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Graebener hat eine Rohrbiegepresse speziell für Rohre und Halbschallen mit hohen Wandstärken entwickelt.
Foto: Gräbener Maschinentechnik GmbH & Co. KG 
Graebener hat eine Rohrbiegepresse speziell für Rohre und Halbschallen mit hohen Wandstärken entwickelt.

Biegemaschinen

Erste Rohrbiegepresse für Wandstärken bis 75 mm

Auch geringe Durchmesser stellen beim Schrittbiegen kein Problem mehr dar.

Rohre mit Außendurchmessern von 12" bis 48" (bis 100" für Halbschalen), Wandstärken von 12 bis 75 mm und Längen zwischen 6 und 13,2 m – hierfür braucht ein Hersteller von längsnahtgeschweißten Großrohren nun nur noch eine Anlage. Der Maschinenbauer Graebener Maschinentechnik entwickelte speziell für diese Anwendung eine Rohrbiegepresse zum Biegen von Schlitzrohren und Halbschalen im Schrittbiegeverfahren. Die Besonderheit dieser Sonderanfertigung liegt in ihrer enormen Flexibilität und der Möglichkeit, auch Rohre mit sehr geringen Durchmessern bei gleichzeitig hohen Wandstärken fertigen zu können. Materialien mit hohen Streckgrenzen, wie X80, X90 und X100, werden dabei problemlos verarbeitet.

Zeit- und Kostenersparnis beim Schnittbiegen

Ein weiterer wirtschaftlicher Pluspunkt, den alle Graebener Rohrbiegepressen gemein haben, ist der vergrößerte Hub des Biegeschwertes sowie seine stabile Seitenführung. Der vergrößerte Hub sorgt dafür, dass das Schwert nach Abschluss des Biegeprozesses vollständig aus dem Rohr herausgezogen werden kann. Damit kann der verbleibende Spalt im Rohr unmittelbar in der Maschine mit Hilfe des Schwertes selbst zugedrückt werden. Die stabile Seitenführung macht diesen Prozess sogar für kleine, dickwandige Rohre möglich. Eine zusätzliche Rohrschließpresse, wie sie regulär eingesetzt würde, ist damit nicht mehr erforderlich. Mit der Graebener Rohrbiegepresse lassen sich folglich sowohl Investitionsvolumen verringern als auch Produktionszyklen verkürzen – die Basis für einen langfristig wirtschaftlichen Fertigungsprozess.

Presskraft von bis zu 70.000 kN

Die Biegepresse verfügt über eine Presskraft von 70.000 kN, die durch sechs geregelte Hydraulikzylinder an dem Biegeschwert erreicht wird. Dank einer speziellen Kraftverteilung und Steuerung lassen sich damit auch die kleinen, dickwandigen Rohre herstellen. Bei 6 m langen Rohren erreicht die Presse beispielsweise eine Presskraft von 52.000 kN. Sollen Rohrdurchmesser von bis zu 100" produziert werden, lassen sich mit der Presse Halbschalen biegen, die später zu einem Rohr zusammensetzt werden. Für die automatisierte Entnahme der Halbschalen nach dem Biegeprozess sorgt ein eigens entwickeltes Handlingsystem. Parallel werden alle Prozessparameter mit Hilfe des Automatisierungssystems Graebener Bendpro gespeichert, so dass die Einstellungen und Verfahrwege für wiederkehrende Produkte jederzeit abrufbar sind.

Kleine Chargen ohne häufige Werkzeugwechsel fertigen

Sämtliche Graebener Biegepressen sind so ausgelegt, dass die verschiedenen Rohrgrößen im Standardabmessungsbereich mit nur einem einzigen Werkzeugsatz flexibel und ohne Wechsel gefertigt werden können. Die Umrüstzeit für dimensionsabhängige Werkzeuge entfällt und trägt damit zur Effizienzsteigerung des Biegeprozesses bei. Das garantiert auch bei kleinen Chargen hohe Qualität bei wirtschaftlicher Arbeitsweise. Aber auch aus logistischer Sicht war die neue Rohrbiegepresse eine Herausforderung für den Sondermaschinenbauer. So war die Presse aufgrund der geforderten Leistung und der dadurch resultierenden Bauweise mit rund 1.100 t Gewicht nicht nur ausgesprochen groß und schwer, sie erforderte auch eine spezielle Konstruktion der Traversen. Da diese das Maximalgewicht der Schwerlastroute weit überschritten, führte Graebener die Konstruktion so aus, dass die einzelnen Traversen jeweils in zwei Teilen gefertigt und vor Ort zusammengeschweißt werden konnten.

Foto: Graebener/Fabforce

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