Die Firmenzentrale von Precision Micro in Erdington, Birmingham.
Foto: Precision Micro

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Precision Micro löst sich von der Meggitt-Gruppe

Management-Buy-out: Precision Micro Ltd. trennt sich von dem internationalen Luft- und Raumfahrt-, Verteidigungs- und Energiekonzern Meggitt PLC.

LDC, der Private-Equity-Zweig der Lloyds Banking Group, hat 22,5 Mio. GBP für die Trennung von Precision Micro Limited, einem der führenden fotochemischen Ätzunternehmen Europas, von seiner Muttergesellschaft Meggitt PLC im Rahmen eines Management-Buy-outs bereitgestellt.
Im Zuge dieser Transaktion hat LDC 13 Mio. GBP Eigenkapital in eine wesentliche Beteiligung an dem Unternehmen investiert und unterstützt das Managementteam unter der Leitung des aktuellen Geschäftsführers Ian McMurray.

Über Precision Micro

1962 wurde Precision Micro in Birmingham gegründet und 2012 von Meggitt übernommen. Der Ätztechnik-Spezialist betreibt Niederlassungen in Deutschland und den Niederlanden und erzielt über 75 % des Umsatzes von 15 Mio. GBP im Ausland, davon rund 40 % allein in Deutschland.

Das Unternehmen fertigt in seiner modernen Bearbeitungsanlage in Birmingham, Großbritannien, jedes Jahr über 50 Mio. Hochpräzisionsmetallteile für verschiedene Branchen. Für die Bearbeitung von Präzisionskomponenten aus dünnen Metallen stellt das fotochemische Ätzverfahren von Precision Micro eine kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Metallbearbeitungsverfahren dar. Mit Präzision im Mikrometerbereich werden Komponenten für modernste Flugzeugtriebwerke, emissionsfreie Fahrzeugtechnologie, chirurgische Instrumente, Titanimplantate, ein breites Spektrum an Verbraucherelektronik, sicherheitskritische ABS-Bremssysteme und hochwertige Fahrzeug-Innenausstattungen für Marken wie Rolls-Royce, Mercedes, Jaguar und Bentley hergestellt.

Globale Wachstumsbestrebungen

Laut Ian McMurray, Geschäftsführer von Precision Micro, versetzt die Investition das Unternehmen in die Lage, verschiedene positive globale Entwicklungen in seinen wichtigsten Märkten zu nutzen. Dazu gehören die wachsende Nachfrage nach komplexen, grat- und spannungsfreien Teilen aus Hochleistungsmetallen, steigenden Qualitätsstandards, die Miniaturisierung von Elektronik und die zunehmende Nachfrage nach sauberen Fahrzeugen mit niedrigerem Kraftstoffverbrauch. „Gerätehersteller sind auf der Suche nach immer kostengünstigeren, zuverlässigen, sicheren und leistungsstarken Komponenten. Vor diesem Hintergrund sehen wir großes Potenzial in unseren Märkten. Mit der Unterstützung eines erfahrenen Partners wie LDC können wir unser Geschäft weiter ausbauen. Wir wollen unser einmaliges technisches Know-how und unsere einzigartigen Bearbeitungskapazitäten nutzen, um unseren Kunden aus aller Welt weiter dabei zu helfen, die immer anspruchsvolleren Herausforderungen zu meistern. Wir investieren in unser künftiges Wachstum – eine spannende Zeit für unser ganzes Team.“, so McMurray.

Auch Chris Handy, Investment Director bei LDC, blickt optimistisch in die Zukunft: „Precision Micro genießt einen hervorragenden Ruf für technische Exzellenz, Service und Innovation. Mit unserer Investition wollen wir Ian McMurray und sein Team dabei unterstützen, das Potenzial des Unternehmens auszuschöpfen, indem sie in ihre Bearbeitungskapazitäten, Fertigungskapazitäten und die Einführung neuer Produkte investieren und so ihre führende Stellung im Markt verteidigen können.“

Dave Johnson verstärkt das Unternehmen künftig als neuer Non-Executive Chairman. Johnson hatte in der Vergangenheit verschiedene leitende Positionen bei Unternehmen wie Lucas, BTR und Dunlop Aerospace inne. Chris Handy wird als Non-Executive Director in das Board berufen.