Martin Sträb, CEO Güdel Group, und Bernd Peter Schmidt, der Leiter des Geschäftsbereiches Trafoanlagen bei Georg, versprechen sich viel von der zukünftigen Zusammenarbeit.
Foto: Heinrich Georg Maschinenfabrik

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Georg und Güdel kooperieren bei Automatisierung der Transformatorenfertigung

Die Heinrich Georg Maschinenfabrik und die Güdel Group kooperieren bei der Entwicklung von Anlagen für das automatische Stapeln von Transformatorenkernen. Ziel sind industrie-4.0-taugliche Anlagen, die die Produktion von Transformatoren beschleunigen.

Die Heinrich Georg GmbH Maschinenfabrik und die Güdel Group AG haben einen Kooperationsvertrag über die gemeinsame Entwicklung von Anlagen für das automatische Stapeln von Transformatorenkernen geschlossen. Die Firma Georg bringt ihr Know-how im Anlagenbau ein, Güdel die Robotertechnik für das automatische Legen der Bleche. So entstehen in Zukunft Anlagen, die die Produktion von Transformatoren beschleunigen.

Manuelles Stapeln ist häufig Stand der Technik

Häufig stapeln Anwender bei der Herstellung von Leistungs- und großen Verteiltransformatoren die einzelnen Bleche für die Kerne der Transformatoren noch manuell. Das Potenzial moderner Handlingsysteme und der Vernetzung von Daten bleibt dabei ungenutzt. Besonders für Offline-Anlagen existieren bisher nur sehr wenige hochautomatisierte Systeme.

Robotersysteme für das Ablegen der Kernbleche

Güdel hat auf Basis seiner Roboterportale bereits ein automatisches Kernlegesystem für Transformatoren im Bereich von 50 kg bis 350 t Gewicht entwickelt und bei einem europaweit führenden Transformatorenhersteller in Betrieb genommen. Die Portalroboter erzielen deutlich reduzierte Produktionszeiten. Die Güdel Group realisiert mit ihren Technologien Lösungen für Bewegungsaufgaben in der industriellen Automation.

Zukunftspotenzial der Zusammenarbeit in der Automatisierung

Martin Sträb, CEO Güdel Group, betont: „Gemeinsam mit unserem Partner Georg Trafoanlagen werden wir noch bessere Automationslösungen für die Transformationsindustrie erarbeiten. Die Effizienz wird weiter erhöht und damit auch die Zufriedenheit unserer Kunden. Ich freue mich auf unsere gemeinsame Arbeit.“

Georg bringt in die Zusammenarbeit profunde Kenntnis der gesamten Anlagentechnik in der Trafoindustrie ein – vom Abwickeln des Bandes vom Coil über das Längsteilen des Bandes bis zum Schneiden der Bleche und dem Stapeln der Kerne. Güdel steuert die Roboter-Handlingsysteme und die Vernetzung der einzelnen Komponenten untereinander bei.

Der Fokus der ersten gemeinsamen Projekte liegt auf der Entwicklung einer Offline-Anlage für das automatische Stapeln von Transformatorkernen, denn es gibt mehrere Kunden von Georg, die die Bleche auf Vorrat schneiden, sie einlagern und erst zu einem späteren Zeitpunkt mit einer Offline-Anlage zu Kernen stapeln wollen. Die in der Georg-Anlage geschnittenen und zwischengelagerten Bleche werden von Güdel-Robotern aufgenommen und vollautomatisch gelegt. Die Roboter erzielen beim Positionieren höchste Genauigkeiten und beschleunigen darüber hinaus den Kernlegeprozess deutlich. Der direkte Transfer der Daten von der Schneidanlage zur Robotereinheit macht zeitraubende manuelle Prozesse überflüssig. Durch diese Datenkopplung lassen sich die neuen Systeme leicht in digital vernetzte Umgebungen einbinden und ebnen so den Weg zu Industrie 4.0.

Bernd Peter Schmidt, der Leiter des Geschäftsbereiches Trafoanlagen bei Georg: „Durch die Kooperation beider Unternehmen werden wir vollständige Anlagen liefern, die das Stapeln der Bleche sehr viel effizienter machen.“

www.guedel.com

www.georg.com

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