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Thyssenkrupp Steel legt den Grundstein für ein Doppelreversiergerüst in Bochum. Von links nach rechts: Dr. Heike Denecke-Arnold, Produktionsvorstand Thyssenkrupp Steel, Markus Kovac, Downstream Operations Werksbereich Bochum, Polier Eyüp Demirtas, Bauunternehmen Friedrich Rempke, Thomas Eiskirch, Oberbürgermeister Bochum.
Foto: Thyssenkrupp Steel
Thyssenkrupp Steel legt den Grundstein für ein Doppelreversiergerüst in Bochum. Von links nach rechts: Dr. Heike Denecke-Arnold, Produktionsvorstand Thyssenkrupp Steel, Markus Kovac, Downstream Operations Werksbereich Bochum, Polier Eyüp Demirtas, Bauunternehmen Friedrich Rempke, Thomas Eiskirch, Oberbürgermeister Bochum.

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Investition in Kompetenzzentrum für Elektromobilität und höherfeste Stähle

Thyssenkrupp Steel legt den Grundstein für ein Doppelreversiergerüst in Bochum. Damit soll der Standort als neues Kompetenzzentrum eine wichtige Rolle in der Strategie 20-30 spielen.

Thyssenkrupp Steel macht weiter Tempo bei der Umsetzung der Stahlstrategie 20-30. Am Standort Bochum wurde gestern der Grundstein für ein sogenanntes Doppelreversiergerüst gelegt. Mit diesem Aggregat sollen zukünftig noch dünnere und festere Stähle vor allem für den Einsatz in der Elektromobilität produziert werden. Die Investitionssumme beträgt rund 100 Mio. EUR. Die Fertigstellung des Aggregats ist für Sommer 2023 geplant.

Klares Signal für den Standort Bochum

Das Werk an der Essener Straße wird in den nächsten Jahren zu einem Kompetenzzentrum für Elektromobilität ausgebaut. Dr. Heike Denecke Arnold, Produktionsvorstand bei Thyssenkrupp Steel: „Die Investition in das neue Doppelreversiergerüst ist ein klares Signal für den Standort Bochum. Wir wollen hier unter anderem unsere Kompetenzen bei höherfesten Stählen und beim Thema Elektromobilität noch einmal deutlich stärken, um uns noch konsequenter über die Qualität unserer Erzeugnisse differenzieren zu können. So wollen wir mit noch dünneren und festeren Blechen beispielsweise dazu beitragen, die Energieeffizienz und somit die Reichweite von E-Motoren weiter zu steigern.“ Das neue Doppelreversiergerüst verbessert die am Standort vorhandenen Fähigkeiten bei sogenanntem nicht kornorientierten Elektroband noch einmal deutlich. Das Walzgerüst wird durch eine beliebig steuerbare Anzahl von vor- und zurückführenden – reversierenden – Walzvorgängen besonders dünne Materialien, mit hoher Planheit und engsten Dickentoleranzen walzen können. Dies ist bei Blechen, die in Elektromotoren und Generatoren, zum Beispiel für Windräder, eingesetzt werden, besonders wichtig, weil so die Magnetisierungsverluste minimiert werden können.

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Weitere Großinvestitionen aus der Stahlstrategie 20-30

Das neue Doppelreversiergerüst wird außerdem die Fähigkeiten des Bochumer Standortes bei höherfesten Erzeugnissen für die Automobilindustrie stärken. Solche Stähle werden zum Beispiel im Chassisbereich und bei crashrelevanten Bauteilen eingesetzt und schützen so die Sicherheit der Insassen. Die Investition stärkt damit weiter die Kompetenzen von Thyssenkrupp Steel bei wirtschaftlichem Leichtbau für die Automobilindustrie. Das neue Doppelreversiergerüst ist dabei nur eine der Großinvestitionen aus der Stahlstrategie 20-30. Ergänzt werden wird sie zum Beispiel durch den Bau einer Glüh- und Isolierlinie, deren Inbetriebnahme für 2024 geplant ist. Durch diese und weitere Optimierungen im Produktionsnetzwerk werden Qualitätssteigerungen in der gesamten Prozesskette des Bochumer Standortes genutzt, um bei höherfesten Mehrphasenstählen oder bei den optimierten Elektrobandgüten der Zukunft punkten zu können.