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Prof. Dr.-Ing Katja Windt, CDO der SMS Group: „Wir haben uns bei SMS so aufgestellt, dass wir die Anlagen unserer Kunden im gesamten Lebenszyklus verlässlich aus einer Hand betreuen können.“
Foto: SMS Group
Prof. Dr.-Ing Katja Windt, CDO der SMS Group: „Wir haben uns bei SMS so aufgestellt, dass wir die Anlagen unserer Kunden im gesamten Lebenszyklus verlässlich aus einer Hand betreuen können.“

Unternehmen

Höchster Auftragseingang seit zehn Jahren bei der SMS Group

Die steigende Nachfrage nach Dekarbonisierungs- und Recycling-Technologien macht sich positiv bemerkbar. Darüber hinaus setzt die SMS-Group auf den Ausbau des Service-Geschäfts.

Die SMS Group hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren Auftragseingang um 86 % auf 3.507 Mio. EUR nahezu verdoppelt und damit den höchsten Wert der vergangenen zehn Jahre erzielt. Ursächlich hierfür waren Aufholeffekte nach dem Corona-bedingten Einbruch im vergangenen Geschäftsjahr, aber auch die steigende Nachfrage nach Dekarbonisierungs- und Recycling-Technologien. Der Auftragsbestand erhöhte sich signifikant auf 3.944 Mio. EUR. Da die Abnahmen einiger Projekte während der Pandemie verschoben wurden, lag der Umsatz zum Jahresabschluss mit 2.559 Mio. EUR um 6,8 % unter dem Vorjahreswert. Das Ergebnis vor Steuern beträgt 87 Mio. EUR. Nach der Pandemie ist SMS damit wieder zu einem profitablen Wachstum zurückgekehrt. Durch die Verlängerung des Zukunftstarifvertrags und sozialverträglichen Personalabbau konnten die Personalkosten in Deutschland nachhaltig um 75 Mio. EUR gesenkt werden. Der Free Cash Flow verbesserte sich deutlich auf 145 Mio. EUR, die Nettoliquidität stieg auf 978 Mio. EUR. Auch die Investitionen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr auf 151 Mio. EUR. Mit dem vollständigen Erwerb des Hochofenspezialisten Paul Wurth im April 2021 hat SMS seine Position als Technologiepartner und Komplettanbieter für die Stahlindustrie zusätzlich gestärkt.

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Technologien zur Dekarbonisierung sehr gefragt

Burkhard Dahmen, CEO der SMS Group: „Nahezu alle Industrieländer haben sich ehrgeizige Klimaziele gesetzt und Strategien für die Transformation ihrer Stahlindustrien beschlossen. Heute produzieren integrierte Stahlwerke jährlich rund 1,3 Mrd. t Rohstahl auf der konventionellen Route und sind dabei für 90 % der CO2-Emissionen der Stahlindustrie verantwortlich. Diese Produktionskapazitäten müssen in den kommenden Jahrzehnten transformiert werden. Als Systemlieferant sind wir in der Lage, unsere Kunden in jeder Situation umfassend zu begleiten.“ Unter dem Motto #turningmetalsgreen liefert SMS nicht nur Lösungen für die Stahlindustrie, sondern entwickelt auch Technologien zur Wiederverwertung von zahlreichen Metallen. Mit dem Kupferproduzenten Aurubis wurde im November vergangenen Jahres eine langfristige strategische Partnerschaft zur Entwicklung und zum Bau mehrerer modularer Recyclinganlagen in Europa und Nordamerika vereinbart. Mit diesen hochmodernen Anlagen zum Multi-Metall-Recycling werden aus Elektroschrotten wertvolle Metalle wie Kupfer, Nickel, Zinn, Zink, Platin und verschiedene Edelmetalle wiedergewonnen und in den Wertschöpfungskreislauf zurückgeführt. Die Primobius-Technologie zum Recycling von Lithium-Ionen-Batterien verzeichnet erste Markterfolge. Nachdem die Demonstrationsanlage in Hilchenbach im Frühjahr 2022 in den kommerziellen Betrieb überführt wurde, hat sich Mercedes-Benz als einer der ersten Kunden für den Einsatz dieser Technologie entschieden. Primobius wird die erste industrielle Anlage in Deutschland am Standort Kuppenheim (Baden-Württemberg) bauen.

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Burkhard Dahmen, CEO der SMS Group: „Die Produktionskapazitäten müssen in den kommenden Jahrzehnten transformiert werden. Als Systemlieferant sind wir in der Lage, unsere Kunden in jeder Situation umfassend zu begleiten.“
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Burkhard Dahmen, CEO der SMS Group: „Die Produktionskapazitäten müssen in den kommenden Jahrzehnten transformiert werden. Als Systemlieferant sind wir in der Lage, unsere Kunden in jeder Situation umfassend zu begleiten.“

Wachsende Rolle des Service-Geschäfts

SMS setzt konsequent auf den Ausbau des Service-Geschäfts. Die drei Kompetenzfelder Elektrik & Automation, Digitalisierung sowie Technischer Service bieten dafür integrierte Lösungen, die zunehmend auch leistungsbasiert bezahlt werden können. Prof. Dr.-Ing Katja Windt, CDO der SMS Group: „Viele Kunden wollen sich stärker auf ihre Kernprozesse konzentrieren und zum Beispiel die Instandhaltung durch Partner durchführen lassen. Dabei geht es primär um Leistungsindikatoren wie Effizienz und Nachhaltigkeit. Wir haben uns bei SMS so aufgestellt, dass wir die Anlagen unserer Kunden im gesamten Lebenszyklus verlässlich aus einer Hand betreuen können: Die Konstruktion der Anlage, die Inbetriebnahme und auch den jahrzehntelangen Betrieb inklusive aller Upgrades und Modernisierungen.“ Gemeinsam mit dem Private-Equity Investor Altor hat SMS 50 % an dem globalen Industrieservice-Unternehmen Kaefer Isoliertechnik GmbH & Co. KG erworben. Das Closing erfolgte am 24. Mai 2022. SMS erwartet in den kommenden Jahren einen stetig wachsenden Markt für industrielle Dienstleistungen und wird nun mit Kaefer Kooperationsmöglichkeiten auf Zukunftsfeldern wie Dekarbonisierung, Digitalisierung, Energiewende oder LNG-Technologie erarbeiten. SMS erwartet in den kommenden Jahren eine beständige und deutliche Zunahme des Auftragseingangs wie auch des Ergebnisses. Für das laufende Jahr wird trotz des Russland-Ukraine-Kriegs mit einem Auftragseingang auf Vorjahresniveau gerechnet.

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