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Foto: Steute
So werden Biegeprozesse noch flexibler: Ein Mikroschalter ermittelt, ob der Anschlag erreicht ist, und gibt die Information per Funk an die Automatisierungseinheit.

Biegezellen

Mehr Flexibilität für Biegeprozesse

Die passende Kombination von Anlage, Automation und Funktechnik sorgt für mehr Flexibilität im Biegeprozess.

Mit der „Mobile Bending Cell“ hat Bystronic zusätzliche Flexibilität ins Abkanten und Biegen gebracht. An die Abkantpressen der Xpert-Serie angedockt, erlaubt die Zelle vollständig automatisierte Biegeprozesse mit „mannlosen“ Schichten. Und ohne das Robotermodul ist die Xpert-Anlage für ihren Bediener die ideale Maschine für das hoch effiziente und präzise Biegen. Die Automatisierungseinheit kommuniziert mit der Presse über Funktechnik aus dem Wireless-Programm von Steute. Nicht nur in den „Job shops“ der Umformtechnik und Metallbearbeitung spielt die Flexibilität eine immer wichtigere Rolle.

Flexibler Biegeprozess auch für kleine Losgrößen

Auch Großserienfertiger haben bisweilen kleinere Lose zu verarbeiten und sehen Vorteile im Wechsel zwischen dem voll automatisierten und dem bedienergeführten Biegeprozess. Wenn das mit einer Maschine gelingt, kann man in einer Schicht (oder über Nacht) voll automatisiert größere Serien fertigen lassen und in der nächsten Schicht, mit Bediener, kleine Stückzahlen oder sehr komplexe Teile. Das bedeutet: Der Anwender hat quasi zwei Anlagen in einer in seinem Maschinenpark. Genau diese Vorteile bietet Bystronic mit der Kombination der bekannten und bewährten Xpert-Baureihe – die als das „Schweizer Taschenmesser“ unter den Abkantpressen bekannt ist – und der „Mobile Bending Cell“.

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Foto: Bystronic
Flexibel und präzise: Die Xpert 40 gilt als das „Schweizer Taschenmesser“ unter den Abkantpressen.

Die kleineren Versionen der Xpert-Pressen eignen sich zum allseitigen Abkanten von Kleinteilen mit hoher Präzision und Geschwindigkeit. Dabei dient der Fußschalter als zentrale Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Der Bediener hält ein Blechteil gegen den hinteren Anschlag, drückt das rechte der beiden Pedale, die Oberwange der Presse fährt herab und bringt die gewünschte Biegung ein. Bystronic bietet dem Anwender die Wahlmöglichkeit zwischen kabelgebundener Betätigung und Funk-Fußschalter einsetzt. Bei der Kabel-Variante kommt ein zweipedaliger Fußschalter vom Typ GSF 2 VD aus dem Steute-Programm zur Anwendung, der eigens für Anlagen der Umformtechnik entwickelt wurde. Ein spezieller dreistufiger Schalteinsatz ermöglicht das Auslösen des Pressenhubs ohne Ruckbewegungen, wie sie bei „normalen“ Schalteinsätzen nicht zu verhindern sind. Bei der Funkversion des GSF 2 VD erfolgt die Signalübertragung kabellos über das von Steute entwickelte sicherheitsgerichtete Funksystem sWave-safe. Karsten Trautvetter, Produktmanager Bending: „Die Option des kabellosen Funkschalters wird gern erwähnt, weil sie aus Sicht des Anwenders die Ergonomie verbessert und auch die Verfügbarkeit erhöht, da kein Kabel beschädigt werden kann.“ Die Funk-Option wird von den Pressenbetreibern gern gewählt, und die Fußschalter kommen hier schnell auf eine hohe Anzahl an Schaltspielen.

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Foto: Bystronic
Der Fußschalter – mit Kabel oder in Funk-Ausführung – ist die zentrale Bedieneinheit einer Abkantpresse.

Karsten Trautvetter: „Wenn die Pressen im Dreischichtbetrieb laufen, erreichen die Schalter bis zu 1,8 Millionen Schaltspiele pro Jahr und mehr.“ Das gilt besonders für das kleinste Modell, die Xpert 40, die kleinere Biegeteile mit dreifach höherer Geschwindigkeit herstellt als größere Abkantpressen und die in der Branche aufgrund ihrer Flexibilität und universellen Einsatzmöglichkeiten geschätzt wird. Ein kritischer Punkt beim Einsatz von Funkschaltgeräten ist aus Bedienersicht der Batteriestatus. Das gilt insbesondere für Maschinen, die kontinuierlich mit hoher Produktivität arbeiten müssen, wie es bei den Abkantpressen häufig der Fall ist. Karsten Trautvetter: „Die Frage stellt sich und muss schlüssig beantwortet werden.“ Deshalb hat Steute für Bystronic als Zusatzmodul ein ‚Extension Board‘ entwickelt, das die Übermittlung des Batterieladezustands an die Anlagensteuerung erlaubt. Karsten Trautvetter: „Steute liefert uns das Board, wir integrieren es in ein Gehäuse und bieten das Komplettsystem auch für die Umrüstung vorhandener Anlagen von leitungsgebundenem auf Funk-Fußschalter an.“ Das ist aber nicht die einzige Anwendung von Funkschaltern in den Xpert-Anlagen. Denn Bystronic hat eine Lösung entwickelt, mit der die eingangs dargestellte Nachfrage nach flexibler Automation von Biegeprozessen eindrucksvoll adressiert wird: die ‚Mobile Bending Cell‘.

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Foto: Bystronic
Angedockt: Die „Mobile Bending Cell“ ermöglicht die Automatisierung einer konventionellen Abkantpresse.

Anwender einer „ganz normalen“ Xpert-Abkantpresse können diese mobile Zelle als Zusatzmodul anschaffen und bei Bedarf an die Presse andocken. In der Zelle befindet sich ein Sechs-Achs-Roboter, der sich selbsttätig zur Presse referenziert. Er entnimmt Bleche aus dem integrierten Magazin, legt sie präzise an, initiiert den Biegeprozess, greift dabei mehrfach um und wirft die fertigen Teile aus. Die „Mobile Bending Cell“ eröffnet dem Pressenbetreiber ganz neue Möglichkeiten. Karsten Trautvetter: „In der Tagschicht kann der Anwender flexibel und manuell kleine Serien fertigen. Über Nacht schließt man die Roboterzelle an – das nimmt nur zehn Minuten in Anspruch – und die Anlage produziert in mannloser Schicht Serienteile. Das ist flexible Automation im besten Sinne.“ Zu den Voraussetzungen für den Automatikbetrieb gehört die Sensierung des Anschlags, gegen den die Biegeteile gedrückt werden. Diese Aufgabe übernimmt ein Mikroschalter mit extrem geringem Schaltweg, der das Anliegen des Blechs am hinteren Klemmpunkt sehr genau erfasst. Dabei stellte sich für die Entwickler die Frage: Wie kommt das Signal von der Abkantpresse zur Roboterzelle? Auch hier ist Funktechnik von Steute im Einsatz. Während der Mikroschalter von Bystronic beigestellt wird, liefert Steute das zugehörige Funkmodul, den Empfänger und auch die Antenne, die in die Roboterzelle integriert ist. Auch hier gibt es einen größeren Eigenanteil von Bystronic. Karsten Trautvetter: „Wir fertigen das Gehäuse mit Batteriehalter und integrieren die Steute-Funktechnik.“ Damit hat Bystronic nicht nur ein neues, sondern ein einzigartiges und wirklich innovatives Automatisierungskonzept entwickelt, das auf Anhieb auf großes Interesse stieß. Deshalb wurde aus der ersten Mobile Bending Cell für die Xpert 40 schnell eine ganze Serie, die auch bei größeren Xpert-Anlagen mit bis zu vier Metern Abkantlänge eine bedarfsweise und damit flexible Automatisierung erlaubt. Mit den mobilen Roboterzellen lassen sich auch vorhandene Xpert-Anlagen nachträglich automatisieren. In diesem Fall muss man an der Maschine nur die Klemmung austauschen und den „Funkfinger“ nachrüsten. Das Funkmodul kommuniziert dann mit der Roboterzelle. So macht Funk flexibel und schafft eine wesentliche Voraussetzung für die flexible Automation eines zentralen Prozesses in vielen metallverarbeitenden Unternehmen. Damit trifft Bystronic einen aktuellen Bedarf in der Industrie, wie die große Nachfrage nach den Mobile Bending Cells zeigt.

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