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Foto: GSW Schwabe
Haspel und Richtmaschine wurden durch eine zusätzliche Schlaufe entkoppelt: GSW Schwabe entwickelte eine besondere Lösung, um die Bandzuführung für Buntmetall-Coils zu optimieren.

Handhabung

Besondere Bandzuführung für Buntmetall

Für schwere Buntmetall-Coils entwickelte GSW Schwabe eine spezielle Bandzuführung, um  sehr dünne, wie auch dicke Material effizient verarbeiten zu können.

 Manchmal braucht es für die optimale Bandzuführung für Buntmetalle individuelle Lösungen. Dabei ging bei GSW Schwabe zu Beginn eigentlich ein normaler Auftrag ein. Der Kunde fragte zunächst ein ‚normales‘ Spektrum mit dem Wunsch an, Stahl und Buntmetall von 0,2 – 3,0 mm Dicken verarbeiten zu können, bei einem Coilgewicht bis 1,5 t und einer Bandbreite ab 50 – 300 mm. Im Laufe des Projektes kamen immer mehr Ideen aus der Produktion hinzu, die das Spektrum neben maximal 5 t großen Coils (für mehr Standzeit) auf einen maximalen Querschnitt von 300 x 5 mm erhöhten. Außerdem sollte der Coil nicht nur von oben, sondern auch von unten abwickelbar sein. Dazu hat sich GSW Schwabe das passende Konzept ausgedacht, das Richtmaschine und Haspel durch eine zusätzliche Schlaufe voneinander entkoppelt und so die Zuglast von der Richtmaschine nimmt. Dadurch konnte eine leichte Bauweise der Richttechnologie eingesetzt und Schlupf vermieden werden. Mit nur 40 mm Richtwalzendurchmesser hat man schon ab 0,35 mm effektiven Richteinfluss.

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Foto: GSW Schwabe 5 Richtachsen versprechen eine sehr gute Planheit über den Coilverlauf.

Damit auch die 300 x 5 mm verarbeitet werden können, wurden alle Walzen abgestützt. Mit 5 Richtachsen – also 5 einzeln eintauchbaren oberen Richtrollen – können laut GSW über den gesamten Coilverlauf sehr gute Planheiten erzielt werden. Auch von der Aufstell-Länge konnte man durchaus effizient bleiben – denn die zweite Bandschlaufe nimmt wegen großer Coildurchmesser (1.800 mm) und der Abwicklung von oben und unten nur wenig zusätzlichen Platz weg.

Bandzuführung für Buntmetall angepasst

Für die empfindlichen Buntmetalle wurden an allen Enden Maßnahmen ergriffen – so sind etwa Gleitflächen und Leitrollen mit besonderen Materialien ausgeführt. Auf der Haspelseite konnte die höchste Ausbaustufe der günstigen Hebelarm-Spreiztechnik angewandt werden. Die Kraftversorgung der hydraulischen Spreizung übernimmt ein direkt am Haspelkörper verbautes Kompaktaggregat. Im Vlog gibt CEO Benjamin Schwabe tiefere Einsichten über die angewandte Technologie, erklärt Technologiesprünge und verrät die Feinheiten der Anlagenausstattung.

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Foto: GSW Schabe Hier geht es zum Vlog: