Die Zusatzqualifikation zum Internationalen Schweißfachmann (IWS) steht jedem offen – und jetzt finden entsprechende Lehrgänge auch bei Messer Cutting Systems statt.
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Der schnelle Weg zum Schweißfachmann

Schweißfachmann werden in neun Monaten. Der Lehrgang wird angeboten von der GSI, Niederlassung SLV Duisburg, in Kooperation mit Messer Cutting Systems.

Das Streben nach der perfekten Schweißnaht ist wahrscheinlich so alt wie das Schweißen selbst. Gefragt sind dafür vor allem Experten. „Dabei ist es unabhängig, ob sich ein Facharbeiter, Geselle oder ein Meister aus der Metall- oder Elektrotechnik weiterbilden möchte: Die Zusatzqualifikation zum Internationalen Schweißfachmann (IWS) steht jedem offen – und jetzt finden entsprechende Lehrgänge auch bei Messer Cutting Systems statt“, erläutert Wolfgang Schneider, Leiter der DVS-Bildungseinrichtung in Groß-Umstadt.

Mit Einführung der DIN EN 1090 verpflichten sich Betriebe, die geschweißte Bauteile herstellen, eine Herstellerqualifikation nachzuweisen. „In zertifizierten Schweißfachbetrieben ist eine verantwortliche Schweißaufsicht sogar durch Normen zwingend gefordert. Somit lohnt sich eine Fortbildung für viele Betriebe“, ergänzt Schneider.

Während des Lehrgangs wird umfangreiches praxisrelevantes Wissen rund um Schweißtechnik, Werkstoffkunde, Konstruktion und Fertigung vermittelt. Die dort erworbenen Schlüsselkompetenzen befähigen den Teilnehmer, zukünftig im nationalen wie auch im internationalen Umfeld die Herstellung geschweißter Komponenten zu planen und zu überwachen. „Die Ausbildung zum Internationalen Schweißfachmann erfolgt nach DVS Richtlinie EWF 1171 und wird in vier modularen Lehrgangsteilen vermittelt. Jeder Ausbildungsteil berechtigt zum direkten Einstieg in den Folgeteil“, so Wolfgang Schneider.

Modularer Aufbau der Lehrgänge

Facharbeiter und Gesellen, die 21 Jahre alt sind und inklusive Ausbildungszeit mindestens drei Jahre Praxiserfahrung mitbringen, müssen vor Lehrgangsbeginn die erfolgreiche Teilnahme an der Teil-0-Prüfung nachweisen. Darauf folgen die Teile 1 und 3 des Theorieblocks, ergänzt um einen praktischen Teil. Die Theoriemodule sind in vier Hauptgebiete aufgeteilt – Schweißprozesse und -ausrüstung, Werkstoffe und ihr Verhalten beim Schweißen, Konstruktion und Gestaltung, Fertigung und Anwendungstechnik.

60 Stunden Übungen zu den unterschiedlichen Schweißverfahren wie beispielsweise Lichtbogen-, Metallschutzgas- oder Fülldrahtschweißen bilden den Praxisteil (Teil 2). Dieses Modul wird in herkömmlicher Form freitags und samstags durchgeführt.

Der Lehrgang wird in einer Mischform aus Selbststudium und Gruppencoaching angeboten. Dadurch erarbeiten sich die Teilnehmer die grundlegenden Inhalte mit Hilfe der GSI-Lehrgangsunterlagen, im begleitenden Unterricht wird der Stoff dann vertieft. „Mit dieser Methode reduzieren wir die Anwesenheitszeiten bei den drei theoretischen Teilen auf das Nötigste, wodurch sich Reise- und Übernachtungsaufwand verringern. Gleichzeitig müssen sich die zukünftigen Schweißfachleute nicht alles auf eigene Faust beibringen, sondern tauschen sich regelmäßig mit Lehrern und anderen Lehrgangsteilnehmern aus. Dieser Austausch beschränkt sich aber nicht nur auf die Unterrichtszeiten, sondern kann zu jeder Zeit stattfinden, da alle Lehrgangsteilnehmer im Lern-Management-System (LMS) eingepflegt sind. Im LMS befinden sich außerdem zu jedem Kapitel Prüfungsfragen, die der Selbstkontrolle dienen“, berichtet Wolfgang Schneider.

Verantwortungsvolle Aufgabe mit Zukunftsperspektive

Nach bestandener Prüfung erhält der Teilnehmer ein deutschsprachiges Zeugnis „DVS-IIW-Schweißfachmann (SFM)“ sowie ein englischsprachiges Diplom „International Welding Specialist (IWS)“. Als Aufsichtsperson bekommt der Schweißfachmann eine Führungsposition und übernimmt Verantwortung für die Einhaltung der geforderten Qualität von Schweißarbeiten. Beispielsweise prüft er Konstruktionszeichnungen, erstellt Schweißanweisungen, wählt Schweißer aus und leitet diese an. Außerdem stellt er die Prüfung von Werkstoffen sowie Schweißnähten sicher und übernimmt häufig auch die gesamte Fertigungsleitung und Baustellenbetreuung. In größeren Unternehmen ist der Schweißfachmann das Bindeglied zwischen dem Schweißfachingenieur und den Fertigungsmitarbeitern.

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