Die drei Geschäftsführer Felix Stork (links), Hans-Bernd Stork (Mitte) und Dr. Philip Stork neben dem Herzstück der Roboter-Lackieranlage, einem Fanuc P-250iB-15.

Oberflächentechnik

Beschichten wie im Automobilbau

Stork Oberflächentechnik nimmt als erster Lohnbeschichter eine vollautomatische Roboter-Lackieranlage in Betrieb und erweitert das Firmengelände.

„Durch die Inbetriebnahme der neuen vollautomatischen Roboterlackierstraße haben wir ein echtes Alleinstellungsmerkmal im Bereich der Lohnbeschichtung“, so Dr. Philip Stork, der zusammen mit seinem Bruder Felix Stork und seinem Vater Hans-Bernd Stork die Geschäfte des Dortmunder Familienunternehmens leitet.
Die Anlage, deren Herz ein Hightech-Lackierroboter vom Typ Fanuc P-250iB-15 ist, erreicht kurze Durchlaufzeiten, reproduzierbare Qualität sowie Bearbeitungskosten, die unter denen der manuellen Beschichtung liegen.

Sechseinhalb-Zonen-Untergrundvorbehandlungsanlage

Hauptgarant für Qualität und Prozesssicherheit ist eine Sechseinhalb-Zonen-Untergrundvorbehandlungsanlage. Das von der Firma Henkel dafür entwickelte „Nano“-Verfahren sorgt für die optimale Lackiervorbereitung. Hintereinander geschaltete Abluft- und Trocknersektionen ermöglichen eine Durchlaufzeit von rund 90 min.

Die neu errichtete Halle, in der sich die Roboterlackierstraße befindet, ist rund 1.000 m² groß und auf neuestem technischen Stand. In der Roboterlackierstraße können bis zu 100 kg schwere Bauteile mit Maximalgrößen von 1.500 mm x 1.000 mm x 1.000 mm bearbeitet werden. Bei voller Auslastung der Anlage beschichtet der Hightech-Roboter bis zu 1.000.000 Aufhängungen pro Jahr.

Umfassendes Service-Angebot

„Bei Planung und Bau der rund drei Millionen Euro teuren Anlage haben wir uns konsequent an den Bedürfnissen unserer Kunden ausgerichtet. Ihnen wollen wir mit der Anlage nicht nur ein besseres Lackierergebnis, sondern auch einen besseren Prozess rund um die Lackierung bieten“, so Stork.
Ziel ist es, durch einen konstant kontrollierten Bearbeitungsprozess gleichbleibende Qualität zu gewährleisten, wodurch Logistik und Qualitätssicherungskosten beim Kunden reduziert werden – und damit letztendlich Prozesskosten. Abholung und Anlieferung kann durch den firmeneigenen Fuhrpark abgewickelt werden. „Vom Kleinteile- bis zum Schwertransport decken wir alles ab“, erläutert der Geschäftsführer.

Keine Mengenbeschränkungen – Umweltschutz im Fokus

Dank der 2,2 Millionen Euro teuren Abluftreinigungsanlage, die das Unternehmen bereits im Sommer 2009 in Betrieb nahm, müssen keine Mengenbeschränkungen beachtet werden. Und das gilt nicht nur für die neue Anlage, die in einem separaten Hallenneubau untergebracht ist. Denn zusätzlich sind alle weiteren Kabinen und Lackierstände des Mittelständlers an die hochmoderne Molekularsieb-Duplex-Anlage angeschlossen. Diese saugt beim Beschichten anfallende flüchtige organische Verbindungen an und verbrennt sie rückstandsfrei. Während des gesamten Prozesses werden so die Anforderungen der Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) bezüglich flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) eingehalten und teilweise sogar übererfüllt. „Damit beweisen wir, dass sich Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit nicht ausschließen, sondern Hand in Hand gehen können“, so Stork.

Investition in den Standort Dortmund

Zusätzlich hat die Hans Stork Betriebsgesellschaft ihr Firmengelände vergrößert. Ganze 17.000 m² sind im Westen hinzugekommen. Verkehrstechnisch optimal gelegen, umfasst das Betriebsgelände nun rund 70.000 m². „Mit der Investition in das Grundstück wollen wir uns auch weiterhin die Möglichkeiten offen halten, zu wachsen. Denn dank der sehr guten Auftragslage stoßen wir mittlerweile bereits an unsere Grenzen“, erläutert Stork und ergänzt: „Das Grundstück bietet uns sowohl die Möglichkeiten, es für die Produktion zu nutzen, wie auch unsere Lagerkapazität zu erhöhen. Ein Teil der neuen Hallen haben wir an ein Stahlbauunternehmen vermietet, welches Leistungen für unsere Kunden übernehmen kann. Aus diesen Synergien können wir zusätzlichen Kundennutzen generieren.“

Über Stork Oberflächentechnik

Die Hans Stork Betriebsgesellschaft mbH bietet an Ihrem Sitz in der Dortmunder Körnebachstraße Dienstleistungen rund um das Lackieren und das Beschichten sowie den Korrosionsschutz und das Bestrahlen von Stahl und Edelstählen an. Gegründet wurde der Betrieb im Jahr 1927 und hat sich seither zu einem Spezialisten in seinem Bereich entwickelt. Seine rund 110 Mitarbeiter sind unter anderem für Kunden aus der Getränke- sowie der internationalen Bergbauindustrie tätig. Außerdem verlassen sich die weltweit führenden Bagger-, Baumaschinen- und Kranhersteller auf die Expertise des Unternehmens. Jeweils als erster Lohnbeschichter nahm das Unternehmen 2009 eine hochmoderne Abluftreinigungsanlage sowie 2018 eine vollautomatische in Betrieb. Damit ist es dem Team um die Geschäftsführer Hans-Bernd Stork und seinen Söhnen Dr. Philip Stork und Felix Stork möglich, ihren Kunden Beschichtungen auf Automotive-Niveau anzubieten.

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