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Fünf Zuliefererverbände appellieren an alle neuen Bundestagsabgeordneten, die aktuellen existenzgefährdenden Probleme der mittelständischen Industrie nicht noch zu verschärfen. (im Bild v.l.: IBU-GF Bernhard Jakobs und FVK-GF Martin Kunkel)
Foto: IBU / FVK
Fünf Zuliefererverbände appellieren an alle neuen Bundestagsabgeordneten, die aktuellen existenzgefährdenden Probleme der mittelständischen Industrie nicht noch zu verschärfen. (im Bild v.l.: IBU-GF Bernhard Jakobs und FVK-GF Martin Kunkel)

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Mittelstand in Gefahr: Appell der Zuliefererverbände

Der Staat darf die Probleme für den Mittelstand nicht noch verschärfen – fünf Zuliefererverbände richten ihren Appell an die neuen Bundestagsabgeordneten.

Um auf die existenzgefährdende Situation im deutschen Mittelstand hinzuweisen, wenden sich aktuell fünf Industrieverbände mit ihrem eindringlichen Appell an alle Abgeordneten des neuen Bundestags: „Die mittelständische Industrie als Innovationsmotor am Standort Deutschland, ihre Arbeitsplätze und der Wohlstand sind infrage gestellt. Der Staat darf die existenzgefährdenden Probleme nicht noch verschärfen, sondern muss Raum für unternehmerisches Handeln geben.“ Unterzeichner sind der Industrieverband Blechumformung (IBU), der Industrieverband Massivumformung (IMU), die Fachvereinigung Kaltwalzwerke (FVK), der Deutsche Schraubenverband (DSV) und der Fachverband Metallwaren- und verwandte Industrien (FMI). „Die politischen Vertreter müssen die Probleme unserer Industrien kennen und sollen diese in die politische Abwägung einbringen“, unterstreichen die Organisationen und fordern ein gemeinsames Schultern aktueller Mehrbelastungen entlang der Lieferkette.

Steigende Kosten in der Lieferkette weitergeben

Die gefährliche Kombination aus gestiegenen Materialpreisen und ‑mangel, Produktionseinschränkungen, wachsenden Energiekosten, Steuerbelastungen und Klimaanforderungen bringt Automobilzulieferer – und zunehmend weitere Branchen – ins Straucheln. „Betroffene müssen steigende Kosten in der Lieferkette geltend machen können“, betont IBU-Geschäftsführer Bernhard Jacobs. Auch die monatelange Vorfinanzierung von verteuertem Vormaterial bis zur nächsten Preisverhandlungsrunde sei kaum mehr leistbar. Steigende Stahlpreise treffen den Zulieferer aufgrund seines höheren Bedarfs viel stärker als Automobilhersteller und Systemlieferanten. Ein Anstieg um 50 % führt bei Zulieferern zu 20 % Mehrkosten, während es beim Hersteller nur 2 bis 5  % sind. Hinzu kommt die niedrigere Gewinnmarge von etwa 2 bis 3  % bei Zulieferunternehmen – beim OEMs liegt sie bei rund 20 %.

Materialimporte erleichtern, Energie- und Steuerkosten deckeln

Wichtig für Stahlverarbeiter ist auch, dass die Politik Stahlimporte aus Drittländern wieder erleichtert und Einfuhreinschränkungen abbaut – Stichwort Safeguards. Das ermöglicht wieder einen Wettbewerb und verbessert die Versorgungslage.

Mit Blick auf extreme Energie- und Logistikkosten fordern die Verbände staatliche Unterstützung. DSV-Geschäftsführer Hans Führlbeck: „Es ist überlebenswichtig, dass die Politik Energiekosten deckelt und Steuern reduziert. Alles andere führt zu wettbewerblichen Verzerrungen innerhalb der EU.“ Das fördere Investitionsentscheidungen Richtung Ausland und gefährde den Standort Deutschland. „Verlierer wären die Belegschaften“, unterstreicht Werner Liebmann vom FMI.

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Appell an 736 Bundestagsabgeordnete – Zulieferverbände gesprächsbereit

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