Trumpf-Technologiestudie zur Sprachsteuerung einer Lasermarkieranlage. Der Anlagenbediener spricht sämtliche relevanten Steuerungsbefehle direkt in ein Mikrofon .
Foto: TRUMPF

IT-Lösungen

Lasermarkieranlage per Sprache steuern

Eine mit KI ausgestattetete Sprachsteuerung macht die händische Eingabe von Steuerungsbefehlen überflüssig und erlaubt somit auch barrierefreies Arbeiten.

Trumpf hat auf der Fachmesse Laser World of Photonics Ende Juni 2019 in München eine Laseranlage mit künstlicher Intelligenz (KI) vorgestellt, die sich intuitiv per Sprachbefehl steuern lässt. Das Prinzip funktioniert ähnlich wie bei Smartphones mit Spracherkennung. Die mit einem Markierlaser ausgestattete Anlage zeigte das Potenzial von KI im Bereich der Lasermaterialbearbeitung. „Künstliche Intelligenz ist die nächste Stufe der Automatisierung und eine Schlüsseltechnologie für die vernetzte Industrie. KI macht die Produktion mit unseren Lasern in Zukunft noch effizienter, einfacher und anpassungsfähiger“, sagt Christian Schmitz, für die Lasertechnik zuständiger Geschäftsführer bei Trumpf. Bei der gezeigten Technologiestudie kann der Anlagenbediener sämtliche relevanten Steuerungsbefehle wie „Türe öffnen/schließen“, „Starte den Markiervorgang“ oder „Wie viele Produkte hast du heute markiert?“ direkt in ein Mikrofon sprechen. Die Laseranlage antwortet ihm entsprechend und führt den Sprachbefehl aus.

Vorteile der Sprachsteuerung

Durch die Sprachsteuerung ergeben sich mehrere Vorteile. So ist die Maschine beispielsweise auch für unerfahrene Nutzer leicht per Sprache bedienbar, da das Erlernen der händischen Befehlseingabe über die Benutzeroberfläche mit mehrstufigen Menüstrukturen entfalle. Außerdem kann der Anlagenbediener während des Sprachbefehls parallel das nächste Bauteil vorbereiten oder aus der Anlage entnehmen und gewinnt dadurch Zeit. Darüber hinaus erlaubt die Sprachsteuerung auch Menschen mit Handicap einen barrierefreien Umgang mit der Anlage.

In Zukunft wählt die Maschine das richtige Programm selbst aus

In einem zweiten Schritt möchten die Trumpf-Entwickler die Bedienung der Markieranlage noch weiter vereinfachen. Konkret heißt das: Aktuell muss der Anlagenbediener der Maschine sagen, welches Teil er eingelegt hat, damit das richtige Markierprogramm startet. In Zukunft wird die Anlage dank moderner Sensorik und Bilderkennungssoftware selbst erkennen, welches Bauteil zur Markierung bereit liegt und das entsprechende Programm auswählen. Hierbei muss das Bauteil nicht auf einer bestimmten Position eingelegt werden – die Maschine ist so intelligent, dass sie den Laser automatisch an die richtige Position fährt, bevor sie mit dem Markiervorgang startet.

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