Für die Herstellung des Blechgehäuses eines Röntgenscanners für die Mikrotomographie produziert die niederländische Contour Gruppe mit höchster Maßgenauigkeit und Präzision.
Foto: SPI

Software

Blechbearbeitung für Präzisionsgeräte

Für höchste Maßgenauigkeit und Präzision bei der Herstellung des Gehäuses für Röntgenscanner setzt die Contour Gruppe auf Blechbearbeitungs-Software von SPI .

Innerhalb der Contour Group ist die Contour Covering Technology BV im niederländischen Winterswijk das Kompetenzzentrum für Blechbearbeitung. Der Fokus liegt auf Maschinenrahmen, Kästen und Gehäusen sowie Maschinenverkleidungen, die alle oft ihren Einsatz in einer Hightech-Umgebung finden. Das Unternehmen verarbeitet überwiegend Blech in Dicken von 0,3 bis 5 mm.

Blechbearbeitung mit modernem Maschinenpark

Das Vorhalten und Beherrschen verschiedener Technologien – von der Konstruktionssoftware über die Maschinen zur Blechbearbeitung bis hin zu Montage und Pulverlackierung – ist für Contour selbstverständlich. Dabei setzt das Unternehmen auf einen modernen Maschinenpark, der häufig mit Trumpf-Maschinen bestückt ist.
Um im High-Mix-Low-Volume-Markt konstant hohe Qualität liefern zu können, setzt das Unternehmen auf den stetigen Ausbau der Automatisierung und hat seine Produktion sowohl für die Serienproduktion, als auch für den Prototypenbau ausgelegt.

Digitalisierung mit Software von SPI

„Als Full-Service-Partner unserer anspruchsvollen Kunden wollen wir ständig in die Weiterbildung unserer Mitarbeiter, in Maschinen und Anlagen, in IT und Kommunikation und natürlich in Automatisierung in der Produktion investieren“, betont Jonas Simmes, der als Produktionsingenieur bei Contour in Winterswijk tätig ist. Dabei setzt der Systemlieferant auch auf Software der SPI GmbH, die sich die Digitalisierung der Prozesskette Blech auf die Fahnen geschrieben hat.

Vom Entwurf bis zur Fertigung

In der Fertigung verlässt sich Contour auf modernes Equipment vom Weltmarktführer aus Ditzingen. Die an diesen Maschinen entstehenden Produkte, die größtenteils in einer Hightech-Umgebung zum Einsatz kommen, bestehen hauptsächlich aus Blechen in Dicken zwischen 0,3 bis 5 mm. Präzision wird dabei zur Mindestanforderung.

„Als es allerdings darum ging, unsere High-End-Laser- und -Biegemaschinen mit den berechneten Daten zu füttern, kam es immer wieder zu Problemstellungen, die sich mit der Software des Maschinenlieferanten nicht ohne weiteres lösen ließen“, erzählt Jonas Simmes. „Das kostete unnötig Zeit und Maschinenressourcen. Wir haben uns nach Alternativen umgeschaut. Nach Marktrecherchen kamen wir auf die Ahrensburger SPI GmbH, die sich als Spezialistin für digitale Prozesse in der Blechverarbeitung definiert. Nach der ersten Leihstellung 2017 haben wir uns dann recht bald für diese Lösung entschieden. Seit 2018 laufen bei uns mehrere Lizenzen der auf Solid-Works basierenden Sheet-Metalworks-Lösung, die wir um zusätzliche Lizenzen der Suite-Trumpf-Schnittstelle ergänzt haben.“

Durchgängige Daten innerhalb der Prozesskette

Einen großen Vorteil der Lösung sieht Anwender Simmes in der durchgängigen Verwendbarkeit der zugrundeliegenden Daten. Die Verarbeitung innerhalb der digitalen Prozesskette erfolgt nach folgendem Muster:

  1. Berechnungsgrundlage definieren
  2. Berücksichtigung der fertigungsrelevanten Parameter bereits während der Konstruktion (Fehlerausschlussprinzip)
  3. Ausgabeformate festlegen
  4. Berechnung und Ausgabe erzeugen
  5. Übergabe der Daten an nachgelagerte Programme für die Maschinensteuerung.

„Die Berücksichtigung der fertigungsrelevanten maschinenspezifischen Parameter und die Verwendung der echten Biegeradien sorgt heute dank SPI für eine reibungslose Abarbeitung auch bei komplexen Biegefolgen“, bestätigt Simmes. Grundlage der Berechnung sind die in der Material- und Werkzeugverwaltung der SPI Software gepflegten Daten.

Alle Daten im richtigen Format verfügbar

Das Programm erzeugt die Abwicklung und stellt entsprechende Ausgabeformate mit allen fertigungsrelevanten Daten bereit. Das SPI-Tru-Tops-Interface basiert darauf, dass die Material- und Biegeprozessinformationen inklusive der Abkantfaktoren und Fertigungsradien von Tru-Tops-Bend in den Materialeditor des SPI-Programms eingelesen werden und während der Konstruktion zugrunde liegen. Für die Programme der Tru-Tops-Familie erzeugt SPI alle relevanten Fertigungsdaten im Tru-Tops-GEO-Format oder im erweiterten DXF-Format. Dabei werden Öffnungswinkel, Radius, Biegewerkzeugkombination­ und Biegetechnik einbezogen. Zusätzlich liefert SPI eine fertigungsgerechte STEP-Datei mit den spezifischen Prozessinformationen für das Biegen mit Tru-Tops-Boost.

Investition in Software macht sich bezahlt

„In aller Regel stimmen die Daten auf Anhieb und wir können sie 1:1 an die Fertigung durchreichen“, fasst Simmes zusammen. „Die Anschaffung der Software machte sich so allemal schnell bezahlt. Dank der guten Auftragslage können wir die gewonnene Zeit in neue Projekte investieren.“ Dem Ziel der Contour-Gruppe, ihre Kunden mit eigener Expertise, modernsten Tools und kompetenter Softwarelösungen optimal zu unterstützen, ist man in Gelderland damit erneut einen Schritt näher gekommen.

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