Im Laufe der Jahre wurde der Faserlaser L5 kontinuierlichen Verbesserungen unterzogen. Auf der Blechexpo 2019 zeigt Salvagnini unter anderem die 6-kW-Laserquelle mit erhöhter Leistungsdichte.
Foto: Salvagnini

Laserschneiden

Eine 6-kW-Laserquelle, die mithalten kann

Salvagnini präsentiert den Blechexpo-Besuchern mehrere Innovationen, darunter eine leistungsstarke 6-kW-Laserquelle auf dem hochdynamischen Faserlaser L5.

Auf der diesjährigen Blechexpo wird der L5 Faserlaser mit zwei neuen Funktionen gezeigt werden, nämlich mit einer 6-kW-Laserquelle mit erhöhter Leistungsdichte und dem Zirkelsystem mit moderner und komplett neu konzipierter Kohlefaserstruktur. Das seien besonders wichtige Funktionen, die in Deutschland zum ersten Mal vorgeführt werden, heißt es von Salvagnini.

Leistungsstarke Laserquelle

Die neue Laserquelle vervollständigt die Palette der 6-kW-Lösungen des italienischen Unternehmens und soll bessere Ergebnisse bei mittleren und dünnen Materialstärken, sogar im Vergleich mit Laserquellen mit höherer Leistung, gewährleisten.
„Diese Quelle bietet eine Reihe von Vorteilen im Vergleich zur vorherigen”, betont Pierandrea Bello, Produktmanager bei Salvagnini. „Der erste und offensichtlichste Vorteil besteht darin, dass wir über ein L5-Modell mit 6 kW verfügen. Der zweite Vorteil, der ausschließlich von der Laserquelle ausgeht, besteht darin, dass wir unsere Schneidgeschwindigkeit auf der größtmöglichen Anwendungsbreite der L5 erhöhen können, d. h. bei mittleren und dünnen Stärken bis zu 6 mm. Der dritte Vorteil ist mit den Spezifikationen des L5-Modells verknüpft und besteht darin, dass wir durch dessen hohe Schneidgeschwindigkeit Schneidbeschleunigungen auf Stärken bis zu 4 mm erheblich verbessern können. Und das ist noch nicht alles: Die von uns gesammelten Daten zeigen, dass wir mit der neuen Laserquelle Leistungen erreichen, die wir sonst von Lösungen mit höheren Stromstärken kennen. Und all dies erfolgt, ohne die Leistung bei mittleren und großen Stärken zu beeinträchtigen, wozu auch die neuen Thunder-Düsen aus unternehmenseigener Entwicklung beitragen, welche Leistungsfähigkeit und Qualität beim Schneiden von dickerem Material mit Stickstoff verbessern.”

Zirkelsystem mit moderner Kohlefaserstruktur

Die Einführung des neuen Zirkelsystems mit moderner Kohlefaserstruktur folgt der des neuen Trajektorienplaners und hilft, die durch die neue Laserquelle erreichten Vorteile zu verstärken: Die höheren Dynamiken auf mittleren bis dünnen Materialstärken sollen sich keinesfalls negativ auf die exzellente Präzision der L5 auswirken, sondern die Leistung sogar noch verbessern : Dank der durch die schnellen Bewegungen erlangten höheren Geschwindigkeiten, die - je nach Verschachtelungstyp - in eine fast 10%ige Steigerung der Produktivität umgesetzt würden.

Technische Updates für mehr Effizienz

Das in Stuttgart ausgestellte System beinhaltet auch einige technische Updates, welche die L5 nach Herstellerangaben noch effizienter machen.

  • Die interessanteste neue Funktion ist die neue APM-Option, eine kompakte und schlüsselfertige Lösung zum Schneiden mit Druckluft: Direkt an die Pneumatikversorgung des Werks angeschlossen, normalisiert APM den Druck, filtert und trocknet die Druckluft und optimiert sie so für das Schneiden mit Luft. Kombiniert mit der Geschwindigkeit der neuen 6kW-Laserquelle wird APM zum Schneiden einer großen Bandbreite an Materialien mit Luft verwendet, wobei bei wesentlich geringeren Kosten als beim herkömmlichen Schneiden mit Stickstoff höchste Qualität beibehalten wird: Bei einem 3 mm dicken Edelstahlblech zum Beispiel seien bei sehr ähnlicher Schnittqualität (je nach Stickstoff-Kosten) Ersparnisse von mehr als 10€/Std. möglich.
  • Die neue Option SVS – Sheet Vision System – ermöglicht dem Kunden die Verwertung der klassischen Blechverschnitte, die oft die Werkhallen "bevölkern"; dazu wird ein DXF erstellt, das als Startformat für die Verschachtelung von neuen Teilen verwendet werden kann, die direkt auf der Maschine geschnitten werden.
  • Die neuen und innovativen Verschachtelungsalgorithmen bieten kürzere Verarbeitungszeiten und besser angeordnete Verschachtelungsdiagramme sowie eine optimierte Nutzung des Materials mit Einsparungen zwischen 5% und 10%.
  • Das AVS (System für maschinelles Sehen) ermöglicht die schnellere Ausrichtung des Ausgangsblechs anhand der Kanten und die Positionierung einer jeden, bereits auf dem Blech vorhandenen Bearbeitung ohne Einschränkung durch deren Form. 
Gjergi Kol, Mitarbeiter bei Meyer Blech Technik, Reto Thalmann, Geschäftsleiter von Meyer Blech Technik und Bertrand Laroche, Area Sales Manager Metal Processing bei Lissmac (v.l.n.r.), sind mit dem Bearbeitungsergebnis zufrieden.
Foto: Lissmac

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Foto: IPH

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