer Maßnahmen, die Informationsgesetzgebung in China oder die britischen Austrittsverhandlungen aus der EU. Mittelfristig gehen wir aber von einer Beeinträchtigung des Investitionsklimas aus.“

Digitalgeschäft ausgebaut

Trumpf habe das abgelaufene Geschäftsjahr umso entschlossener genutzt, die Entwicklung des Digitalgeschäfts sowie die bauliche Erweiterung von Standorten voranzutreiben. So stiegen die Investitionen auf 200,4 Mio. Euro (+ 45,6 % gegenüber Vorjahr), davon die Hälfte in Gebäude. Als Beispiele nannte Trumpf neben der Fertigstellung des Produktionsgebäudes in Neukirch/Sachsen das neue Logistikzentrum am Stammsitz in Ditzingen mit einer Bausumme von rund 40 Mio. Euro, das am Abend des 19. Oktober 2017 in Beisein von Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) eingeweiht wird.

Demonstrationsfabrik in Chicago

Bereits im September hatte Trumpf über die Eröffnung einer Industrie 4.0-Demonstrationsfabrik in Chicago berichtet. Die Investitionen in Gebäude und technische Ausstattung dort betrugen 26 Mio. Euro. Auch der neue Geschäftsbericht setzt ein Zeichen in Richtung USA und zeigt auf dem Cover eine Ikone des amerikanischen Sports: den Baseball-Spieler Sandy Koufax. Ihm waren in seiner Karriere vier sogenannte „No Hitter“ gelungen.

Für das laufende Geschäftsjahr geht Trumpf trotz der unsicheren geopolitischen Rahmenbedingungen von einer erneuten Steigerung bei Auftragseingang und Umsatz aus. „Das erste Quartal ist vielversprechend angelaufen“, sagte Leibinger-Kammüller. „Wir sind deshalb optimistisch, in diesem Jahr ein Umsatzwachstum im höheren einstelligen Prozentbereich erzielen zu können.“

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