Rund 5.000 Besucher kamen zur Festwoche bei Cloos. Hier ein Blick in die neue Montagehalle.
Foto: Cloos Schweißtechnik

Schweißen

Cloos und 100 Jahre Schweißtechnik

Zum 100-jährigen Bestehen präsentierte sich die Carl Cloos Schweißtechnik in einer Festwoche rund 5.000 Besuchern. 30 Produktneuheiten wurden vorgestellt.

In Haiger brennt man fürs Schweißen, habe eine Zeitschrift einmal über die Carl Cloos Schweißtechnik GmbH getitelt, erzählt Carl-Eberhard Cloos, geschäftsführender Gesellschafter der Carl Cloos Schweißtechnik GmbH und Enkel des Gründers, anläßlich der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen am 6. Mai 2019. Und nicht nur das Schweißen steht bei Cloos im Mittelpunkt, denn das Unternehmen entwickelt und baut neben Schweißgeräten auch Steuerungen, Sensorik, Roboter und Positioniergeräte sowie weitere Peripheriegeräte.

Mit Erfolg, denn der Umsatz des Jahres 2018 betrug 130 Mio. Euro und lag damit 30 Mio. über dem Vorjahr. Der aktuelle Auftragsbestand liegt nochmals deutlich darüber, heißt es. Angesichts dieser enormen Wachstumsraten wurde die Fertigungfläche bereits in den zurückliegenden Jahren ausgebaut und zur Festwoche nochmals um eine weitere Halle mit 2.500 m2 Montagefläche und 400 m2 für das für Engineering erweitert. Insgesamt stehen damit rund 18.000 m2 Fertigungsfläche für die ca. 750 Mitarbeiter zur Verfügung.

Angefangen hat es mit der Gründung einer Acetylen-Fabrik am 6. Mai 1919 durch Carl Cloos. Schritt für Schritt hat sich daraus – auch wegen zahlreicher patentierter Schweißtechnik-Erfindungen – eines der führenden Unternehmen der Schweißtechnik entwickelt.

Meilensteine der Schweißtechnik

Neben dem 1956 erstmals vorgestellten industriell nutzbaren CO2-Schutzgasschweißgerät mit endloser Drahtelektrode gilt auch die Integration von Schutzgasschweißautomaten in komplette Fertigungslinien im Jahr 1958 als ein Meilenstein für die automatisierte Schweißtechnik.

Später kamen wegweisende Entwicklungen zum Impulslichtbogenschweißen. Schon 1981 stellte Cloos den ersten eigenen Roboter der Marke Romat vor. Das Tandemschweißen, bei dem zwei Lichtbögen in einem gemeinsamen Schmelzbad für die schnelle Füllung großer Fugen sorgen, sorgte in den 1990er Jahren für Aufsehen – ebenso wie das kombinierte Laser- und Schutzgasschweißen mit bis dato nicht gekannter Energiedichte, das 2004 vorgestellt wurde. In den letzten Jahren folgten gepulste kalte Schweißverfahren mit geringer Wärmeeinwirkung und sauberen Nähten.

Digitalisierung steht bei Cloos schon länger auf dem Programm. Ob Schweißgerät, Roboter oder Peripherie: die Geräte erfassen Daten zum Betriebszustand, zu Einstellungen und zu den Schweißparametern. Im Zug jüngster Industrie-4.0-Entwicklungen wird ein Dashboard vorgestellt, mit dem diese Daten zielgerichtet ausgewertet und zur Prozessoptimierung genutzt werden können. „Seit 100 Jahren treiben wir Pionierleistungen in der Schweißtechnik maßgeblich voran“, sagte Sieghard Thomas, Geschäftsführer der Carl Cloos Schweißtechnik GmbH. Und es sieht ganz so aus, als könnte das so bleiben. Allein zur Festwoche präsentierte das Unternehmen den rund 5.000 Besuchern, darunter zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verbänden, rund 30 Produktneuheiten.

Cloos sei ein Unternehmen, das „mit Mut, Innovationskraft und Pioniergeist sowie mit hervorragend ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu einem erfolgreichen Global Player entwickelthabe“, betonte dann auch der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier in seinem Grußwort.

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