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Wafios stellte auf der Coiltech diverse Hairpins und Spulen aus, die als Komponenten in Elektromotoren verbaut werden.
Foto: Tanja Ponzer
Wafios stellte auf der Coiltech diverse Hairpins und Spulen aus, die als Komponenten in Elektromotoren verbaut werden.

Messen

Das war die Coiltech 2024

Am 20. und 21. März 2024 fand die Coiltech zum zweiten Mal in Augsburg statt. Aussteller wie Veranstalter zeigten sich zufrieden.

Die Coiltech ist eine seit 2010 etablierte italienische Fachmesse, die Entwicklern, Herstellern und Instandhalten von Elektromotoren, Transformatoren, Generatoren und weiteren Induktivitäten eine Bühne bietet. Seit 2022 gibt es einen deutschen Ableger, der 2023 in Augsburg seine Heimat gefunden hat. Am 20. und 21. März 2024 öffnete nun die dritte deutsche Coiltech ihre Pforten. Der Veranstalter Quickfairs kann laut Daten der Augsburger Allgemeinen zufrieden sein: Etwa 4.700 Besucher aus 45 Nationen konnten sich bei 509 Ausstellern über die neuesten Produkte der elektromechanischen Branche informieren.

Alles rund um Elektromotoren

Im Zentrum der Messe standen innovative Materialien und Bauteile für die Herstellung von Elektromotoren. Besonderes Highlight war dabei ein Demonstrator der RWTH Aachen, der mehrere neuartige Produkte in einem Anschauungsobjekt vereinte. So waren die Elektrobleche aus Einzelschichten zu einem dickeren Blech gewalzt mit den entsprechenden positiven Eigenschaften bei der Verarbeitung. Zudem waren die Stanzteile „steckbar“, was das Nesting vereinfacht und den Abfälle reduziert. Die Hohlräume zwischen dem Draht und der Statorwand waren statt mit Harz mit einem Isolierpapier versiegelt. „Das innovative Produkt von 3M ist über den Grundzweck der Nutisolation hinaus in der Lage, sich durch Erwärmung auszudehnen – was es möglich macht, den Prozessschritt der Imprägnierung zu ersetzen“, schreibt dazu das zuständige Institut PEM.

Entlang des Produktionsprozesses

Besucher konnten sich über Produkte entlang des gesamten Produktionsprozesses von Elektromotoren informieren – angefangen bei den Werkstoffen über die Verarbeitung und die Prüfung. So stellte beispielsweise Thyssenkrupp Steel seine CO2-reduzierten und recycelten Stähle wie Bluemint vor. Aida warb für seine MSP-Pressen zur Verarbeitung von Elektroblechen, die auch für geringe Materialdicken ab 0,2 mm geeignet sind. Dabei erreichen sie gerade durch ihre Architektur mit mehreren Druckpunkten und zwei Antrieben eine hohe Präzision, die durch eine aktive Kühlung und daraus resultierende geringe Verformung der Komponenten weiter unterstützt wird. Wafios präsentierte sich an einem Partnerstand zusammen mit Gehring als Anbieter für Turnkey-Fertigungslinien für Hairpin-Statoren. Als zweites neues Biegekonzept präsentiert Wafios für die Herstellung von Spulen, insbesondere Einfach- und Doppelspulen für Axialflussmotoren. Bei diesen besonders flachen Spulen sind die Anforderungen an die Biegetechnik sogar noch höher als bei den Hairpins. Ein Projekt hierzu hat Wafios kürzlich mit dem schwedischen Sportwagenhersteller Koenigsegg realisiert. Der für Sensorik bekannte Hersteller Kistler zeigte sich auf der Coiltech von seiner eher unbekannteren Seite und stellte seine Prüfstandssysteme für elektrische Antriebssysteme vor.

„Empfehlenswert“                                                          

Die Aussteller zeigten sich mit der Qualität der Besucher insgesamt sehr zufrieden. Andreas Menzl von Plasmatreat, die ihre Plasmabeschichtungstechnologie Anticorr zum Korrosionsschutz zeigten, bestätigt: „Ich kann die Messe nur weiterempfehlen.“

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