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Foto: BLM Group
Flexibilität in der Fertigung: Durch den Einsatz zweier Rohrlasermaschinen mit unterschiedlichen Laserquellen kann Tillmann & Schroyen seinen Kunden bedenkenlos kürzeste Lieferzeiten zusagen.

Laserschneiden

Flexible Fertigung mit zwei Rohrlasern

Tillmann & Schroyen verschafft  sich in der Verarbeitung von Rohren und Profilen Flexibilität und Effizienz  durch die Anschaffung zweier Rohrlasermaschinen.

„Wir haben völlige Freiheit in der Entwicklung neuer Produkte und können dabei in idealer Weise Synergien nutzen“, freut sich Markus Tillmann über die Flexibilität, die mit der Inbetriebnahme zwei innovativer Rohrlaser der BLM Group bei der Tillmann & Schroyen GmbH & Co. KG Einzug gehalten hat. 2013 ließ der geschäftsführende Gesellschafter eine LT8.10 mit CO2-Laser installieren. 2016 folgte eine LT Fiber mit Faserlaser. Mit diesem Maschinen-Duo schneidet das metallverarbeitende Unternehmen mit Sitz in Arnsberg im Hochsauerlandkreis Rohre und Profile aller Geometrien sowohl aus Stahl, Edelstahl und verzinktem Stahl als auch aus Aluminium, Messing und Kupfer.

Gärten, Parkanlagen, Werksgelände, Industrieanlagen und zahllose weitere Einsatzbereiche – mit der Qualität seiner Zaunsysteme hat sich Tillmann & Schoyen in weiten Teilen Europas einen Namen gemacht. „Im Markt sind zunehmend individuelle Sonderlösungen gefragt. Mit unseren Rohrlasern decken wir selbst ausgefallene Wünsche unserer Kunden effizient und wirtschaftlich ab“, stellt Jurgen Schroyen fest, seit September 2018 ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens.

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Foto: Nadia Baldo
Mit ihrem CO2-Laser mit 3 kW Leistung schneidet die LT8.10 Rohre mit Durchmessern bis 200 mm und Profile mit Stangengewichten bis 40 kg/m.

40 % Projektgeschäft

Auch im Marktsegment mobiler Hochsicherheitszäune gewinnt das Projektgeschäft für Tillmann & Schroyen zunehmend Bedeutung. Bei diesen Zäunen handelt es sich um mobile Hochsicherheitszäune (Capra) aus etwa 800 kg schweren mobilen Elementen, die jeweils aus Betonsockeln mit aufgesteckten Metallzäunen bestehen und sich mit patentierten Verzahnungen miteinander verbinden lassen. Sie kommen unter anderem bei Veranstaltungen wie Demonstrationen zum Einsatz oder schützen Flughäfen, Werksgelände und Lagerbereiche vor unbefugten Eindringlingen. In ihrer Herstellung ist Kompetenz gefragt, müssen die Zäune je nach Anwendungsbereich doch Industrienormen erfüllen. Alles in allem erwirtschaftet Tillmann & Schroyen inzwischen etwa jeden dritten Euro seines Umsatzes im Projektgeschäft. Und das Unternehmen will es kontinuierlich weiter ausbauen. Ohne innovative Technik für das Laserschneiden von Rohren und Profilen wäre das kaum denkbar. „Gerade auch im Geschäft mit mobilen Hochsicherheitszäunen müssen wir häufig sehr schnell reagieren. Dank unserer beiden Rohrlaser können wir unseren Kunden bedenkenlos selbst kürzeste Lieferzeiten zusagen“, betont Tillmann die zentrale Bedeutung der Rohrlaser der BLM Group im Produktionsprozess des Unternehmens, der sich durch hohe Fertigungstiefe auszeichnet.

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Foto: Nadia Baldo
Durch das Lasern von Sechskantlöchern (oben) konnte sich Tillmann & Schroyen am Markt ein Stück weit vom Wettbewerb absetzen.

Artube steht für Flexibilität in der Fertigung

Vor allem auch die CAD/CAM-Software Artube der BLM Group ermöglicht Tillmann & Schroyen kürzeste Reaktionszeiten. Die CAD/CAM-Software setzt die mit dem 3D-CAD-Programm SolidWorks erzeugten Daten in einzigartiger Weise automatisch in Produktionsprogramme für die beiden Rohrlaser um. Insbesondere im Projektgeschäft stellen die Kunden zunehmend auch fertige CAD-Dateien zur Verfügung. Bei Bedarf kann das Arnsberger Unternehmen die Maschinenprogramme mit wenigen Mausklicks flexibel anpassen. Zudem kann es die Produktion mit Artube vorab grafisch simulieren sowie die Fertigungszeiten und -kosten kalkulieren – und seinen Kunden schneller denn je Angebote unterbreiten. „Derzeit arbeiten wir mit der BLM Group an der Integration unserer CAD- und ERP-Programme mit Artube sowie der Protube Enterprise-Software für die Planung und Überwachung der Rohrlaser“, verrät Schroyen. Die daraus resultierende tiefere Automatisierung soll die Produktion noch einmal beschleunigen und weitere Fehlerquellen ausschließen. Das Unternehmen wird die Aufträge seiner Kunden noch zuverlässiger abarbeiten können. „Wir haben uns im Vorfeld der Entscheidung für die LT8.10 etwa ein Jahr lang mit der Thematik des Rohrlaserschneidens beschäftigt und mit mehreren Lieferanten gesprochen. Dabei hat sich gezeigt, dass die BLM Group mit ihrem Praxis-Know-how für uns der richtige Partner für den Einstieg in diese Technik war. Aus unserer Sicht hat das Unternehmen als Pionier im Rohrlaserschneiden gegenüber seinen Wettbewerbern einen Vorsprung – von dem wir natürlich profitieren wollten“, blickt Tillmann in das Jahr 2013 zurück. Daran habe sich bis heute nichts geändert. Um die Mitarbeiter schnellstmöglich an die neue Maschine heranzuführen, stellte ihnen der Geschäftsführer Material zur Verfügung und ließ sie im ersten Monat mit der LT8.10 Dinge für ihren Eigenbedarf produzieren. Dabei setzten die Maschinenführer konsequent um, was ihnen die BLM Group in Schulungen vermittelt hatte. „Bereits zwei Monate nach der Installation wurden hier mit der LT8.10 beeindruckend anspruchsvolle Stecksysteme aus Stahl und aus anderen Materialien hergestellt“, erinnert sich Giuseppe Caruso, der Tillmann & Schroyen als Gebietsvertriebsleiter der BLM Group Deutschland betreut.

Rohrlaser mit 2 kW und Bündellader

„Auch bei der Investition in den zweiten Rohrlaser haben wir uns sorgfältig auf dem Markt umgeschaut. Mit ihrem Faserlaser mit 2 kW Leistung, ihrem Bündellader und ihrer in verschiedenen Positionen programmierbaren Entladung war die LT Fiber die ideale Lösung für den Ausbau unserer Kapazität im Rohrlaserschneiden. Mit ihrer hohen Schneidgeschwindigkeit unterstützt sie uns insbesondere in der Herstellung unseres Standardprogramms wie zum Beispiel der Pfosten und Tore unserer Zaunsysteme. Die auf der LT8.10 frei gewordenen Zeiten nutzen wir seither für die Herstellung anderer Produkte“, erklärt Schroyen. Die LT Fiber verarbeitet Rohre mit Durchmessern von 12 mm bis 152 mm und Profile mit Stangengewichten bis 15 kg/m bei konstanter, wiederholbarer Qualität sowie hoher Flexibilität. „Zum Beispiel bei Pfosten konnten wir als erster Hersteller Sechskantlöcher lasern. Diese bieten den Vorteil, dass die Nieten stets fest bleiben und die Zaunbauer somit problemlos arbeiten können. Allein damit haben wir uns am Markt ein Stück weit vom Wettbewerb abgesetzt.“ Hinzu komme die hohe Zuverlässigkeit und die um etwa 30 % höhere Energieeffizienz der Faserlasertechnik. Beide stehen für optimale Betriebskosten. Gerade in der Herstellung des Standardprogramms sind diese ein Schlüsselfaktor der Wettbewerbsfähigkeit.

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Foto: BLM Group
Die LT8.10 wird von hinten mit einem Bündellader mit Stangen versorgt, die sie automatisch vereinzelt und verarbeitet.

Ein ideales Duo

Mit ihrem CO2-Laser mit 3 kW Leistung schneidet die LT8.10 Rohre mit Durchmessern bis 200 mm und Profile mit Stangengewichten bis 40 kg/m. Tillmann & Schroyen verarbeitet mit ihr Rohre mit Wandstärken bis 10 mm. „Je dicker die Wandstärken der Rohre, desto schwieriger wird es, zu bohren und Ausschnitte zu realisieren. Mit der LT8.10 sind wir hier flexibel“, nennt Tillmann ein wichtiges Kriterium der Maschine. So war für den metallverabeitenden Betrieb ausschlaggebend, dass sie der vielseitigste Rohrlaser der BLM Group und wohl auch die flexibelste Maschine für das Laserschneiden von Rohren und Profilen auf dem Markt ist. Entsprechend war sie schnell dreischichtig ausgelastet.

Tillmann & Schroyen ließ seine LT8.10 mit Be- und Entladung für Rohre und Profile mit Längen bis 8,5 m ausstatten. Unter anderem in der Herstellung von Ballfangzäunen deckt das Unternehmen mit dieser Länge den Großteil der Anforderungen des Marktes ab. Die Maschine wird von hinten mit einem Bündellader mit Stangen versorgt, die sie automatisch vereinzelt und verarbeitet. Auf ihrer Vorderseite können die Maschinenführer zwischendurch jederzeit auch Einzelstangen laden.

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Foto: BLM Group
Die Besucher des Termins der Deutschland-Roadshow der BLM Group bei Tillmann & Schroyen in Arnsberg am 6. Dezember 2019 konnten die Maschinen der BLM Group im Praxisbetrieb sehen.

In beiden Rohrlasern werden die Materialien während des gesamten Verarbeitungsprozesses unter anderem entlang der Arbeitslinien bis hin zur Entladung mit Rollen gestützt. Das trägt dazu bei, dass die Rohrlaser die Materialien optimal handhaben und damit im Schneidprozess engste Toleranzen einhalten. Auch die regelmäßige, vorbeugende Wartung der Maschinen trägt zur hohen Produktionsqualität bei Tillmann & Schroyen bei. Die derzeit insgesamt acht Maschinenführer sind von der innovativen Technik begeistert. Für sie ist die Arbeit erheblich einfacher und interessanter geworden. Gleichzeitig produzieren sie sicherer die Qualität, die die Kunden von dem Unternehmen erwarten. Schroyen: „Wir fühlen uns bei der BLM Group sehr gut aufgehoben.“ So wurde auch das 2013 in Betrieb genommene Werk von Tillmann & Schroyen gemeinsam mit der BLM Group Deutschland geplant – von der Anlieferung der zu verarbeitenden Materialien bis hin zum Versand der fertigen Produkte. Die Partnerschaft werde es beiden Unternehmen auch künftig ermöglichen, nachhaltiges Wachstum zu realisieren.

Enorme Wachstumspotenziale

„Wir sehen für uns in vielen Branchen Wachstumspotenziale“, meint Schroyen. „Zum Beispiel in der Deko- und der Möbel-Industrie.“ Es liegt auf der Hand: Zaunsysteme sind Saisongeschäft, das im Sommer einen Dreischichtbetrieb erfordert, in den Wintermonaten aber an Dynamik verliert. Mit ihrem 3D-Laserschnitt ermöglichen es die Rohrlaser dem Unternehmen, die Konstruktion vieler Produkte wie beispielsweise von Stühlen, Bänken oder Tischen zu vereinfachen. So kann es Knickverbindungen aus einzelnen Stangen für Geometrien realisieren, die anschließend mit minimalem Aufwand montiert oder geschweißt werden können. Dank der dezenten Schweißnähte gewinnt auch die Optik dieser Produkte. Markus Tillmann: „Der Einstieg in die Laserschneidetechnik war für uns ein Lernprozess. Wir haben gewusst, dass mit ihr vieles möglich ist. Aber wir haben damals nicht geahnt, welche Breite an Möglichkeiten wir uns mit ihr tatsächlich erschlossen haben.“ Im Laufe der Jahre nahm der Geschäftsführer an drei Intube-Hausmessen der BLM Group in den Werken von Adige und Adige-Sys in Levico Terme in Norditalien teil. Von jeder dieser Veranstaltungen nahm er neue Ideen für neue Produkte mit.

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Foto: BLM Group
Ziehen erfolgreich an einem Strang: Mitarbeiter der Tillmann & Schroyen GmbH & Co. KG und der BLM Group Deutschland.
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Foto: Gerhard Maier

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Foto: BLM Group

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