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Der neue Eco Cooler von Trumpf kommt beider Kühlung des Laserschneidens allein mit Wasser aus und verspricht eine signifikante Energieeinsparung und CO
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Der neue Eco Cooler von Trumpf kommt beider Kühlung des Laserschneidens allein mit Wasser aus und verspricht eine signifikante Energieeinsparung und CO2-Reduktion.

Trenntechnik

Das sind die Trumpf-Highlights auf der Euroblech

Eine ganze Reihe Neuheiten hat Trumpf auf der Euroblech im Gepäck. Neben einer neuen Einstiegsanlage in die Biegetechnik, verspricht die neue Kühllösung für Laserschneidanlagen eine Energieersparnis bis zu 80 %.

Auf der Euroblech zeigt Trumpf mit dem Eco Cooler eine neue, nachhaltige Lösung, um Lasermaschinen während des Schneidvorgangs zu kühlen. Herkömmliche Kühlsysteme arbeiten mit chemischen Kältemitteln, sogenannten F-Gasen (Fluorinated gases). Der Kühlvorgang verbraucht viel Energie, außerdem belasten die F-Gase bei ihrer Entsorgung die Umwelt. Der Eco Cooler von Trumpf kühlt die Laserschneidmaschine mit reinem Wasser. Zudem spart er laut Trumpf bis zu 80 % Energie für die Kälteerzeugung und verzichte komplett auf Schadstoffe. In der Blechfertigung sei diese Lösung bislang einzigartig. „Nachhaltigkeit entwickelt sich mehr und mehr zum Wettbewerbsfaktor – auch vor dem Hintergrund steigender Energiepreise. Um ihre Fertigung zukunftsfähig aufzustellen, sollten Blechfertiger klima- und umweltschonende Technologien einsetzen. Mit dem Eco Cooler unterstützen wir unsere Kunden, ihre Fertigung energie- und schadstoffsparend auszurichten. Wir sehen hier das Potenzial, den ökologischen Fußabdruck unserer gesamten Branche zu verbessern und dabei Kosten zu sparen“, sagt Stephan Mayer, Vorstand Werkzeugmaschinen bei Trumpf. Trumpf hat den Eco Cooler zusammen mit dem Partner Efficient Energy entwickelt. Die Lösung ist für die Laserschneidmaschinen von Trumpf der Serie 1000 bis 5000 erhältlich.

So funktioniert’s

Beim Eco Cooler sei es Trumpf und Efficient Energy erstmals gelungen, die hervorragenden Kühleigenschaften von Wasser als Kältemittel in einem Seriengerät für die Blechfertigung zu nutzen. Das Kernprinzip des Eco Cooler: Das Wasser fließt zu den wärmeerzeugenden Komponenten wie Laserdioden, Optik, Antriebe und Schaltschränke. Es kühlt sie ab und fließt erwärmt zurück zum Eco Cooler. Dort kühlt ein Wärmetauscher das Wasser in einem Kühlprozess aus Verdampfung, Verdichtung und Kondensation. „Der Eco Cooler funktioniert nach dem Prinzip einer Wärmepumpe. Anwender können mit der Technologie die Temperatur ihrer wärmeerzeugenden Komponenten bei der Laserbearbeitung optimal regeln, ebenso wie die Volumenströme“, sagt Trumpf Projektleiter Andreas Hultsch.

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Trumpf führt den Eco Cooler  für die Laserschneidmaschinenserien Tru Laser 1000 bis 5000 in den Markt ein.
Foto: Trumpf
Trumpf führt den Eco Cooler  für die Laserschneidmaschinenserien Tru Laser 1000 bis 5000 in den Markt ein.

Weniger Kosten, mehr Umweltschutz.

Mit dem Eco Cooler sparen Unternehmen nicht nur CO2, sondern auch Geld. Durchschnittlich verringere sich der Ausstoß durch Energieeinsparung um 15 t pro Jahr, was eine Ersparnis von rund 10.000 € ausmacht. Durch den Verzicht auf F-Gase entfallen die Kosten für das Kältemittel sowie weitere 12 t CO2. Die Lösung eigne sich für jedes Unternehmen, das seine Blechfertigung nachhaltiger und auch günstiger machen wolle – vom Einsteiger bis zum Smart Factory-Betreiber. Dafür können Firmen laut Trumpf auf der ganzen Welt staatliche Fördergelder beantragen. Der Eco Cooler rechne sich für Unternehmen je nach Auslastung der Maschine und Förderquote in weniger als drei Jahren.

Mehr Qualität beim Laserschweißen

Zudem bringt Trumpf mit Bright Line Scan ein neues Verfahren für mehr Qualität und Robustheit beim Laserschweißen auf den Markt. Bislang konnten Anwender den Laserstrahl beim Schweißen ausschließlich über den Schweißroboter steuern. Bei der neuen Technologie lässt sich der Laserstrahl zudem auch über den Laserscanner bewegen. Diese Kombination aus Roboter und Scanner ermögliche neben der Vorwärtsbewegung des Roboters auch eine weitere frei programmierbare Laserbewegung in jede beliebige Richtung. Speziell entwickelte Leichtbauspiegel machen diese sogenannte „Oszillationsbewegung“ möglich. Dadurch lassen sich laut Trumpf Frequenzen im Kilohertz-Bereich erzielen und die mögliche Blechdicke verdopple sich beim Wärmeleitschweißen von drei auf 6 mm. Mit der neuen Technologie können Anwender die Anbindungsfläche der Bauteile, die direkt vom Laserstrahl aufgeschmolzen wird, je nach Anwendung individuell einstellen. Mit der zusätzlichen Strahlführung über den Scanner steige außerdem die Toleranz des Verfahrens. Trumpf bietet die Technologie für seine Laserschweißmaschine Tru Laser Weld 5000 an.

Robuster und flexibler

Für die Bewegung des Laserstrahls über den Laserscanner ist bei Bright Line Scan die von Trumpf entwickelte, frei programmierte Fokussieroptik PFO 20 verantwortlich. Diese haben die Trumpf Entwickler in die Schweißoptik des Roboters integriert. Die Kombination bei der Laserbewegung aus Roboter und Scanner steigert die Robustheit und Flexibilität beim Laserschweißen maßgeblich. „Für ein hochwertiges Schweißergebnis mussten wir bislang den Laserstrahl direkt über der Schweißnaht platzieren. Schon bei Abweichungen von unter einem Millimeter war das Bauteil oft unbrauchbar. Mit der zusätzlichen Strahlführung über den Scanner steigt die Toleranz des Verfahrens. Kleine Ungenauigkeiten bei vorausgehenden Arbeitsschritten lassen sich ausgleichen, etwa beim Biegen“, sagt Geiger.

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Bei der neuen Technologie Bright Line Scan können der Roboter und der Laserscanner den Laserstrahl zeitgleich verfahren.
Foto: Trumpf
Bei der neuen Technologie Bright Line Scan können der Roboter und der Laserscanner den Laserstrahl zeitgleich verfahren.

Einfache Programmierung und Anwendung

Dank der nahtlosen Integration von Bright Line Scan in die Schweißoptik des Roboters lasse sich die Schweißzelle von Trumpf schnell und einfach programmieren. Trumpf stellt den Unternehmen in sogenannten Tech Sets die Parameter für alle gängigen Anwendungen zur Verfügung. Unternehmen können Bright Line Scan auch in der Offlineprogrammierung Tru Tops Weld der Schweißzelle nutzen. Dadurch lässt sich die Maschine programmieren, während sie Teile schweißt.

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Für den Eistieg in die Biegetechnologie: Die Tru Bend 1000 ist mit nutzerfreundlicher Bedienoberfläche ausgestattet. Es stehen vier Maschinentypen mit einer Presskraft von 60 bis 320 t zur Verfügung.
Foto: Trumpf
Für den Eistieg in die Biegetechnologie: Die Tru Bend 1000 ist mit nutzerfreundlicher Bedienoberfläche ausgestattet. Es stehen vier Maschinentypen mit einer Presskraft von 60 bis 320 t zur Verfügung.

Neue Einstiegsmaschine für das Biegen

Mit der Tru Bend 1000 zeigt Trumpf seine neue, preiswerte Maschine für den Einstieg in die Biegetechnologie. Die Lösung lasse sich mit der neuen RA-Steuerung (Right Angle) besonders einfach programmieren und ist mit den b Technologiedaten von Trumpf fürs Biegen ausgestattet. Bei der neuen Maschinensteuerung setzt Trumpf konsequent auf eine nutzerfreundliche Bedienoberfläche. „Wie alle neuen Entry-Level-Maschinen von Trumpf ist die Tru Bend 1000 konsequent auf die Erfordernisse von Unternehmen zugeschnitten, die in die Biegetechnologie einsteigen wollen. Die Maschinen stehen unseren High-End-Modellen bei der Zuverlässigkeit und Qualität in nichts nach, sind aber deutlich günstiger. So bieten wir Unternehmen mehr Lösungen an, mit denen sie wachsen und wettbewerbsfähig fertigen können“, sagt Stephan Mayer. Anwendern stehen verschiedene Maschinentypen mit einer Presskraft von 60 bis 320 t und Kantlängen von 2 bis 4 m zur Verfügung. Damit eigne sich die Maschine für ein breites Spektrum an Biegeteilen. In der günstigsten Ausführung – dem Classic Model – kostet die Maschine rund zwei Drittel weniger als eine Tru Bend 5000 und stelle daher für Kunden eine Alternative zu Herstellern außerhalb Europas dar.

Einfache Bestellung, schnelle Lieferung

Die Maschine ist in zwei Ausführungen erhältlich – Classic und Comfort. Kunden können sich laut Trumpf schnell und einfach auf einer Landing Page über die Lösung informieren und das gewünschte Modell direkt online bestellen. Da die Maschinen bereits vorkonfiguriert sind, liefere Trumpf sie innerhalb weniger Tage aus. „Einsteiger möchten möglichst sofort an ihrer neuen Maschine loslegen, da sie im Gegensatz zu größeren Firmen weniger Kapazitäten haben, um ihre Aufträge abzuarbeiten. Mit der vorkonfigurierten Ausstattung der Tru Bend 1000 und dem Online-Vertrieb gewährleisten wir eine rasche Lieferung“, sagt Harald Böck, Produktmanager bei Trumpf. Mit der Tru Bend 1000 steht Anwendern auch der Service von Trumpf mit modernen, digitalen Technologien zur Verfügung. Kommt es beispielsweise zu Fragen oder Problemen, schalten sich die Trumpf Experten „remote“ auf die Maschine und unterstützen den Kunden aus der Ferne. Bei der Ausstattung der Tru Bend 1000 hat sich Trumpf an den Bedürfnissen von Unternehmen orientiert, die ins Biegen einsteigen. So ist die Maschine in der Classic-Ausführung mit einem in diesem Kundensegment gängigen Klemmsystem ausgestattet. Auf diese Weise können Anwender ihre bereits vorhandenen Biegewerkzeuge nutzen. Das Comfort-Modell verfügt über die Trumpf Klemmung. Damit ist sie mit den Biegewerkzeugen von Trumpf kompatibel. Außerdem erhalten Anwender Zugang zu einer Demo-Version der Offline Programmiersoftware Tec Zone Bend von Trumpf. Damit lässt sich die Maschine hauptzeitparallel vom Büro aus programmieren.

Perfekt für einfache Bauteile

Die Tru Bend 1000 eigne sich in der Classic Variante für einfache und mittelkomplexe Bauteile in mittleren Losgrößen. Das Comfort Modell eigne sich mit seinem Trumpf Werkzeugsystem auch für kleine Losgrößen, da sich hier Werkzeugwechsel schnell und automatisierter durchführen lassen. Die Maschine sei vor allem für Einsteiger oder Lohnfertiger attraktiv, die im Einschicht-Betrieb arbeiten. Trumpf führt die neue Serie zur Euro Blech 2022 in einer ersten Ausführung mit einer Presskraft von 225 t und einer Biegelänge von 4 m in den Markt ein.

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Das Nanojoint-Verfahren von Trumpf spart Material, da sich Bauteile direkt nebeneinander schachteln lassen.

Messen

Nachhaltigkeitstechnologien auf der INTECH 2023

Das Hochtechnologieunternehmen Trumpf zeigte Lösungen, um Material, Energie und Chemikalien in der Fertigung einzusparen.

    • Messen, Strategie
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Laserschweißen

Symposium: Die Rolle des Lasers bei der E-Mobilität

Auf dem 3. Lasersymposium Elektromobilität zeigte das Fraunhofer-Instituts ILT, wie laserbasierte Verfahren immer mehr Bereiche der E-Mobilität erobern.

    • Laserschweißen
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Trenntechnik

Schnelles und günstiges 2D- Laserschneiden

Trumpf zeigt die neue Tru Laser-Serie 1000, die den Einstieg in das 2D-Laserschneiden günstiger als das Vorgängermodell ermöglicht und zudem schneller ist.

    • Trenntechnik, Laserschneiden
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WMG an der Universität Warwick entwickelte ein innovatives und serienreifes Verfahren zum Laserschweißen von Batteriekästen aus Aluminium. Das WMG-Team wählte dafür die Bearbeitungsoptik ALO4-O von Scansonic in Berlin.

Laserschweißen

Kombination von taktilem Laserschweißen mit Zusatzdraht und Strahloszillation

Im Auftrag großer Automobilhersteller testete WMG an der englischen Universität Warwick Schweißverfahren zur Optimierung von Batteriegehäusen aus Aluminium mit Laser.

    • Laserschweißen, Schweißen