Gut besucht: Zur 19. Schweissen & Schneiden kamen rund 46.000 registrierte Fachbesucher aus über 120 Nationen. Zusätzlich besuchten internationale Delegationen und Ehrengäste, Pressevertreter und Teilnehmer des Rahmenprogramms die Veranstaltung.
Foto: Messe Essen

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19. Schweissen & Schneiden schließt mit Spitzenergebnis

Zufriedene Aussteller: Rund 50.000 Besucher generierten auf der Fachmesse ein Auftragsvolumen von 2 Mrd. Euro.

Als wichtigstes Branchenforum hat die Weltleitmesse Schweissen & Schneiden ihre Position erneut unterstrichen. Die Messe Essen und der DVS (Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V.) als ideeller Träger und langjähriger Partner begrüßten rund 50.000 Besucher aus über 120 Ländern. Darunter waren vor allem Entscheider aus den Branchen Automobil- und Fahrzeugbau, Schiffsbau, Maschinen- und Anlagenbau, Rohrfertigung und -leitungsbau, Bergbau sowie dem Baugewerbe, der chemischen Industrie und der Herstellung von Metallerzeugnissen.

Hervorragendes Messegeschäft und internationales Top-Publikum

Ein Ordervolumen in Höhe von zwei Milliarden Euro hat die Erwartungen der Aussteller deutlich übertroffen. Dabei spielte der Branche auch die gute wirtschaftliche Lage in die Karten: Die Industrie in der Eurozone wie auch global ist so zuversichtlich wie seit Jahren nicht mehr. Auch in Deutschland bleibt sie auf Wachstumskurs, der industrielle Mittelstand zeigt sich sogar euphorisch.

Rund 1.035 Aussteller aus 41 Nationen haben ihre Innovationen präsentiert – die ausländische Beteiligung betrug knapp 64 %. Die Aussteller bewerteten die Besucherstruktur insgesamt sehr positiv. 66,3 % des Publikums reisten aus dem Ausland an, die Entscheiderdichte lag mit 83,0 % über dem bereits sehr guten Wert der Vorveranstaltung (81,2 %).

Neues Platzierungskonzept konnte punkten

Für weitere Zufriedenheit sorgte die Platzierung der Unternehmen in den Hallen, die in diesem Jahr fünf Themenbereichen folgte. Aktuelle Entwicklungen und Innovationen innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette konnten nun gezielter und kompakter angesteuert werden, was durchgängig als sehr gut bewertet wurde und auf der Schweissen & Schneiden 2021 in Essen fortgesetzt wird.

Auch die Besucher ziehen eine erfolgreiche Bilanz und planen nahezu vollständig ihre Teilnahme beim nächsten mal.

Orderplattform: Jeder dritte Besucher bestellte auf der Messe

Die Aussteller zeigten sich äußerst zufrieden mit der hohen Investitionsbereitschaft der Fachbesucher: Jeder dritte orderte bereits vor Ort Maschinen, Werkstoffe oder Zusatzstoffe oder plant konkretes Nachmessegeschäft.

„Diese hervorragenden Zahlen dokumentieren den Status der Schweissen & Schneiden als unangefochtene Nummer Eins der Branche. Einmal mehr hat sie als Leitmesse der Füge-, Trenn- und Beschichtungsbranche den Nerv getroffen“, resümierte Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Messe Essen.

Als Tendenz zeichnete sich - auch bei manuellen Schweißern - ein wachsendes Interesse an Automatisierung und Robotik ab. Generell geht der Bedarf in Richtung Connectivity, denn das Thema Industrie 4.0 durchdringt die Branche und entsprechende Systeme werden zunehmend erschwinglich.

Dies trifft im selben Maße auf die Additive Fertigung zu, deren Bedeutung in Branchen mit langen Produktlebenszyklen weiter steigt. Auch die Anwendungsbereiche der additiven Fertigung, etwa mittels Lichtbogentechnik, sind in den letzten vier Jahren stetig gewachsen. Die Herstellung von großen und komplexen Strukturen sei ein Trend, der sich auch zukünftig fortsetzen werde, bestätigt Dr. Jörg Hildebrand von der Technischen Universität Ilmenau.

Ein weiterer Trend: Die Verarbeitung von unterschiedlichen Werkstoffen zu hybriden Strukturen. Global Player und Newcomer stellten ihre Innovationen zu diesem Thema vor – beispielsweise eine Maschine zur Oberflächenbehandlung per Auftragsschweißen sowie ein neues Verfahren für die Herstellung von metallischen Bauteilen. Die revolutionäre Produktionstechnologie des 3D-Metalldrucks bietet die Vorteile des dreidimensionalen Drucks nun auch bei Metall.

DVS Congress: Gelegenheit zum Wissenstransfer

Ausgezeichnet angenommen wurde die Schweissen & Schneiden auch als globale Plattform für den fachlichen Austausch. Am DVS-Gemeinschaftsstand standen den Besuchern Ansprechpartner aus den verschiedenen DVS-Unternehmen zu den Themen „Moderne Ausbildung in der Schweißtechnik", „Moderne Medien", „Netzwerk – Karriere – Forschung" und „Dienstleistungen für Industrie und Handwerk" Rede und Antwort. Dort erwarteten das Messepublikum außerdem ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm und verschiedene Schweißtrainer, an denen täglich Wettbewerbe angeboten wurden.

Jung und versiert: Nachwuchsförderung

Unter Federführung des DVS wurde auch die Nachwuchsförderung auf der Schweissen & Schneiden fortgesetzt: Mit dem DVS-Studentenkongress für Nachwuchs-Wissenschaftler sowie den Young Welders‘ Competitions – drei Wettbewerben für Nachwuchsschweißer – reihten sich gleich mehrere Highlights aneinander. Alle Events fanden große Resonanz bei den Messebesuchern und rundeten das Messeangebot stimmig ab.

In Essen entsteht der Messestandort der Zukunft

Im September 2021 wird die Schweissen & Schneiden dann in die Neue Messe Essen einziehen. Nach dem Abschluss der derzeitigen Modernisierungsarbeiten werden Aussteller und Besucher dort optimale Bedingungen vorfinden – mit einer offenen, funktionellen Architektur, einfacher Orientierung, flexibler Logistik und moderner Technik. 2019 werden die Bauarbeiten abgeschlossen sein, so dass die 20. internationale Schweissen & Schneiden in eines der technisch modernsten Messegelände Deutschlands einziehen wird.