Image
Grüner Laser wird im Vergleich zum Infrarotlaser um Faktor 5 bei Werkstoffen wie Kupfer stärker absorbiert. Das lässt auf ein ideales Einsatzgebiet beim Laserstrahlschweißen für die e-Mobilität schließen.
Foto: Cvecek, Kaufmann
Grüner Laser wird im Vergleich zum Infrarotlaser um Faktor 5 bei Werkstoffen wie Kupfer stärker absorbiert. Das lässt auf ein ideales Einsatzgebiet beim Laserstrahlschweißen für die e-Mobilität schließen.

Laserschweißen

Laserstrahlschweißen mit grünem Laser

Laserstrahlschweißen ist bei der E-Mobilität eine gerne eingesetzte Fügetechnologie. Gerade bei Kupfer könnte  der grüne Laser seine Vorteile ausspielen.

Die Automobilindustrie befindet sich im Wandel. Hohe CO2-Emissionen machen die Entwicklung alternativer Antriebskonzepte erforderlich und Elektrofahrzeuge stellen dabei aktuell die vielversprechendste Lösung dar. Eines der relevantesten Fügetechnologien für Komponenten der Elektromobilität ist das Laserstrahlschweißen. Hohe Präzision, kontaktlose Schweißverbindungen und flexible Prozessgestaltungsmöglichkeiten ermöglichen es, hohen Qualitätsanforderungen gerecht zu werden.

Infrarotlaser nicht ideal – grüner Laser wird besser absorbiert

Aufgrund der guten elektrischen und thermischen Leitfähigkeiten werden häufig Werkstoffe wie Kupfer und Aluminium eingesetzt  Konventionell verwendete Infrarotlaser (IR) werden bei Raumtemperatur jedoch nur zu einem geringen Anteil von diesen hochreflektiven Werkstoffen absorbiert. Ein Lösungsansatz für das Fügen dieser Werkstoffe ist der Einsatz von grüner Laserstrahlung, die im Vergleich zu IR, um ca. den Faktor 5 stärker in Kupfer absorbiert wird. Um die Leistungsfähigkeit des grünen Lasers für die Produktion von Elektromobilkomponenten zu verbessern, wird im Rahmen des WZL-Forschungsprojektes „GreenPls“ ein umfassendes Konzept für eine modular aufgebaute Laserbearbeitungseinheit mit grüner Laserstrahlung entwickelt und mit konventionellen Infrarotlasern verglichen. Hierzu wird parallel an den Forschungsfeldern Prozessoptimierung und -überwachung, Vorrichtungs- und Sicherheitstechnik sowie einem auf das Anwendungsfeld der Elektromobilkomponenten angepassten Anlagenlayouts gearbeitet.

Tests unter Realbedingungen

Am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen werden die Forschungsarbeiten mit der Infrastruktur der Anlauffabrik an der RWTH Aachen praktisch umgesetzt und unter realen Bedingungen getestet: Vorrichtungskomponenten und Prototypenbauteile werden mittels Laserschneiden und additiver Fertigung hergestellt. Das Sicherheitskonzept und die Batterieprototypen werden in der Laserschweißzelle entwickelt, erprobt und aufgebaut. Durch die vollumfängliche Betrachtung von Prozessentwicklung bis hin zu einem kompletten Anlagenlayout soll ein hoher Reifegrad der Forschungsergebnisse erzielt werden, was eine schnelle industrielle Nutzung der Forschungsinhalte gewährleistet. Im August 2020 fand erfolgreich der digitale Kick-off des Forschungsprojektes „GreenPls“ unter der Leitung des Konsortialführers Bayerisches Laserzentrum (blz) und dem Werkzeugmaschinenlabors WZL der RWTH Aachen University statt und läutete damit die Projektlaufzeit von zwei Jahren ein. In zwei Konsortialtreffen auf dem RWTH Aachen Campus in Aachen und beim Bayerischen Laserzentrum in Erlangen wurden erste Anlagen- und Vorrichtungskonzepte erarbeitet und Schweißversuche mit Batteriekomponenten in der Anlauffabrik an der RWTH Aachen und im Technikum des blz durchgeführt. Das Konsortium aus vier Partnern sieht das Projekt als große Chance für den Fertigungsstandort Deutschland. Besonders kleinen und mittleren Unternehmen soll durch die Ergebnisse von „GreenPls“ der Zugang zu neuen Produktfeldern und Absatzmärkten in der sich im Wandel befindenden Automobilindustrie ermöglicht werden.

Image
Auch das Upgrade einer vorhandenen Produktionsanlage mit Lava-Technologie ist möglich.
Foto: Lava-X

Messen

Laserstrahlschweißen im Vakuum

Lava-X präsentiert seine innovative und energiesparende Technologie auf der diesjährigen Sensor+Test.

Foto: LZH

Trenntechnik

Effizienter Reaktorrückbau durch Laserstrahlschneiden?

Lässt sich Laserstrahlschneiden unter Wasser für den Reaktorrückbau einsetzen? Dieser Frage wollen Forscher des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) nachgehen.

Foto: Precitec

Laserschweißen

Qualitätssicherung beim Laserstrahl-Remoteschweißen

Für die Prozessüberwachung beim Laserfügen führt die Precitec-Weld-Master-Plattform die Pre-, In- und Post-Überwachung in einem System zusammen.

Foto: Fraunhofer ILT, Aachen

Laserschweißen

Inline-Prozess optimiert Laserstrahl

Das Fraunhofer ILT hat für das Laserauftragschweißen ein Inline-System zur Prüfung, Qualifizierung und Justage des fokussierten Pulvergasstrahls entwickelt.