Mit dem Fokus auf Individualisierung und das Werkzeug Wasser realisiert Frantzen Discomatic in Rekordzeit neue Fertigungslösungen.
Foto: StM

Wasserstrahlschneiden

Mit dem Wasserstrahl zu neuen Fertigungslösungen

Wasser marsch! Frantzen Discomatic in Remscheid hat sich mit Schleifwerkzeugen nach Maß weltweit etabliert. Für neue Impulse in der Fertigung sorgen Wasserstrahlschneidlösungen von StM.

Zum Erfolgsrezept der Frantzen Discomatic GmbH gehören der Fokus auf Individualisierung und das Werkzeug Wasser, mit dem das Unternehmen in Rekordzeit neue Fertigungslösungen realisiert. Dabei wird es neuerdings durch Hardware und Support des Systemanbieters StM beflügelt. Eine Fallstudie.

Vom Traditionsunternehmen zum Innovationstreiber

Mitten im nordrhein-westfälischen Industrie-Hotspot Remscheid hat sich die mittelständische Franzen Discomatic GmbH zu einer der weltweit ersten Adressen für Sonderwerkzeuge entwickelt. Das Unternehmen, das 1893 mit der Produktion von Handsägen begann, ist heute zu einem führenden Player avanciert, wenn es um Schleifzubehör für Werkzeuge, Feinmechanik/Uhren, Brüstungen und Raumfahrttechnik geht.
Hinter dieser Erfolgsgeschichte steht das Ehepaar Schulz, das mit seinen 12 Mitarbeitern in vierter Generation die Geschicke des Familienunternehmens lenkt – Diplom-Kauffrau Kristina Schulz als kaufmännische und Ingenieur Markus Schulz als technische Leitung. Mit vereinten Kräften haben sie den Betrieb in ihrer Nische zum Knowhow-Führer und gefragten Fullservice-Problemlöser für die Industrie gemacht.

Produziert wird Klasse statt Masse

Prototypenbau, Einzelanfertigungen und Kleinstserien in allen erdenklichen Materialien. Entsprechend umfasst der Maschinenpark High-End-Laserschneidtechnik, CNC-Bearbeitungszentren, Koordinatenschleifen, Lasermarkierung und -gravur, Beschichtungs- und Wasserstrahltechnik. Die Besonderheit liegt in der Schnelligkeit, mit der wechselnden Kundenanforderungen begegnet wird. Um hochgenaue Schleifwerkzeuge aus Carbon, GfK und Aluminium produzieren zu können, setzt das Ehepaar Schulz seit 20 Jahren auf das Werkzeug Wasser. Ein Wachstumsmarkt, der größere Kapazitäten und effizientere Anlagentechnik erfordert.

Das betagte „Wasserstrahl-Muli“ genügt nicht mehr

2018 stoppt eine Schwachstelle die Erfolgsgeschichte von Frantzen Discomatic: Die alte Wasserstrahlanlage fällt zu oft aus, die Instandhaltung wird komplex und kostspielig, und die drakonischen Abwasservorschriften der Umweltbehörde können nur mit großer Mühe eingehalten werden. Bald steht fest: Man braucht ein neues Wasserstrahl-Schneidesystem, das nicht nur leistungsfähiger ist, sondern eine ebenso tragfähige wie ausbaufähige Komplettlösung inklusive Abwasseraufbereitung bietet.

Der passende Hersteller mit dem richtigen Portfolio

Das Führungs-Duo macht sich auf die Suche nach einem Hersteller mit gutem Konzept und noch besserem Verständnis für die Bedürfnisse und Arbeitsweise eines mittelständischen Unternehmens mit knappen personellen Ressourcen. Mit diesem Filter im Sinn stoßen die zwei auf den österreichischen Wasserstrahl-Spezialisten StM. Der mittelständische Nischen-Spezialist erscheint ihnen mit seiner „Geht nicht gibt’s nicht“-Philosophie und kompromissloser Service-Orientierung wie ein Zwilling auf Herstellerseite.
Markus Schulz: „StM ist nicht nur strukturell ein deutschsprachiger Anlagenbauer nach unserem Geschmack. Wir fanden auch die Software, die konstruktive Handschrift und den modularen Systemaufbau überzeugend. Und dann hatte StM mit One Clean auch noch eine pragmatische Lösung für die Abwasseraufbereitung im Portfolio.“ Schon das erste persönliche Gespräch erfolgt auf Augenhöhe, von Geschäftsführung zu Geschäftsführung. Man versteht sich – menschlich und professionell. Ein darauffolgender Besuch im STM-Testzentrum inklusive Probeschnitt mit dem TAC-Schwenkschneidkopf am eigenen Werkstück gibt schließlich den Ausschlag: StM is it!

3D-Freiheit mit Winkelfehlerausgleich und Wasseraufbereitung

Kristina und Markus Schulz setzen gleich auf das Flaggschiff von StM und investieren in eine Premium Cut-Wasserstrahlschneidanlage mit 2,50 m x 1,50 m großem Schneidtisch. Zusätzlich leisten sie sich den Hightech-Schneidkopf StM TAC/12, um schnellere und präzisere 90 °-Schnitte vornehmen zu können. Eine Bohrspindel soll auch bei sensiblen Materialien einen sauberen Einstich sicherstellen. Der One Clean Hydrofilter wird zur Trennung von Abrasiv und Prozesswasser angeschafft, über dessen Druckbeutelfilter das Wasser unbedenklich in den Kanal geleitet werden kann. Kurz: Frantzen Discomatic kauft sich einen belastbaren, energieeffizienten Alleskönner zum Mitwachsen.

Wer ein Smartphone bedienen kann, kommt auch mit einer StM-Anlage klar

Als die Schneidanlage in der Produktionshalle montiert wird, erwartet keiner bahnbrechenden Veränderungen in der Anwendung, schließlich gehört Wasserstrahlschneiden seit Jahren zum Tagesgeschäft. Umso größer ist das Aha-Erlebnis nach Inbetriebnahme, denn wider Erwarten erweist sich die Programmierung der Schneidaufträge als geradezu kinderleicht.
Auch die Wasserstrahlanlage selbst ist einfach und komfortabel zu handhaben. „Es ist unglaublich, wie einfach das Ding zu bedienen ist“, bestätigt Markus Schulz. „Man muss wirklich kein CNC-Fachmann sein, um mit einer StM-Anlage arbeiten zu können.“

Vielfach schnellere Fertigung und bessere Qualität

Auch der Faktor „Schnittgeschwindigkeit“ sorgt für gute Laune. Dank TAC-Schneidkopf kann das Unternehmen heute in einem Bruchteil der bisherigen Zeit Schleifwerkzeuge aus GFK fertigen – in noch besserer Qualität und mit deutlich komplexeren Geometrien. De facto vergehen oft nur wenige Stunden zwischen dem Anruf eines Kunden, dem Import der Schneiddatei aus der Mail in die Schneidsoftware und der Produktion. Schulz kann manchmal schon eine Stunde nach Erhalt der Schneiddatei mit dem ersten Muster beim Kunden vorfahren.

Vollends ungewohnt ist die Erfahrung, dass die Ingenieure von StM sofort zur Stelle sind, wenn Probleme auftreten. „Anders als bei der Telekom erreicht man bei StM eigentlich immer jemanden mit Ahnung. Das ist letztlich das A und O für uns.“ konstatiert Schulz. Unter dem Strich sorgen die gewonnen Spielräume nicht nur für ein großes Effizienz-Plus, sondern wir arbeiten motivierter, inspirierter und entspannter. Nicht zuletzt, weil das Umweltamt zufrieden schweigt.

Top-Technologie nützt nichts, wenn der Support nicht stimmt

Soviel steht fest: Frantzen Discomatic war auch ohne die neue StM-Wasserschneidanlage sehr gut aufgestellt. Für das Ehepaar Schulz war es daher kaum vorstellbar, dass qualitativ noch eine Steigerung möglich sein könnte. „Letztlich ging da noch eine Menge. Aber natürlich nicht ganz ohne Reibungsverluste“, warnt Schulz. „Meine Botschaft an interessierte Kollegen: Es lohnt sich kolossal, Wasserstrahlschneiden als neue Fertigungsmethode zu testen. Mit der Wasserstrahl-Technologie gewinnt man deutlich an Flexibilität. Wasser als Werkzeug ist trotz allem eine knifflige Angelegenheit. Wenn ein Hersteller mit kompetentem Support effektiv unterstützt, liegt Dir die Welt zu Füßen. Wenn nicht, dann Prost Mahlzeit!“.