Die beiden voneinander isolierten Drahtelektroden ermöglichen, dass die Lichtbögen individuell geregelt werden.
Foto: Fronius International

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Hier schweißen zwei Drahtelektroden perfekt im Duett

Fronius bietet seinen Tandem-Prozess nun auch auf der TPS/i-Schweißplattform an. Das bringt mehr Abschmelzleistung und Geschwindigkeit sowie weniger Nacharbeit.

Hochleistungsschweißen zeichnet sich durch eine hohe Abschmelzleistung aus, die ein großes Nahtvolumen oder hohe Schweißgeschwindigkeiten ermöglicht. Das ist insbesondere beim Fügen von großvolumigen Bauteilen oder langen Nähten für Baumaschinen, Nutzfahrzeuge aber auch Automobil-Teile und im Schiffsbau relevant.
Die hohe Prozessorleistung der TPS/i verbessert den synchronisierten Twin Push Tandemprozess: Der Prozess ist noch stabiler und zuverlässiger und die erhöhte Spaltüberbrückbarkeit spart dem Anwender Zeit in der Bauteil-Vorbereitung. Auch die Nacharbeiten können reduziert werden, denn die genaue Regelung des Schweißprozesses ermöglicht eine kontrollierte Tropfenablöse und eine geringe Wärmeeinbringung ins Bauteil und sorgt so für spritzerarme Ergebnisse mit minimalem Verzug.

Fronius bietet mit TPS/i Twin Push neue Prozess- und Regelvarianten

  • PMC (Pulse Multi Control) Twin zeichnet sich durch einen kurzen, fokussierten Impulslichtbogen aus und sorgt dadurch für einen verbesserten Einbrand und eine erhöhte Schweißgeschwindigkeit.
  • Die PulseSync-Option erlaubt es dem Anwender, stark voneinander abweichende Vorschubgeschwindigkeiten für die beiden Drahtelektroden zu wählen. So hat er mehr Spielraum um die Schweißparameter ideal auf sein Bauteil abzustimmen und höhere Schweißgeschwindigkeiten erzielen zu können.
  • Die Stromquelle korrigiert dabei automatisch alle relevanten Parameter wie die Zündeigenschaften, den Zeitpunkt der Tropfenablöse und das Pulsverhältnis.
  • Darüber hinaus unterstützen neue Regelmechanismen den Schweißer: Der Lichtbogenlängenstabilisator und der Einbrandstabilisator erhöhen die Prozessstabilität und erleichtern das Parametrieren.
  • Wenn die Position der Nahtstelle – etwa wegen Bauteilverzug oder ungenauem Einspannen – variiert, hilft die automatische Nahtsuche: Während dem Schweißen übermittelt das Schweißsystem dem Roboter ein Nahtsuch-Signal damit er - wenn nötig - korrigiert.

Ausgeklügeltes System – lange Standzeiten

Der Twin Prozess basiert auf dem Tandemschweißen, bei dem zwei Drahtelektroden in einen Brenner mit gemeinsamer Gasdüse gefördert werden, aber elektrisch voneinander isoliert bleiben. Dadurch lassen sich die Lichtbögen individuell regeln und – auch bei unterschiedlicher Leistung – exakt synchronisieren und aufeinander abstimmen.
Neben zwei TPS/i Stromquellen benötigt das Twin Push System einen Twin Controller. Dieser synchronisiert den Schweißprozess und fungiert als Schnittstelle, die mit allen Roboter-Marken kompatibel ist. Der kompakte Drahtvorschub, Kühlung, Schlauchpaket und Twin-Brenner komplettieren das Schweißsystem. Die verbesserte Kühlung des Brenners ermöglicht längere Standzeiten der Verschleißteile.

Zudem hat Fronius die Robacta TSS/i Torch-Service-Station entwickelt: Das Brenner-Reinigungssystem vereint unterschiedliche Reinigungsmethoden wie etwa Hochdruck-Reinigung, Bürstenreinigung und magnetische Reinigung aber auch die Reinigung mittels Fräser. Die professionelle Brennerreinigung senkt die Gesamtkosten durch eine längere Lebenszeit der Verschleißteile.

Roboter wechselt selbstständig den Brennerkörper

Die Effizienz des Schweißsystems kann durch den Einsatz der TX Twin Schweißbrenner Wechselstation weiter gesteigert werden: Die Konsole ermöglicht den automatisierten Wechsel zwischen Twin und Single Brennerkörpern. So kann dasselbe System besonders schwer zugängliche Stellen mit dem kompakteren Single-Brennerkörper schweißen. Der Roboter wechselt selbstständig den Brennerkörper – Das macht Geisterschichten möglich.

So ermöglicht das TPS/i Twin Push System Tandemschweissen auf höchstem Niveau:

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Foto: Lissmac

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Foto: IPH

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