Die Plattform von Laserhub wird stetig weiterentwickelt. So lassen scih Blechbauteile unkompliziert über die Online-Plattform beschaffen.

IT-Lösungen

So sieht moderne Beschaffung von Blechbauteilen aus

Blechbauteile über eine Online-Plattform beschaffen: Die HIA GmbH hat es probiert und ihre Erfahrung mit uns geteilt.

Wie viel Aufwand müssen Sie für die Beschaffung von Blechbauteilen aufbringen? Wer kann das Teil fertigen? Preisvergleich, Kapazitätsabfrage und Lieferfristen – da zieht schnell einige Zeit ins Land. Das muss nicht sein, sind sich die Digitalisierungsexperten von Laserhub sicher. Man muss nur, wie die HIA GmbH, die Möglichkeiten cleverer Software nutzen.

Um in Deutschland als fertigendes Unternehmen wettbewerbsfähig zu sein, ist es unumgänglich, seine Prozesse immer wieder in Sachen Effizienz und Kosten zu optimieren. Dabei denkt man meist an Begriffe wie Automatisierung und Digitalisierung, verbunden allerdings meist nur mit den Prozessen direkt innerhalb der Fertigung. Warum eigentlich? Kostentreiber und Zeitfresser sitzen oft schon weit vorher an ganz anderen Stellen.

Über 5.000 Unternehmen setzen bei der Beschaffung von Blechbauteilen mittlerweile auf Laserhub

Wie sieht es eigentlich mit der Beschaffung und dem Bestellwesen aus? Laserhub, vor etwa drei Jahren als kleines Start-up gegründet, hat sich auf die Digitalisierung des Beschaffungsprozesses spezialisiert und bietet über seine Plattform unter anderem Laserschneiden, Rohrlaserschneiden, Biegen und Abkanten sowie die Drehteil-Bearbeitung von Bauteilen an. Dabei wird von der Bestellung bis zur Lieferlogistik alles von den digitalen Prozessen des Unternehmens übernommen. Mit seiner Plattform, die mittlerweile von rund 5.000 Kunden genutzt wird, zeigt das Unternehmen, dass hier für blechbearbeitende Betriebe noch viel Zeit- und auch Kosteneinsparpotenzial liegt.

Von Profilen bis zu Fördersystemen

Das hat auch die HIA GmbH (Hamm Industrie Ausrüstung GmbH) aus Miehlen mit rund 20 Mitarbeitern erkannt. Das 2003 gegründete Unternehmen hat sich dem Aluminium- und Metallbau verschrieben und bietet seinen Kunden Maschinenbauprofile, Schutzverkleidungen, Arbeitsplatz- und Transfersysteme an. Aber auch Schallschutzwände und individuelle Schweißgestelle gehören in das Portfolio von HIA. Seit rund zehn Jahren fertigt das Unternehmen zudem die Fördersysteme und Verkleidungen für Röntgen-Sicherheitssysteme, wie sie oftmals an Flughäfen auf der ganzen Welt zu finden sind. „2012 wurden wir vor eine große Herausforderung gestellt, da wir für einen Auftrag in Doha an die Grenzen unserer Kapazitäten stießen und daher eine komplett neue Fertigung aufgebaut haben“, erinnert sich Daniel Birkenstock, Mitglied der Geschäftsleitung bei HIA. Für die Aluminiumfertigung hat das Unternehmen eine Doppelgehrungssäge und ein 5-Achs-Stab-Bearbeitungszentrum in der Fertigung stehen. „Wir hatten auch überlegt, eine eigene Blechfertigung ins Haus zu holen, da wir aber eine große Bauteilvielfalt – und weniger große Serien eines einzelnen Bauteils – für unsere unterschiedlichen Segmente benötigen, haben wir uns letztlich dagegen entschieden, da wir hier mit zwei bis drei zuverlässigen Partnern zusammen arbeiten und wir uns weiter auf unsere Kernkompetenz konzentrieren wollen“, erklärt Daniel Birkenstock.

Von ersten Vergleichen zum ersten Auftrag

Etwa vor zwei Jahren habe er zum ersten Mal von Laserhub im privaten Umfeld gehört, erinnert sich Stefan Kring, der als Projektleiter Konstruktion und Entwicklung bei der HIA GmbH tätig ist.

„Ich habe dann Kontakt mit Laserhub aufgenommen und erste Versuche gestartet, um zu sehen, wie die Plattform für uns von Nutzen sein kann. Das komplexe bei uns ist, dass wir zwar meist nur kleine Serien von bestimmten Bauteilen benötigen, viele davon aber wiederkehrend und in verschiedenen Stückzahlen. Ich habe dann immer wieder einmal Dateien hochgeladen, um zu sehen, wie die Abläufe im System funktionieren und die Preise mit unseren anderen Partnern zu vergleichen“, erinnert er sich weiter. Schnell war klar, dass die Plattform von Laserhub viele Vorteile für HIA bietet und dass man es auf jeden Fall einmal ausprobieren möchte. „Haben uns früher Beschaffungsaufträge zwei bis drei Stunden gekostet, so ist es jetzt nur noch ein Bruchteil. Ein großer Vorteil ist für uns, dass wir Teile, für die wir einmal eine STEP-Datei hochgeladen haben, in unserer Bibliothek hinterlegen können und daher jederzeit schnellen Zugriff für weitere Bestellungen haben“, erklärt Stefan Kring.

Stefan Kring, Projektleiter Konstruktion und Entwicklung bei HIA: „Liefertreue und auch Preis sind sehr gut, das ermöglicht für uns eine verlässliche Planbarkeit.“

Mittlerweile bezieht HIA 60 % bis 70 % seiner benötigten Bauteile über die Bestellplattform von Laserhub. Auch wenn bei Laserhub fast alles digital läuft, so seien vor allem der persönliche Kontakt und die Unterstützung von Laserhub bei der Umsetzung spezifischer Wünsche von HIA, wie etwa der Einbindung des ERP-Systems, immer sehr gut verlaufen. „Liefertreue und auch Preis sind sehr gut, das ermöglicht für uns eine verlässliche Planbarkeit. Auch die Reklamationsquote ist sehr gering. Sollte aber doch einmal was sein, werden wir auch hier persönlich hervorragend betreut“, zeigt sich Stefan Kring sehr zufrieden.

Guter Service entscheidet im B2B-Bereich

Auf guten Service legt man bei Laserhub auch gesteigerten Wert – und das aus gutem Grund: Mitgründer und Geschäftsführer der Laserhub GmbH, Christoph Rößner, weiß: „Auch wenn wir bei uns im Unternehmen alle digitalen Möglichkeiten für unsere Prozesse nutzen, braucht es für Problemfälle und die Unterstützung unserer Kunden den persönlichen Kontakt. Guter Service ist ganz entscheidend im B2B-Bereich. Daher legen wir besonderen Wert darauf, unsere Kunden bei der Einbindung unserer Plattform in die eigenen Prozesse zu unterstützen und andererseits auftretende Probleme zusammen einvernehmlich zu lösen.“

Aber wie funktioniert das System nun im Detail? Laserhub arbeitet mittlerweile mit rund 60 Partnerfirmen zusammen, deren Maschinenpark im System erfasst ist. Kommt also ein Auftrag herein, wird anfänglich über eine Machbarkeitsanalyse festgestellt, ob das Bauteil so wie geplant auch zu fertigen ist. „Hier arbeiten wir mit Partnern zusammen, die auch die nötige Expertise in der Blechfertigung besitzen. So können wir in Echtzeit softwaregestützt prüfen, ob sich das Bauteil realisieren lässt und im gegebenen Fall die Problemstellen aufzeigen. Und auch auf vielleicht nötige Änderungen am Bauteil hinweisen“, erklärt Christoph Rösner.

Christoph Rößner, Mitgründer und Geschäftsführer der Laserhub GmbH, weiß, dass auch bei aller Digitalisierung der persönliche Kontakt wichtig ist.

Kalkulation – Simulation – Preisangabe

Nach der Machbarkeitsanalyse kalkuliert die Software das Bauteil auf der besten dafür geeigneten Maschine, simuliert die Produktion und gibt – auch unter Berücksichtigung aktueller Materialpreise – dem Kunden einen Preis für das Bauteil aus. Die Bestellung geht dann direkt an das Partnerunternehmen, das den Auftrag bearbeitet. „Alles Weitere bis hin zur Logistik läuft dann über uns. Darum muss sich das fertigende Unternehmen nicht kümmern. Die drucken nur die von uns zugestellten Lieferpapiere aus und kleben sie an die Palette. Den ganzen Transport organisieren wir“, erklärt Christoph Rößner.

Der Bauteilpreis ist bei Laserhub schnell ermittelt. Nach einer Machbarkeitsanalyse wird der Preis unter Berücksichtigung des aktuellen Materialpreises ermittelt.

„Laserhub +“ bietet weitere Vorteile

Kunden, die bei Laserhub bestellen, können ab zehn Bestellungen oder einem Umsatz von 10.000 EUR in den sogenannten „Laserhub +“-Status aufsteigen und besondere Leistungen erhalten. So sind ein nochmals erweitertes Servicelevel, Preisvorteile oder die „Extrameile“ möglich, mit der ein erweitertes Fertigungsspektrum oder Schweißarbeiten machbar sind, genauso wie die Anbindung ans ERP-System per OCI.

Interessant ist Laserhub allerdings nicht nur für die Bauteil-bestellenden Unternehmen, sondern auch für die Partnerfirmen, die ihre Fertigungskapazitäten zur Verfügung stellen. „Wir achten sehr darauf, dass unsere Partnerfirmen in der 1. Liga der Blechfertigung spielen und einen dementsprechend modernen Maschinenpark zur Verfügung haben. Wir bieten diesen Unternehmen passgenaue Aufträge, die effizient und mit wenig Verschnitt bearbeitet werden können“, skizziert Christoph Rößner die Anforderungen. Der große Vorteil: Die Partnerfirmen haben im abgestimmten Rahmen Planungssicherheit über ihre Maschinenauslastung. Zudem – und welches Fertigungsunternehmen wünscht sich das nicht – können sich die Partnerfirmen damit auf ihre Kernkompetenz, das Fertigen hochwertiger Blechteile, konzentrieren und haben genauso wie die Kunden bei der Teilebestellung kaum Verwaltungsaufwand, weil das meiste der Softwarealgorithmus von Laserhub für sie übernimmt. Insgesamt ein sehr spannendes Konzept, das im Markt sehr gut ankommt, bedenkt man die schon jetzt rund 5.000 Kunden, die sich von Handwerksbetrieben über KMU bis hin zu Dax30-Konzernen erstrecken. Gerade das Jahr 2020 hat bisher gezeigt, wie fragil lange genutzte Lieferketten letztlich doch sind und welche Probleme daraus schnell entstehen können. Hier schafft eine gut funktionierende Plattform wie die von Laserhub mehr Flexibilität und Sicherheit.

Ohne Qualitätsverlust wachsen

Auf die Zukunft angesprochen, verfolgt Christoph Rößner einen klaren Plan. „Derzeit sind wir ganz stark auf die Blechbearbeitung fokussiert. Zudem können wir den Bedarf von Drehteilen abdecken. Wir werden aber bewusst nicht zu schnell in weitere Bearbeitungstechniken wie das Fräsen oder die Additive Fertigung einsteigen, da das natürlich immer mehr Komplexität mit sich bringt. Hier wollen wir bewusst wachsen ohne unsere Qualität zu gefährden. Im nächsten Schritt wollen wir mehr in die Tiefe gehen – was die Blechbearbeitung angeht – und uns hier zum Systemanbieter entwickeln. Das langfristige Ziel ist aber schon, dass unsere Kunden letztlich ihren kompletten Metallbedarf über uns abdecken können.“ Dementsprechend stellt sich Laserhub gerade auf kräftiges Wachstum im Jahr 2021 ein. Das Team wurde jüngst durch viele erfahrene Kolleginnen und Kollegen erweitert und hat im November 2020 die 50er-Marke gerissen. Man darf also gespannt sein, ob es der jungen Plattform gelingen wird, den allgemeinen Industrietrends zu trotzen.

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