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Christian Vietmeyer, Hauptgeschäftsführer des WSM, will die dramatische Erhöhung der Netzentgelte stoppen.
Foto: Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM)
Christian Vietmeyer, Hauptgeschäftsführer des WSM, will die dramatische Erhöhung der Netzentgelte stoppen.

Märkte

WSM kritisiert Verdopplung der Stromnetzentgelte

Die Erhöhung der Kosten für alle Stromverbraucher stößt auf Widerstand: Der WSM verlangt mehr Transparenz von Seiten der Politik und fordert einen Kostendeckel.

Die Übertragungsnetzbetreiber planen eine Verdopplung der Netzentgelte von 3,12 auf 6,43 ct/kWh für 2024, was den Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) zu Kritik und Forderungen bewegt. Die geplante Erhöhung der Netzentgelte wird mit dem Wegfall des Bundeszuschusses begründet. Die Verantwortung dafür soll auf die Verbraucher übertragen werden. Der WSM fordert eine klare Begründung von Bundesminister Robert Habeck für diese Entscheidung. „Warum führt der Wegfall von 5,5 Milliarden Euro bei rund 30 Milliarden Euro Gesamtvolumen zur Verdopplung der Netzentgelte? Das ist nicht nachvollziehbar“, kritisiert WSM-Hauptgeschäftsführer Christian Vietmeyer.

Zweifel an der Wirksamkeit der Mittelverwendungen

Der bisherige Bundeszuschuss zu den Stromnetzentgelten kam aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfond. Damit ist jetzt Schluss. Holger Ade vom WSM bezweifelt die Effizienz der Ressourcenverwendung im System der Netzentgelte: „Es drängt sich der Verdacht auf, dass die Verantwortlichen die Mittel im System Stromnetzentgelte – trotz Anreizregulierung und Kontrolle durch die Bundesnetzagentur – nicht effizient einsetzen. Das kann Deutschland sich nicht leisten, wenn wir die Energiewende stemmen und wettbewerbsfähig bleiben wollen.“

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Holger Ade, Leiter Industrie- und Energiepolitik bei WSM, zweifelt die Effizienz des Mitteleinsatzes im System Stromnetzentgelte an.
Foto: Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM)
Holger Ade, Leiter Industrie- und Energiepolitik bei WSM, zweifelt die Effizienz des Mitteleinsatzes im System Stromnetzentgelte an.

Aufruf zur Kostendeckelung und zu Pain-Sharing

Der WSM fordert politische Interventionen und eine sorgfältige Prüfung der geplanten Erhöhung durch die Bundesnetzagentur. Er plädiert für ein System, das sowohl eine Kostenobergrenze vorsieht als auch ein Pain-Sharing-Modell implementiert, das auch die Energiewirtschaft in die Pflicht nimmt. Ein Anstieg der Stromnetzentgelte hätte für die mittelständische Industrie schwerwiegende Folgen.

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