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Maschinenbau-Konzern Bader zukunftsträchtig verkauft

Am 14. Juli 2020 hat Insolvenzverwalter Professor Dr. Martin Hörmann die Maschinenbau-Gruppe Bader mittels übertragender Sanierung verkauft.

Nachem die Bader-Grupppe Mitte Juli verkauft wurde, soll vorbehaltlich formaler Beschlüsse von Gremien der Vollzug der Übertragung des Maschinenbauers zu Beginn des Monats September erfolgen. Erwerber des in den Bereichen Metallverarbeitung, Schaltschränken, Maschinenverkleidungen und Behälterbau tätigen Konzerns ist ein kleiner Kreis von deutschen Unternehmern, die sich zum Erwerb mittelständischer Unternehmen zusammengeschlossen haben (Family Equity).

Positive Zukunftsaussichten nach dem Verkauf

Mit der Übernahme durch diesen markterfahrenen Gesellschafterkreis und dem von ihm vorgelegten Gesamtkonzept erscheint die Zukunft der Unternehmensgruppe als gesichert. Über den Kaufpreis haben die Beteiligten Stillschweigen vereinbart.
„Mit dem frühzeitig aufgesetzten Investorenprozess“, so Insolvenzverwalter und Rechtsanwalt Hörmann, „konnten wir unter der stattlichen Zahl von Interessenten den für die Sicherung des Unternehmens und der Arbeitsplätze optimalsten Käufer bestimmen.“

  • Hörmann und sein Team von der renommierten Kanzlei anchor Rechtsanwälte überwachten nach Antragstellung im Dezember vergangenen Jahres zunächst in der Funktion des vorläufigen Sachwalters die Betriebsfortführung während des vorläufigen Verfahrens in Eigenverwaltung. Der bereits begonnene Restrukturierungsprozess wurde dabei forciert und Verhandlungen mit potenziellen Investoren wurden aufgenommen.
  • Das ursprünglich als Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldete Verfahren war mit Beschluss des Amtsgerichts Neu-Ulm in ein Regelverfahren umgewandelt worden, nachdem die Geschäftsführung zuvor die Anträge auf Anordnung der Eigenverwaltung zurücknahm. Der damalige vorläufige Sachwalter Hörmann wurde dann mit Eröffnung des Verfahrens am 01.03.2020 zum Insolvenzverwalter bestellt.

Schwierige Zeiten für den Maschinenbau

Aufgrund der schwierigen Lage der globalen Wirtschaft und insbesondere der metallverarbeitenden Industrie war Bader in 2019 weit hinter den Umsatzerwartungen zurückgeblieben. Die Situation verschärfte sich während des eröffneten Verfahrens zudem massiv durch die weltweite Corona-Pandemie. Doch selbst in den dramatischen Corona-Monaten gelang es Hörmann, seinem Team und dem Bader-Management, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren, fortzuführen und Restrukturierungserfolge zu erzielen. Im Zuge der Sanierung mussten europaweit rund 300 Arbeitsplätze abgebaut werden. Diese unausweichliche, auch durch Corona und die daraus folgenden Umsatzeinbußen verursachte Maßnahme erfolgte sozialverträglich mit Interessensausgleich, der gemeinsam mit der IG Metall und den Betriebsräten erzielt werden konnte.

Fast alle Mitarbeiter behalten ihren Arbeitsplatz

Hörmann ist sich sicher, dass die neue Bader-Gruppe ein erhebliches Zukunftspotential hat, da sie mit ihrer Produkt-Vielfalt und ihrer Fertigungskompetenz über einen guten Ruf im Markt verfügt. Der Investor übernimmt einen „bereinigten Konzern“ mit drei operativ tätigen Gesellschaften in Deutschland und zwei Standorten in Ungarn und Rumänien. Diese Gruppe zählt jetzt rund 700 Beschäftigte, die fast vollständig übernommen werden.

Über die Bader-Gruppe

Die Bader-Gruppe mit Stammsitz in Senden bei Neu-Ulm bietet innovative Produktlösungen aus Blech, Stahl & Edelstahl, darunter Maschinenverkleidungen, Kompaktkabinen, Sondertanks, Schaltschränke, Bedienpulte und Klemmenkästen sowie Sondergehäuse und Speziallösungen von der Entwicklung bis zur Installation. Die Kunden der Gruppe kommen aus mehr als zwölf Branchen: von der Werkzeugmaschinen-Industrie über die Medizintechnik und der Lebensmittelindustrie bis hin zur medialen Informationstechnik. Der Schwerpunkt liegt im Bereich Maschinenbau.

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