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Foto: Kullen-Koti

Oberflächentechnik

Bürsten: Finish für edle Bleche

Bei der optischen und funktionellen Oberflächenbearbeitung von Metallblechen spielen die verwendeten Bürsten eine ganz wesentliche Rolle.

Hier ist es die Aufwertung des Produkt-designs, dort die Verbesserung der Reinigungsfähigkeit und an anderer Stelle wiederum die Vorbereitung für den nächsten Prozessschritt – es gibt viele Gründe für die optische oder funktionelle Optimierung der Oberflächen von Metallblechen. Dabei sind es in vielen Fällen anwendungsspezifisch ausgelegte Werkzeugbürsten, mit denen dieses oberflächentechnische Finishing ausgeführt wird. Dabei kommen unterschiedliche Bürstentypen und verschiedene Besatzmaterialien zum Einsatz: Mit Spiralwalzen-, Teller- und Rundbürsten können industrielle Anwender die Oberflächen von Blechen mit hoher Präzision in vollautomatisierten Durchlaufanlagen bürsten, schleifen, glätten und finishen.

Die Spiralwalzenbürste als Standardwerkzeug

Die Spiralwalzenbürsten von Kullen-Koti kann man fast schon als Standardwerkzeug für das großflächige Oberflächenfinish von Stahl-, Edelstahl-, Leicht- und Buntmetallblechen bezeichnen. Diese Bürsten werden in verschiedenen Ausführungen mit Vollbesatz, spiralförmig mit Steigung sowie mit Einzel- oder Doppelband angeboten. Sie arbeiten mit zum Teil hohen Drehzahlen und lassen sich flexibel auf den Anwendungsfall abstimmen.

Wichtige Kriterien sind dabei nicht nur das Besatzmaterial, sondern auch der Borsten-Durchmesser und die Besatzdichte. Spiralwalzenbürsten liefert Kullen-Koti in nahezu jeder Länge beziehungsweise Breite und in fast jedem Durchmesser. Dank der Wandlungsfähigkeit ist dieser Bürstentyp für Einsatzgebiete von sehr fein bis sehr stark verfügbar.

Vielseitige Walzenbürsten

Vielseitig für das Oberflächenfinishing von Blechen einsetzbar sind auch die gestanzten Rund- und Walzenbürsten von Kullen-Koti. Durch die vielen Kombinationsmöglichkeiten von Bürstenkörper und Besatzmaterial sowie die Realisierung anwendungsspezifischer Besatzbilder eignen sie sich für eine große Bandbreite oberflächentechnischer Arbeiten, bei denen keine hohen Umdrehungszahlen gefordert sind und keine allzu starken mechanischen Belastungen auf die Bürste einwirken.

Typische Einsatzfälle sind etwa das Einölen, Mattieren, Schleifen oder Reinigen von Metallblechen. Zu den besonderen Vorteilen dieser Bürstentypen gehören ihr geringes Eigengewicht und ihre flexiblen Einsatzmöglichkeiten.

Tellerbürsten, auch für den Einsatz am Roboter

Ein Highlight in Sachen Oberflächenfinishing sind schließlich die vielseitig auslegbaren Tellerbürsten von Kullen-Koti. Besatzmaterial, Borstendicke und Besatzdichte entscheiden dabei über die erreichbare Oberflächenqualität. Ist eine stark abrasive Wirkung beabsichtigt, lassen sich die Tellerbürsten mit Polyamidborsten ausstatten, die mit Schleifmitteln (Siliziumcarbid, Aluminiumoxid, Diamant u.a.) durchsetzt sind. Ist hingegen eine moderat schleifende, eine glättende oder gar polierende Wirkung gefordert, so werden die Tellerbürsten mit weicheren Besatzmaterialen bestückt.

Als besonders effizientes Präzisionswerkzeug für das Oberflächenfinishing von Blechen hebt Kullen-Kotti die gegossene Tellerbürste hervor, bei der der Besatz untrennbar in die Trägerronde eingegossen ist. Dieser Verbund verleihe dem Besatz der Tellerbürste eine extrem hohe Formstabilität. Für das Oberflächen-Finishing hieße das: Die Eintauchtiefe bleibt konstant und alle Verfahrensschritte lassen sich mit gleichbleibend hoher Genauigkeit ausführen. Zudem erreicht die gegossene Tellerbürste dank der verbesserten Formstabilität des Besatzes eine längere Standzeit als herkömmliche Bürsten.