Das Kunstwerk "you are free" ziert das Universitätsgelände in Bayreuth. Schöpfer ist der Künstler Robert Kessler.
Foto: Robert Kessler, social kinetic art

Trenntechnik

Wenn aus einem präzise gefertigten Boden Kunst wird

Die Firma Slawinski bereitete aufwendig einen hochpolierten Boden vor, der zu einem Kunstwerk wurde. Auch Technologie von Microstep war daran beteiligt.

Wenn aus präziser Metallarbeit Kunst wird: Die europaweit für Behälterböden und Sonderpressteile geschätzte Slawinski & Co. GmbH aus Siegen lieferte einen maßgeschneiderten Behälterboden, den der Aschaffenburger Künstler Robert Kessler in ein Kunstwerk verwandelte. Die Arbeiten für den Behälterboden-Experten waren dabei keine alltägliche Aufgabe.

Prämierte Edelstahlskulptur

Ein Ort des Dialogs, der Reflektion und der Interaktion - das stellt das Kunstwerk "you are free" für Studenten und Besucher der Universität Bayreuth seit rund einem Jahr dar. Die polierte Edelstahlskulptur des Aschaffenburger Künstlers Robert Kessler thematisiert die Freiheit der Forschung. Mit dem Kunstobjekt, bestehend aus einem Irisspiegel im Durchmesser von 3,5 m und einer im Boden eingelassenen Glasplatte, hatte Robert Kessler im Sommer 2016 den vom Staatlichen Bauamt Bayreuth ausgeschriebenen Kunstwettbewerb für das Universitätsgebäude NW – III gewonnen.

3,5 m Durchmesser, 15 mm Wandstärke und ein Mittelloch

Doch bis das Werk im vergangenen Jahr installiert und der Öffentlichkeit übergeben wurde, war einiges an präziser Vorarbeit nötig. Dabei war auch die Firma Slawinski aus Siegen entscheidend beteiligt. Ein Unternehmen, dem Robert Kessler gerne vertraute: Kurze Wege zum eigenen Standort, Fertigung mit hoher Genauigkeit und sehr feinem Schliff: hier wusste er sein Projekt in besten Händen.
Slawinski fertigte die gewölbte Scheibe an, die aus 15 mm dickem nichtrostenden austenitischen Stahl und einem Durchmesser von 3,5 m bestand. An exakter Position musste zudem ein Mittelloch mit 600 mm Durchmesser eingebracht werden, die Beschaffenheit des Bodens für die Elektropolitur geeignet sein. Für den Zuschnitt setzte der Behälterboden-Experte auf die DRM-Plasmaschneidanlage von Microstep.

Präzision bei der 3D-Bearbeitung

Das innovative System ermöglicht die flexible und präzise Bearbeitung von Blechen und Behälterböden in besonderem Ausmaß. Mittels eines Plasmarotators „Pantograph“ können Behälterböden bis 5.500 mm Durchmesser und Bleche auf einer Arbeitsfläche von 14.000 mm x 6.000 mm bearbeitet und mit variablen Fasen versehen werden. Zudem sorgt die M-Scan-Technologie für einzigartige Präzision bei der 3D-Bearbeitung von Behälterböden.

Das exakte Anlagenprofil im Video:

Hohe Anforderungen an die Oberfläche

Bedenken den sensiblen Auftrag anzunehmen, hatte Slawinski nicht. „Die Produktform als auch die weiteren Anforderungen waren für uns kein Neuland. Die Herausforderung war aber, dass die Oberfläche absolut gleichmäßig und sauber umgeformt und geschliffen werden musste“, blickt Alexander Fries, Leiter Arbeitsvorbereitung bei Slawinski, zurück. „Der zeitliche Aufwand für diese Scheibe war schon deutlich höher als für ein vergleichbares Produkt. Die hohen Anforderungen an die Oberfläche waren der Hauptgrund“, verrät er.

Fazit: „Das Ergebnis ist perfekt“

Die Vorbereitung beim Siegener Unternehmen funktionierte reibungslos, der Boden war bereit für den aufwendigen Transport, die weitere Bearbeitung, Installation und die feierliche Eröffnung. So ist dann auch der Künstler Robert Kessler hoch zufrieden, mit dem Ergebnis seines Werks und den Arbeiten der Firma Slawinski: „Das Ergebnis ist perfekt, die Mitarbeiter sind kompetent und entgegenkommend, die Termineinhaltung war gegeben. Alles 1A Arbeit.“

Den ausführlichen Bericht zur Firma Slawinski und den im Einsatz befindlichen Microstep-Technologien gibt es hier.

Produktionszeit mit neuer Maschine erheblich verkürzt

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