Anforderung an die Knuth Plasma-Jet Compact H 1530 waren saubere Schnitte in Stahlbleche bis 32 mm.
Foto: Knuth

Schneiden

Keine Nachbearbeitung dank Plasma-Schneiden

Wie Wahlers mit einer Plasma-Schneidlösung von Knuth die Fertigung seiner Forstmaschinen flexibler und produktiver gestaltet hat.

Die Plasma-Schneidlösung machte es möglich. Wahlers setzt auf die Plasma-Jet Compact H 1530 mit Hypertherm-Schneidtechnologie von Knuth. Das Familienunternehmen mit 110 Mitarbeitern ist Generalimporteur der finnischen Marke Ponsse, die zu den weltweit führenden Maschinenherstellern im Forstbereich zählt. Seit Februar 2020 schneidet das Unternehmen alle Stahlbleche bis zu einer Stärke von 32 mm selbst und konnte dadurch seine Werkstattprozesse effektiver organisieren.

Schneidspezialist beriet vor Ort

„Früher haben wir rund 60 Prozent der Schneidarbeiten an Subunternehmer vergeben. Die restlichen 40 Prozent wurden aufwendig per Hand geschnitten und anschließend entgratet. An der veralteten Schlagschere hat das ein bis zwei Stunden pro Werkstück gedauert“, berichtet Werkstattmeister Fabian Haarhaus. Den Wunsch dies zu verändern, gab es schon länger. Nach dem Bau der neuen Werkstatthalle wurde die Suche nach einer effektiveren Lösung 2019 konkret, unter anderem mit einer Anfrage bei Knuth Werkzeugmaschinen.

Dabei waren Haarhaus zwei Dinge besonders wichtig: Die Maschine sollte Baustähle bis 32 mm Stärke sauber schneiden und intuitiv zu bedienen sein. Da die vollen Auftragsbücher bei Wahlers keine Zeit für eine Live-Vorführung im Wasbeker Schneidzentrum ließen, brachte Andreas Hendrich, Knuth Vertrieb Inland, bei seinem zweiten Besuch Schneidspezialist Faruk Saglam mit nach Stemmen. „Nach der ausführlichen technischen Beratung haben wir uns auf die Empfehlung von Faruk Saglam verlassen und wurden auch nicht enttäuscht“, betont Haarhaus.

Gute Schnittergebnisse

Die Plasma-Jet Compact H 1530 mit der MaxPro 200 Plasmaquelle verfügt über einen Tisch mit 1.500 mm Schneidbreite und 3.000 mm Schneidlänge und ist standardmäßig für ein Abluftfiltersystem mit automatischer Verschlusssteuerung vorbereitet. Wahlers entschied sich für eine hocheffiziente Entstaubungs- und Filtrationseinheit mit einer Leistung von 4.000 m3/h. Sie wurde speziell für die Absaugung und Filtration von Staub und Rauch entwickelt, der während des Schneidevorgangs entsteht. Zudem wurde die Schneidanlage mittels eines Kältetrockners an die vorhandene Druckluftanlage angepasst. Die Hypertherm Schneidtechnologie ermöglicht gute Schnittergebnisse.

Intelligente Softwarelösung

Erfahrung mit Plasma-Anlagen hatte bei Wahlers zuvor niemand. Sechs Werkstattmitarbeiter erhielten eine intensive, zweitägige Schulung durch Faruk Saglam. „Dass man auch Aluminium mit weniger Strom und für noch bessere Schnittergebnisse mit reinem Sauerstoff schneidet, muss man eben lernen“, nennt Haarhaus ein Beispiel, „ebenso welche Düse man wann verwendet.“ Und auch bei der Bedienerfreundlichkeit überzeugt die Plasma-Jet. Über die Software Libellula Wizard PRO können Standardformen ausgewählt und die Maße einfach angepasst werden.
Ein weiterer Pluspunkt: Passend zum Material schlägt die Software Parameter für ein optimales Schneidergebnis vor. Zwei Mitarbeiter haben sich darüber hinaus in das Zeichenprogramm Libellula.CAD 2D eingearbeitet, um eigene Formen zu erstellen und abzuspeichern.

Schnellere Fertigung

„Mit der Plasma-Jet sind wir deutlich schneller und schaffen alle Schneidarbeiten intern“, betont Haarhaus. Ein bis zwei Stunden ist die Anlage pro Tag im Einsatz, schneidet am Vormittag Fertigungsteile für Rahmen, Seilwindenkästen, Verstärkungsbleche für Krane und Aggregate, die nachmittags zusammengeschweißt werden. „Wir können heute viel flexibler arbeiten als früher“, so der Werkstattleiter, „und anders als beim manuellen Schneiden müssen die Werkstücke nicht mehr nachbearbeitet werden, da die Qualität der Schnittkanten völlig ausreicht.“ Um die Produktivität der Plasma-Jet auch langfristig zu sichern hat Wahlers zudem einen Wartungsvertrag mit Knuth abgeschlossen und die Programmierung der Schneidanlage um eine Mehrnutzerlizenz über das hausinterne Netzwerk ergänzt.

Über Wahlers

Pro Jahr liefert Wahlers 40 Harvester und 40 Forwarder zum Ernten und Abtransport der Baumstämme an Kunden aus der Forstwirtschaft in Deutschland, Österreich, Schweiz und den Niederlanden. „Jede zweite Maschine statten wir zusätzlich mit Umbauten wie Seilwinden, Klemmbänken, Fällgreifern oder Drehrungen für die Forstmaschinen aus“, erklärt Fabian Haarhaus, „unsere Kunden wissen zu schätzen, dass wir für alle Wünsche offen sind und sie auch bei Sonderanfertigungen unterstützen.“