MAG-Schweißen eines Lüfterrades. Die genaue Ausrichtung der einzelnen Schaufeln reduziert später den Aufwand beim Wuchten.
Foto: EWM

Schweißen

Nachhaltige Investition in die Zukunft

Mit einer umfassenden Beratung durch EWM richtet Pollrich seine Schweißfertigung neu aus und setzt auf eine ganzheitliche Betreuung.

Von einer modernen Schweißtechnik versprach sich die Pollrich GmbH neben einer gesteigerten Produktivität bei gleichzeitig sinkenden Kosten auch ein Schweißmanagementsystem, das die relevanten Daten verwaltet und dokumentiert sowie sämtliche Ansprüche der Qualitätssicherung erfüllt. Da kam Pollrich die „ewm-maXsolution“-Beratung von EWM gerade recht. Durch die ganzheitliche Betrachtung aller Faktoren in der Schweißtechnik können die verschiedenen Komponenten optimal aufeinander abgestimmt werden.

Pollrich stellt in seiner Fertigungsstätte in Mönchengladbach Industrieventilatoren her, die nicht nur Luft, sondern auch Stäube, Späne, Pulver und aggressive Medien transportieren. Bis zu 4 m Durchmesser und bis zu 14 Schaufeln kann so ein Lüfterrad haben. Bei einer Rotation von 1.200 U/min erreichen die Lüfter Umfangsgeschwindigkeiten von bis zu 860 km/h. Das bedeutet enorme dynamische Beanspruchungen für die Ventilatoren, für die Werkstoffe und auch für die Schweißnähte. Entsprechend hoch sind bei solchen kritischen Bauteilen die Anforderungen an die eingesetzten Materialien, an die Schweißtechnik und an die Dokumentation.

Ein System ist viel mehr als das Zusammenstellen mehrerer Einzelkomponenten. Es ist die optimale Abstimmung der einzelnen Komponenten, von Hardware und Software. In der Schweißtechnik gehört zu dem Systemgedanken die Kombination aus Schweißstromquelle, Drahtvorschubgerät und Brenner. Hinzu kommen die unterschiedlich sten Schweißverfahren, jeweils abgestimmt auf den spezifischen Anwendungsfall, die Schweißzusatzwerkstoffe und die Software. Hier liegt besonderes Augenmerk auf der Vernetzung und Implementierung des Datentransfers zwischen den Schweißgeräten und der Fertigungsablaufplanung in Hinblick auf eine smarte Fabrik im Rahmen von Industrie 4.0.

Ein Gesamtlieferant für alle Schweißgeräte

Der Schweißgerätehersteller EWM aus Mündersbach ist Komplettanbieter und Systemlieferant im Bereich Schweißtechnik. Hier stammen die Stromquellen, die Drahtvorschubgeräte sowie die Brenner aus eigener Produktion, und die angebotenen Zusatzwerkstoffe werden nach EWM-Qualitätsanforderungen gefertigt. Auch die verschiedenen Schweißverfahren sowie das Welding-4.0-Schweißmanagement-System EWM Xnet für das Analysieren, Kontrollieren und Verwalten von Schweißdaten und Schweißergebnissen sind Eigenentwicklungen. Aus diesem Portfolio stellen die Fachleute im Rahmen der „maXsolution“-Beratung gemeinsam mit dem Anwender ein Paket für dessen Fertigung zusammen.

Dieser ganzheitliche Ansatz hat Pollrich 2018 dazu bewogen, seine gesamte Schweißproduktion auf EWM-Technik umzustellen und auch sämtliche Zusatzwerkstoffe und Verschleißteile von dort zu beziehen. „Zusätzlich zu den Produkten spielte das Engagement der Mitarbeiter von EWM eine große Rolle bei der Kaufentscheidung“, betont Thorsten Wirtz, Schweißaufsicht und Leiter der Qualitätssicherung bei Pollrich. „Sie können in allen Belangen der Schweißtechnik umfassend unterstützen.“ Wirtz kann die Qualität der Produkte und der Beratung aus eigener Erfahrung beurteilen, schließlich hat er selbst jahrelang die Schaufeln der Lüfterräder verschweißt.

Vernetzung der Zukunft

„ewm Xnet“ ist ein Schweißmanagementsystem, das den gesamten Fertigungsprozess eines Bauteils von der Arbeitsvorbereitung bis zur Nachkalkulation unterstützt, überwacht und dokumentiert. So erfasst das System sämtliche Schweißdaten in Echtzeit, kann sie verwalten und die Verbrauchswerte übermitteln. Zudem unterstützt das System über den Schweißprozess hinaus bei der Bauteileverwaltung, beim Erstellen von Schweißfolgeplänen und bei der Zuordnung von Schweißanweisungen. Diese können verwaltet und bei Bedarf selbst erstellt werden. Und nicht zuletzt gehört die Überwachung der Prüfbescheinigungen der Schweißer sowie die Zuordnung von individuellen Zugriffsberechtigungen zum Portfolio. „Mit ewm Xnet ist die gesamte Verwaltung der Schweißtechnik mit nur einem einzigen System möglich“, freut sich Wirtz.

WIG-Schweißen von Duplexstählen

Für das WIG-Schweißen von Duplex-Stählen setzt Pollrich zukünftig das Drahtvorschubgerät „TigSpeed“ ein. Damit wird der Schweißzusatzwerkstoff kontinuierlich der Schweißnaht zugeführt. Das Gerät ahmt den manuellen WIG-Schweißprozess nach, indem der Zusatzwerkstoff immer wieder aus dem Lichtbogen zurückgezogen wird. Gerade bei langen Schweißnaht erleichtert die automatische Drahtförderung die Aufgabe des Schweißers und sorgt so für qualitativ hochwertige, spritzerfreie Nähte.

Ergonomische Brenner

Das Gros der Schweißnähte wird bei Pollrich mit einem MIG/MAG-Verfahren verschweißt. Das gilt sowohl für die Lüfterräder selbst als auch für die Umhausungen oder für Hilfskonstruktionen. Zusammen mit den neuen Schweißgeräten wurden die darauf abgestimmten Brenner angeschafft. Sämtliche Brennerkomponenten sind für eine sichere Stromkontaktierung, eine gute Gasabdeckung und eine störungsfreie Drahtführung ausgelegt. Das senkt die Fehlerquote beim Schweißen. Weiterhin haben die Verschleißteile eine höhere Standzeit und der Schutzgasverbrauch ist geringer. „Wir gehen davon aus, dass diese Brenner weit günstiger für uns sein werden als die Brenner, die wir vorher hatten – sowohl was die Produktivität als auch was die Verbrauchskosten angeht“, betont Schweißfachmann Thorsten Wirtz.


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