Ist das transportierte Gut in Einschubtiefe in Position, richten sich die Aufnahmen nach oben. Ist dies aufgrund von Rädern oder anderen Anbauten nicht möglich, bleiben die Aufnahmen zurückgeschwenkt. Das System arbeitet dabei rein mechanisch...
Foto: CSP Cut Systems Pfronstetten GmbH

Logistik

Wie reibungslose Produktion dank Logistik gelingt

Mit der ergonomisch verbesserten Bodenrollenaufnahme von CSP wird die Effizienz von Routenzügen deutlich gesteigert.

Schwankungen im Bestellverhalten von Kunden sowie immer komplexere Arbeitsabläufe innerhalb der Fertigung machen in den Unternehmen ein flexibles und störungsfreies Transportsystem notwendig. Häufig eingesetzte Hilfsmittel wie Hubwagen oder Stapler sind jedoch gerade bei hohen Stückzahlen eher ungeeignet. Außerdem sind sie in ihrem Ladevolumen beschränkt, sodass spontane Zuladungen nicht möglich sind. Deshalb nutzen immer mehr Unternehmen Routenzüge, die bedarfsweise mehr Güter pro Transport bewegen können. Kommen dabei Bodenroller zum Einsatz, verkanten diese beim Einschub in den Anhänger oftmals, weil sich Störkonturen in der Kammer befinden oder eine zu enge Führlinie ein nachträgliches Positionieren beim Einschub erfordert.

CSP entwickelt neue Aufnahmemethode

Deshalb hat die CSP Cut Systems Pfronstetten GmbH eine Aufnahmemethode entwickelt, bei der der Kleinladungsträger in die Kammer gebracht werden kann, ohne dass auf die genaue Position geachtet werden muss. Die Routenzuganhänger können auf diese Weise mit Einzel-KLT- oder Regalbodenrollern bestückt werden und sind auf Wunsch des Kunden auch an die jeweils erforderlichen innerbetrieblichen Anforderungen anpassbar.

Reibungslose Produktion dank Logistik

„Der Grundstein für reibungslose Abläufe in Produktionsbetrieben wird in der Logistik gelegt“, betont Harald Späth, Geschäftsführer der CSP Cut Systems Pfronstetten GmbH: „Wird benötigtes Material schnell und zuverlässig an die jeweilige Stufe in der Prozesskette geliefert, können der Zeitaufwand und damit Kosten effektiv gesenkt werden.“ Kommt es aber zu Störungen im Betriebsablauf, beispielsweise weil der Gabelstapler aufgrund seiner Größe nicht in einen engeren Bereich des Lagers fahren kann und die Ware erst mit einem Hubwagen oder per Hand freigemacht werden muss, geht wertvolle Zeit verloren. Zudem sind Hubwagen und Stapler in ihrem Lastvolumen begrenzt. Spontane Zuladungen sind meist nicht möglich – das Umsetzen hoher Stückzahlen dauert so sehr lange. Um dennoch eine große Gütermenge zügig versetzen zu können, sind in vielen Unternehmen Routenzüge im Gebrauch, mit deren Hilfe die Waren von A nach B transportiert werden. In diesem Fall lässt sich einfach ein weiterer KLT hinzufügen beziehungsweise ein weiterer Anhänger ankoppeln.

Zeitersparnis durch optimierte Routenzugbeladung

Zum Einsatz kommen hierbei oft Kleinladungsträger, welche mit Hilfe eines Bodenrollers in die einzelnen Zugkammern geschoben werden. Oftmals ist aber etwas Kraftaufwand nötig, um diese in die passende Führung zu bringen, damit sie nicht verrutschen. Bei den bisherigen Systemen muss der Bodenroller genau positioniert werden, damit er stabil in der Führung sitzt. Kommt es zum ungenauen Positionieren, ist ein mühsames Nachjustieren per Hand nötig, um die korrekte Aufnahme in die Kammer zu gewährleisten. Das sorgfältige Einfahren kostet also weitere Zeit und sorgt schlimmstenfalls dafür, dass der Zug auf seiner geplanten Route Verspätung hat und die gesamte Logistik gestört wird. Um dies zu vermeiden, hat CSP die Bodenrolleraufnahme seines KLT-Zuges angepasst und nach Gesichtspunkten der Zeitersparnis und Beladeeffizienz optimiert.

Komplettes Zurückschwenken der Aufnahmen möglich

Das neue Verfahren ermöglicht hingegen ein komplettes Zurückschwenken der Aufnahmen, welche auf der gesamten Kammerlänge links und rechts der Einfuhröffnung angebracht sind. Der Bodenroller kann ohne Kraftaufwand in die Kammer gefahren werden. Da die Aufnahmen der KLT-Bodenroller zurückgeschwenkt sind, müssen beim Einfahren keine Widerstände überwunden werden. „Ist das transportierte Gut in Einschubtiefe in Position, werden beim Anheben der KLT-Bodenroller die Aufnahmen mittels Schwerkraft in deren Richtung bewegt. Erfolgt dies widerstandslos, werden sie beim weiteren Anheben arretiert“, erklärt Späth das neue Verfahren. Ist dies aufgrund von Störkonturen wie Rädern oder anderer Anbauten nicht möglich, bleiben die Aufnahmen an den entsprechenden Stellen zurückgeklappt, während an der Unterseite am KLT Bodenroller an den freien Positionen die Aufnahmen einschwenken und dem Wagen genügend Halt bieten und ihn anheben. Das System arbeitet dabei rein mechanisch – eine Einflussnahme durch den Bediener ist nicht notwendig. Beim Herausholen werden die Aufnahmen wieder abgesenkt, sodass der KLT ohne weiteren Krafteinsatz oder Losbrechmoment herausgezogen werden kann. Ein ungewolltes Davonfahren wird durch den Rollwiderstand der Räder verhindert.

Kompakte Maße für größere Flexibilität

Dank der sehr schmalen Bauweise der Bodenroller kann der Routenzug je nach Modell zudem mit einer Länge von unter 3 m inklusive Deichsel und Anhängerkupplung sehr kurz gehalten werden, wodurch ein Einsatz auch in engeren Lagerbereichen möglich wird. Zudem ist er beidseitig zugänglich, was das Be- und Entladen beschleunigt. Bis zu fünf Wägen gleichzeitig lassen sich an die Zugmaschine koppeln, sodass das Transportaufkommen verglichen mit dem Einsatz eines herkömmlichen Gabelstaplers erheblich sinkt. Durch die neue Technik erfolgt die Beladung sehr zügig und der Routenzug kann noch schneller und sicherer die geplanten Wege zurücklegen, sodass eine gesteigerte Transportrate erreicht wird.

Sonderlösungen für unterschiedliche Einsatzvarianten

CSP bietet zudem Sonderlösungen an, sodass das jeweilige Zugsystem für den Einsatz unterschiedlicher Bodenrollertypen angepasst und auf die innerbetrieblichen Anforderungen abgestimmt werden kann. „Die Routenzuganhänger lassen sich in allen Betrieben mit einem hohen Warenverkehr einsetzen – unabhängig davon, zu welcher Branche das Unternehmen gehört, etwa in der Pharmasparte, der Medizintechnik, der Lebensmittelbranche oder im Automobilsektor“, erklärt Späth abschließend.

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