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Nachhaltiges Konzept für die Zukunft: Auf der Blechexpo in Stuttgart hatte Arcelor Mittal neben einer vielseitigen grünen Produktpalette und verschiedenen Zertifizierungsmaßnahmen auch die Kernbestandteile seiner Transformationsstrategie vorgestellt.
Foto: Didier Bridoux
Nachhaltiges Konzept für die Zukunft: Auf der Blechexpo in Stuttgart hatte Arcelor Mittal neben einer vielseitigen grünen Produktpalette und verschiedenen Zertifizierungsmaßnahmen auch die Kernbestandteile seiner Transformationsstrategie vorgestellt.

Stahl

Zertifizierter grüner Stahl und nachhaltige Produkte

Nachhaltige Produkte gehören bei diesem „grünen Pionier“ selbstredend ins Portfolio. Doch wie steht es um Themen wie Transparenz und Zertifizierungen? 

Nachhaltig zertifizierte Produktionsverfahren und grüne Produkte stehen bei Arcelor Mittal hoch im Kurs. Der Stahlhersteller hat sich dazu verpflichtet, bis 2030 europaweit 35 % der CO2-Emissionen einzusparen – bis 2050 soll konzernweit CO2-neutral produziert werden. Aufgrund dieser Verpflichtung und den kontinuierlichen Maßnahmen, die dafür umgesetzt werden, gehört Arcelor Mittal zu den Pionieren auf dem Gebiet der grünen Stahlherstellung. „Stahl spielt aufgrund seiner hohen Lebensdauer und der schier unendlichen Recyclingfähigkeit eine tragende Rolle für die Nachhaltigkeit der Industrie“, erklärt Jochen Grünewald, Commercial Head Flat Products Germany/Austria/Switzerland bei Arcelor Mittal Europe. „Durch unsere Dachmarke X-Carb, unsere deutschlandweite Transformationsstrategie Steel 4 Future und die Einführung nachhaltiger Zertifizierungen wie Responsible Steel können wir unseren Kunden schon jetzt erste Angebote von grünem Stahl aus nachweislich verantwortungsvoller Herstellungsweise anbieten – und die verfügbare Menge in den kommenden Jahren weiter steigern.

Transparenz beim Thema Nachhaltigkeit

Dabei spielt Transparenz eine große Rolle für uns: Durch die einheitliche Kommunikation ist für Kunden, Endverbraucher, politische Stakeholder und die breite Öffentlichkeit klar ersichtlich, welche Produkte, Initiativen und Projekte uns auf dem Weg zu klimaneutraler Stahlherstellung unterstützen. Arcelor Mittal hat hierfür, auch dank der bereits seit Jahren intensiv geführten Kundengespräche, sehr früh die Weichen gestellt.

X-Carb als Dachmarke aller Initiativen für klimaneutrale Lösungen ergänzt den umfangreichen Produktkatalog innovativer Stähle wie zum Beispiel Magnelis und Jetskin, die dank neuer Metallbeschichtungen hohe Korrosionsbeständigkeit liefern. Magnelis ist besonders geeignet für maritime Umgebungen und den Einsatz im industriellen Bereich. Jetskin ist eine Beschichtung, die durch Dampfstrahlabscheidung (JVD - Jet Vapour Deposition) auf das Stahlband aufgebracht wird. Sie bietet ebenfalls hervorragenden Korrosionsschutz, besonders für Anwendungen im Innenraum.

Stahlservice mit Fokus auf Vernetzung und „Green Steel“

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Nachweisbare Fortschritte auf dem Weg zu grünem Stahl

Unter der Dachmarke X-Carb werden konzernweit alle Produkte, Stahlherstellungsaktivitäten, Initiativen und grüne Innovationsprojekte zusammengefasst, die zur Reduzierung der CO2-Emissionen beitragen. Dabei vereint die Marke X-Carb drei Initiativen:

  1. X-Carb-Innovationsfonds: Der X-Carb-Innovationsfonds von Arcelor Mittal investiert in Unternehmen, die bahnbrechende Technologien für den Übergang der Stahlindustrie zur kohlenstoffneutralen Stahlerzeugung entwickeln.
  2. X-Carb-Zertifikate für grünen Stahl: Die branchenweit ersten grünen Stahlzertifikate ermöglichen es den Kunden, eine gleichwertige Reduzierung ihrer Scope-3-Emissionen gemäß dem Greenhouse Gas Protocol auszuweisen.
  3. X-Carb – recycelt und erneuerbar: X-Carb recycelter und erneuerbar hergestellter Stahl wird aus recyceltem Stahl unter Verwendung von 100 % erneuerbarem Strom in einem Elektrolichtbogenofen hergestellt.

Steel 4 Future – Transformation für Deutschland

Unter dem Namen Steel 4 Future vereint Arcelor Mittal Germany zukunftsweisende Strategien auf dem Weg zu grünem Stahl. Die „4“ im Namen ist bewusst gewählt: Neben der Abkürzung des englischen Wortes „for“ (Steel for Future – Stahl für die Zukunft) steht sie für die vier deutschen Arcelor Mittal-Werke an den Standorten Bremen (inklusive Kokerei Bottrop), Eisenhüttenstadt, Duisburg und Hamburg, die besonders im Fokus der Klimastrategie von Arcelor Mittal Germany liegen. Die Projekte zur Transformation der Flach- und Langstahlwerke für klimaneutrale Produktion werden entscheidend dazu beitragen, die Klimaziele des Konzerns und der Europäischen Union zu erreichen.

Responsible Steel– Zertifizierte Gewissheit 

Nach umfassenden Audits und einer detaillierten Prüfung durch einen unabhängigen Ausschuss, wurden Arcelor Mittal-Standorte mit den weltweit ersten Responsible Steel-Zertifizierungen ausgezeichnet – in Deutschland haben die Werke Bremen und Eisenhüttenstadt die Auszeichnung erhalten. Durch diese unabhängige Zertifizierung haben Kunden, Endverbraucher und andere Stakeholder die Gewissheit, dass die Standorte die Erwartungen an Kohlenstoffreduktionsziele, sowie an Umwelt- und Sozialstandards in jeder Phase der Produktion erfüllen

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