Sandsteinfigur auf der Balustrade der Würzburger Residenz. Das Bauteil aus Metall bekam eine Beschichtung von der Firma Coatinc Würzburg.
Foto: Kunstschmiede Schrepfer, Würzburg

Beschichten

Beschichtung für ein außergewöhnliches Bauteil

Kunsthistorische Sensation: Um ein wertvolles Bauteil vor Korrosion zu schützen, waren die Beschichtungsexperten von Coatinc Würzburg gefragt.

Ein kunsthistorischer Fund in der Würzburger Residenz fand seinen Weg letztendlich auch zur Coatinc Würzburg GmbH, damit ihn eine professionelle Beschichtung vor zukünftigen Strapazen schützen kann. Rechtzeitig zum 300-jährigen Jubiläum der Grundsteinlegung schmücken sie nun wieder die Ehrenhof-Fassade des Weltkulturerbes. Doch der Reihe nach...

Ein Portalkran birgt den Sensationsfund

Zwei lange verschollene, überlebensgroße Sandsteinfiguren der beeindruckenden Balustrade wurden wiederentdeckt. Restauratorin Sabine Vogt fand die Figuren während einer Aufräumaktion in der Kasematte, einem Gewölbe des Hofgartens. Seit dem 2. Weltkrieg gelten die weibliche und die männliche Figur, die die beiden Balustraden-Enden zierten, als vermisst. Mit Hilfe eines Portalkrans wurden die fast 500 kg schweren Einzelstücke gesichert. Wider Erwarten konnten die zerlegten Steinfiguren fast vollständig geborgen werden. Obwohl es sich um Bruchstücke handelt, ist die Entdeckung ein Sensationsfund in der unterfränkischen Mainmetropole.

Millimetergenaue händische Kopien

Boris Rycek, Würzburger Bildhauer, setzte die Fundstücke zusammen. Nach dem Abbild der je rund 1,5 Tonnen schweren Originale fertigte er gemeinsam mit seinem Sohn Michael millimetergenaue händische Kopien an. Nach zwei Monaten Arbeit ist das Wunder vollbracht – das Vater-Sohn-Duo konstruierte zwei exakte Kopien der ehemals verschollenen Figuren.

Ein besonderes Bauteil schmieden und beschichten

Anhand fotographischer Vorlagen aus dem letzten Jahrhundert erstellte die Würzburger Kunstschmiede Schrepfer für das Staatliche Bauamt Würzburg und die Bayerische Schlösserverwaltung München verschiedene Entwurfszeichnungen des Palmwedels, den die weibliche Figur im Arm hält. Die verabschiedete endgültige Version wurde durch die Anwendung traditioneller Schmiedetechniken in der Werkstätte der Kunstschmiede Schrepfer hergestellt. Um das wertvolle Bauteil für lange Zeit vor Korrosion zu schützen, kam Coatinc Würzburg die Ehre zuteil, dieses zu verzinken.

Foto: Kunstschmiede Schrepfer, Würzburg
Der von Coatinc Würzburg verzinkte Palmwedel

Würzburger Weltkulturerbe

Somit konnte fast auf den Tag genau 300 Jahre nach der Grundsteinlegung am 22. Mai 1720 und 75 Jahre nach der zerstörerischen Bombardierung am 16. März 1945 die Balustrade des Ehrenhofs – nach gründlicher statischer Überprüfung – wieder vervollständigt werden. Die Würzburger Residenz wurde zwischen 1720 und 1744 unter der Leitung des Architekten Balthasar Neumann und unter Mitwirkung berühmter zeitgenössischer Künstler erbaut. Sie gilt als eine der bedeutendsten barocken Schlossanlagen Europas und zählt seit 1981 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Über Coatinc

Regional verwurzelt, international ausgerichtet: The Coatinc Company (TCC) verbindet Oberflächentechnik mit einer großen Bandbreite angeschlossener Dienstleistungen. The Coatinc Company geht auf die Siegener Actiengesellschaft zurück, die 1885 vom Ur-Urgroßvater des heutigen geschäftsführenden Gesellschafters Paul Niederstein gegründet wurde. Zink war schon damals ein wichtiges Geschäftsfeld. Zwar hat man die Bandbreite an Verfahren inzwischen erheblich erweitert, doch noch heute ist man davon überzeugt, dass die Verzinkung die beste Form des Korrosionsschutzes darstellt, die man bekommen kann.