Produktion der A-Säule für den Martin D11 mit der HFQ-Technik bei Impression Technologies.
Foto: Impression Technogies Ltd

Unternehmen

Partnerschaft für HFQ-Technologie

Impression Technologies kündigt Partnerschaft mit Fischer Group zur Herstellung von HFQ-Bauteilen und Aufbau einer Lieferkette an.

Impression Technologies Ltd („ITL“), Entwickler der HFQ-Technologie (Hot Form Quench), einem modernen Umformverfahren für Aluminiumstrukturbauteile mit hohen Festigkeitsanforderungen, hat eine strategische Partnerschaft mit der Fischer Group angekündigt. Die Fischer Group zählt zu den führenden Herstellern von Präzisionsbauteilen für die Automobil- sowie die Luft- und Raumfahrtindustrie.

Die Fischer Group ist bekannt für die Fertigung anspruchsvoller Bauteile mit der Innenhochdruckumformung (IHU) und arbeitet mit einigen großen Erstausrüstern der Automobilbranche zusammen. Die Vereinbarung zwischen den beiden Unternehmen sieht vor, dass die Fischer Group mithilfe der HFQ-Technologie Bauteile für den Karosserierohbau fertigen wird. Damit sollen Anforderungen der Erstausrüster nach leichten Bauteilen für den Elektrofahrzeugbau bedient werden.

Aufbau einer Lieferkette

In erster Linie diene diese Partnerschaft dazu, Kunden aus der europäischen Automobilbranche über die Hydroforming-Zentrale von Fischer in Menden zu versorgen. In Zukunft sollen dann OEM-Kunden über die in Mexiko und China ansässigen Standorte der Fischer Group beliefert werden. Dies sei ein wichtiger Schritt innerhalb der Entwicklung einer HFQ-Lieferkette, die ab der zweiten Hälfte 2020 vorhanden sein wird. Jonathan Watkins, CEO von ITL, sagt dazu: „Wir freuen uns sehr darüber, diese strategische Partnerschaft mit der Fischer Group eingegangen zu sein. Sie wird Erstausrüstern in der Automobil- sowie Luft- und Raumfahrtindustrie stabile, leichte und kosteneffiziente Strukturen bieten, die mithilfe der HFQ-Technologie hergestellt wurden. Wir blicken mit großer Freude auf die gemeinsame Arbeit mit Fischer, im Rahmen derer wir eine weltweite HFQ-Lieferkette aufbauen werden.“

Dr. Stefan Geisler, Geschäftsführer von Fischer Hydroforming, betont: „Diese Partnerschaft mit ITL bietet Fischer die beispiellose Möglichkeit, unsere Kunden aus der Automobilbranche und Industrie mit Bauteilen aus einem völlig neuen. Umformverfahren zu versorgen und so die umfangreiche technische Expertise und die große Produktionserfahrung von Fischer noch weiter auszubauen. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit der HFQ-Technologie unseren Kunden verschiedene nachhaltige Möglichkeiten bieten können, mithilfe derer sie das Design vereinfachen und gleichzeitig das Gewicht, die Kosten und die Systemkomplexität verringern können.“

Fischer Hydroforming GmbH

Die Fischer Hydroforming GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der fischer group, die 1969 in Deutschland gegründet wurde. Die fischer group hat sich zu einem weltweit führenden Anbieter von Rohren und anderen Präzisionsbauteilen entwickelt, die unter Verwendung verschiedener austenitischer und ferritischer Edelstähle hergestellt werden. Die fischer group bietet ihren Kunden einen vollumfänglichen Sevice, unter anderem Dienstleistungen in den Bereichen Simulation und Simultaneous-Engineering sowie Werkzeugdesign, Prototypenfertigung und Großserienproduktion. Über ihre acht Standorte in Nord- und Südamerika, China, Europa und Afrika bedient sie unterschiedliche Märkte, unter anderem die Automobil sowie Luft- und Raumfahrtbranche mit einem Umsatz von über 800 Millionen Euro. fischer Hydroforming versorgt einige der größten Automobilerstausrüster der Welt neben anderen Produkten mit Abgaskrümmern und komplexen Rohrleitungssystemen.

Impression Technologies Ltd und die HFQ-Technik

Impression Technologies wurde im Januar 2013 zum Zwecke der Vermarktung der HFQ-Technologie gegründet. Mit HFQ können, hochfeste Aluminiumlegierungen in Standardgüten in nur einer Umformstufe in komplexe Leichtbaustrukturen gebracht werden. Die vorgeformten Aluminiumplatinen werden erwärmt, mit hoher Geschwindigkeit geformt, im Umformwerkzeug abgeschreckt und dann künstlich gealtert, um eine optimale Festigkeit zu erzielen. Derzeit stellt Impression Technologies Teile für sechs verschiedene Fahrzeugplattformen her.

Das Team des Unternehmens besteht aus Anwendungs- und Designingenieuren, die ab Projektstart mit dem Kunden zusammenarbeiten. Impression Technologies verfügt über alle Gerätschaften, um intern Prototypen zu fertigen und Kleinserienfertigung durchzuführen. Das Unternehmen betreibt die weltweit erste HFQ-Produktionsanlage.

Zu den Vorteilen der HFQ-Technologie zählt unter anderem der vergrößerte Spielraum beim Design der Bauteile, der durch die Verwendung von HFQ-Designtools im Zusammenspiel mit kommerzieller Designsoftware sowie den neuartigen Designmöglichkeiten entsteht, die der HFQ-Prozess im Hinblick auf Werkstoff und Bauteil bietet.

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