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Foto: Schmale Maschinenbau

Umformtechnik

Integrierbare servoelektrische Presse

Die servoelektrische 7.000-kN-Presse von Schmale Maschinenbau kann in Arbeitswand integriert werden und erspart teuere Folgeverbundwerkzeuge.

Schmale Maschinenbau stellt eine servoelektrische Presse mit 7.000 kN Presskraft vor, die mit einer Höhe von 3,50 m und einem Eigengewicht von circa 22 t vergleichsweise klein ist. Die geringen Maße erlauben es, die Presse als einzelne Station neben anderen Aggregaten in eine Arbeitswand zu integrieren.

Das Unternehmen aus Altena ist seit etwa 10 Jahren verstärkt im Bereich servoelektrische Aggregate aktiv und hat seine erste servoelektrische Presse mit 2.000 kN Kraft um 2013 und eine 2015 dann eine Presse mit 3.000 kN Kraft auf den Markt gebracht. Jetzt haben die Maschinenbauer aus dem Sauerland erstmals eine servoelektrische Presse zur Kaltumformung mit einer Kraft von 7.000 kN konstruiert und in die Arbeitswand einer Standardmaschine vom Typ X2000NC integriert. Die Presse erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 40 Takten pro Minute bei Maximalhub. Bei kürzeren Hüben arbeitet sie deutlich schneller. Darüber hinaus verfügt die Presse über eine Hublagenverstellung.

Die 7.000 kN Presse ist Teil einer Anlage mit verschiedenen Stationen zur Materialumformung an einer Arbeitswand. „Wir haben recherchiert und sind weltweit offenbar die Ersten, die eine Presskraft von 7.000 kN in einer so kompakten Presse realisiert haben. Als zweiten Schritt haben wir diese Presse direkt in eine Arbeitswand integriert. Und das ist eine echte, konstruktive Revolution“, so Jörg Kiesow, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei Schmale Maschinenbau.

7.000-kN-Presse als Alternative zu Großpressen mit Folgeverbundwerkzeugen

Die Idee hinter dieser Konzeption ist, für bestimmte Fertigungsprozesse teure Folgeverbundwerkzeuge mit ihren langen Inbetriebnahmezeiten zu ersetzen. Für die Schmale-Lösung fallen geringere Werkzeugkosten an und die Rüstzeiten sind kürzer, da die 7.000-kN-Presse nur einen Teil des Umformprozesses vornimmt. Weiter Umformprozesse werden auf anschließende Stationen verteilt, die weniger große Kräfte benötigen und mit eigenen kostengünstigen Werkzeugen arbeiten. Am Ende des Prozesses entstehen Teile, wie sie bisher qualitativ und in dieser Taktleistung nur mit großen Folgeverbundwerkzeugen hergestellt werden konnten,. heißt es bei Schmale Maschinenbau. Alle Stationen der Anlage werden dabei gleichzeitig von einem servoelektrischen Lineartransfer bedient, so dass die Taktleistung gleich bleibt. Und das zu einem Bruchteil der Kosten, die ein klassischer Großpressenhersteller für seine Lösung verlangt.

Daneben gibt es noch weitere Vorteile. Durch die vergleichsweise geringe Baugröße und das leichte Gewicht passt die Anlage in fast jede Halle, ist transportabel und benötigt kein eigenes Fundament. Das sind weitere, wichtige Faktoren, wenn es darum geht die Investitionskosten in Grenzen zu halten.

Schmale hat hier eine Marktlücke erkannt und betritt mit dieser Entwicklung zum wiederholten Male technologisches Neuland. Bisher hat sich kein anderer Maschinenbauer an eine solche Herausforderung herangewagt. Das Unternehmen wirbt für sich mit dem Satz: Servotechnik im Grenzbereich. Und offensichtlich haben die Sauerländer diese Grenzen jetzt wieder ein Stück weiter gesteckt. Die Neuentwicklung habe bereits überzeugt, heißt es, denn das Unternehmen habe schon mehrere Anlagen mit der integrierten 7.000-kN-Presse an Kunden verkauft.

Schmale Maschinenbau in Altena

Die Schmale Maschinenbau GmbH legt das Hauptaugenmerk auf eine technologieorientierte Anlagenplanung. „Wir sehen uns als Ingenieurbüro mit angegliedertem Maschinenbau. Daher gibt es bei uns auch keine Lösung von der Stange“, sagt Geschäftsführer Daniel Schmale. Das Unternehmen hat sich in den letzten Jahren konsequent auf die Entwicklung und Integration der Servotechnik in den Steuerungsbau konzentriert.

Für jedes Fertigungsproblem konzipiert und plant Schmale passende Anlagen zur Draht-, Rohr- und Bandverarbeitung aus einem Paket von Maschinenen und Aggregaten aus dem eigenen Portfolio. Die Fertigungsaggregate können nach dem Baukasten-Prinzip kombiniert werden und sind nicht an ein bestehendes Maschinenkonzept gebunden.

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